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Manchmal taucht jemand am musikalischen Horizont auf, der seine Hörer entzückt, entrückt und verzaubert, ganz eigene Klangwelten erschafft und damit zu einer ’Marke’ wird. So einer war und ist Jean-Michel Jarre, kurz JMJ.

Eigentlich reicht schon die Nennung seines Namens, und wir wissen, dass wir von großen Musikereignissen reden, von Niedagewesenem, von Liveshows der ganz besonderen Art an ganz besonderen Orten.

Der agile 68-Jährige hat längst seinen festen Platz im Olymp der populären Musik. Geboren am 28. August 1948 in Lyon, gehört Jarre nicht nur zu den Begründern der elektronischen Musik – er setzte auch Standards, was die spektakulären Möglichkeiten von Live-Performances derselben anbetrifft. Die heutige DJ-Kultur wäre ohne Jarre, den Musiker, Komponisten, Produzenten, Soundvisionär und Performer, nicht denkbar. 1976 veröffentlichte der Sohn des berühmten französischen Filmmusikkomponisten und -dirigenten Maurice Jarre sein im eigenen, provisorischen Heimstudio aufgenommenes Hit-Album »Oxygene«, das bis zum heutigen Tag weltweit über 18 Millionen Einheiten verkauft hat. 2016, 40 Jahre später, erscheint, nach ”Oxygene 7-13”, der Schlussstein dieser Album-Trilogie, betitelt ”Oxygene 3“. In der Pressemitteilung hieß es: ”Das Album enthält sieben kürzlich aufgenommene Neukompositionen, die folgerichtig als Parts 14-20 betitelt wurden. Jarres Inspiration für die neuen, ergänzenden Parts auf ”Oxygene 3” speiste sich keineswegs aus nostalgischen Gefühlen. Vielmehr geht es ihm darum, sein Kult-Werk für das Jetzt zu öffnen.”

Insgesamt hat der sympathische Erneuerer über 80 Millionen Einheiten abgesetzt. Und mit den immensen Besucherzahlen seiner Live-Konzerte trug er sich mehrfach ins Guinness Buch der Rekorde ein. Im Jahr 2015 setzte er mit ”Electronica 1: The Time Machine”, Maßstäbe. Kein Wunder, dass er dafür 2017 eine Grammy-Nominierung erhielt. 2016 spann Jarre mit ”Electronica 2: The Heart Of Noise” den Faden weiter. Erneut versammelte er Freunde unterschiedlichster musikalischer Provenienz um sich. Mit von der Partie bei Electronica 1 & 2: Edgar Froese, Armin van Buuren, Pet Shop Boys, Lang Lang, Pete Townshend, Laurie Anderson, Moby, Vince Clarke, Edward Snowden (!), Hans Zimmer, Gary Numan u.v.a. Jarre bestätigte mit dieser weitgreifenden Klangreise seine Vormachtstellung als ”Gottvater der elektronischen Musik”. Die Liveumsetzung unter dem Titel ”Electronica World Tour 2016“, darunter auch die sechs Deutschlandkonzerte, begeisterte ca. 170.000 Besucher. ”Musik im Strom der Leuchtfarben”, titelte die Westdeutsche Zeitung: ”Der besondere Reiz entsteht durch die Spannung zwischen Purismus und Raffinement. Es gibt wenig Melodie, keinen Gesang, keinen Text, nur schlichte Akkordfolgen, Einzeltöne und Wiederholungen. Scheinwerfer, Lichtprojektionen und im Kunstnebel reflektierende Laserpointer zünden ein ganzes elektrisches Feuerwerk, teilweise mit dreidimensionalen Effekten.” Und im Interview mit der Nürnberger Zeitung verriet Jarre sein Erfolgsgeheimnis: ”Mit Hilfe der heutigen Technologie, mit Videos, Licht und Lasern schaffe ich eine visuelle Orchestrierung oder einen visuellen Kontrapunkt zur Musik – und diese Erfahrung will ich mit meinem Publikum teilen”. Dies gelingt ihm ein ums andere Mal: ”Jean Michel Jarre lässt die Luft vibrieren“ (Rheinische Post, 6.10.2016). ”Rhythmisches Feuerwerk – Elektronikpionier Jean-Michel Jarre spielt im dreidimensionalen Lichtgewitter“ (Westfalenblatt). Kurzum: Publikum und Medienvertreter waren von den Live-Auftritten gleichermaßen begeistert – und können sich jetzt über die beiden anstehenden Sommer-Open-Air-Shows freuen. Dass der ”Gebieter über Raum und Klang“ (Frankfurter Rundschau) gerne an ganz speziellen Orten auftritt, ist bekannt. Nach seinem Millennium-Konzert an den Pyramiden von Gizeh in Ägypten mit über 800.000 Zuschauern, dem Konzert für Toleranz am Pariser Eiffelturm vor 2,5 Millionen Menschen, dem Rendez-Vous Houston-Tribute für die NASA vor 1,3 Millionen Zuschauern in Texas und der Feier anlässlich Moskaus 850. Geburtstag mit dem größten Konzert aller Zeiten vor 3,5 Millionen Menschen, wählt Jean-Michel Jarre als nächste Station Masada in Israel: ”Live @ The Dead Sea“ heißt das Motto dieses im April stattfindenden Spektakels. Und dort am Toten Meer und bei den Sommer-Shows in Deutschland wird der umtriebige Jarre erneut seine hohen Ansprüche umsetzen: ”Ich habe für alle Lokalitäten ein entsprechendes Sound-Design aus unterschiedlichen Klang-Modulen entwickelt. Ich mache Musik, gerade weil mich die Entwicklung sogenannter Sound-Scapes maßgeblich interessiert. Es ist ein mathematisch geregelter Prozess, allerdings mit reichlich Gefühlen angereichert, umgesetzt im audio-visuellen 3D-Format.” (RuhrNachrichten). Wem also der Weg nach Masada zu weit ist, der kann den großen Franzosen und seine majestätischen Sound-Bild-Landschaften im Juli in Berlin und Bonn erleben. Info schließen
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