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Kieler Schloss
Am Wall 74
24103 Kiel

Das Kieler Schloss in Kiel in Schleswig-Holstein war eine der Nebenresidenzen der Schleswig-Holstein-Gottorf. Das Schloss konnte eine abwechslungsreiche Baugeschichte vorweisen und wurde in der jüngeren Kunstgeschichte als einer der bedeutendsten Profanbauten Schleswig-Holstein bezeichnet. Das Schloss brannte während des Zweiter Weltkrieg aus. Die Ruine wurde anschließend größtenteils abgetragen und durch einen Neubau ersetzt.

Nutzungsgeschichte

Vom Mittelalter in die Neuzeit

Das Kieler Schloss hatte seinen Ursprung in einer Burg des Mittelalters, die vermutlich bereits 1242 zur Zeit der Gründung Kiels errichtet wurde und die Siedlung an einer schmalen Landzunge zwischen Kieler Förde und Kleiner Kiel schützen sollte. Bauherr war der Stadtgründer Adolf IV. (Schauenburg und Holstein). Im 15. Jahrhundert kam das Schloss durch die Auswirkungen des Vertrag von Ripen in den Besitz des dänischen Königs Friedrich I. (Dänemark und Norwegen), der an der mittelalterlichen Burg einige moderne Erweiterungen vornehmen ließ und sie so zu einem Schloss erweiterte. Sein Sohn Adolf I. (Schleswig-Holstein-Gottorf) begründete als Adolf I. das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf, dem die Stadt Kiel samt Schloss zugeschlagen wurden. Unter Herzog Adolf wurden im Land zahlreiche neue Schlösser errichtet. Wie auch in Schloss Reinbek, Schloss vor Husum und Tönninger Schloss wurde in Kiel ein Neubau errichtet, der das alte Schloss um einen großen Renaissancebau erweiterte.

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Das Schloss war zu dieser Zeit eine Nebenresidenz. Hauptsitz und Regierungszentrum des Herzogtums war das Schloss Gottorf. Das Kieler Schloss diente der herzoglichen Witwe Christine von Hessen bis 1604, ebenso wie anschließend Sophie von Mecklenburg (1557–1631) bis 1631 als Witwensitz. Im Dreißigjähriger Krieg wurde das Schloss mehrmals besetzt und die Ausstattung dabei zum Teil geplündert. 1665 wurde im Schloss die Gründungsfeier zur Stiftung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Kieler Universität, begangen. Der alte Schlossflügel Friedrichs I. stürzte 1685 aufgrund von Baufälligkeit teilweise ein. Nach den Plänen des Architekten Domenico Pelli ließ Friederike Amalie von Dänemark, Christian Albrecht (Schleswig-Holstein-Gottorf) Witwe, von 1695 bis 1697 den West- und Südflügel neu errichten (Pelli- oder Amalienbau).Hans-Günther Andresen: Ahlmanns Häuser. In: Jürgen Ostwald (Hrsg.): Wilhelm Ahlmann 1817−1910. Ein Schleswig-Holsteiner aus Nordschleswig. Bund Deutscher Nordschleswiger, Apenrade 1998, S. 93. Nach dem Ende des Großer Nordischer Krieg wurden Schleswig und Holstein aufgeteilt. Das Herzogtum Schleswig wurde von da an in Personalunion durch den dänischen König regiert. Aus diesem Grund wurde die Stammresidenz der Gottorfer, das Schloss Gottorf aufgegeben, und das Kieler Schloss wurde kurzzeitig Hauptresidenz des jetzt nur noch über Holstein regierenden Gottorfer Herzogs Karl Friedrich (Schleswig-Holstein-Gottorf). Das Schloss war der Geburtsort seines Sohnes Karl Peter Ulrich, des nachfolgenden Herzogs und späteren russischen Zaren Peter III. (Russland) Nach Peters Tod übernahm Katharina II. die Regierungsgeschäfte, unter ihr wurde der Renaissancebau des Schlosses zu einem großen, Barock Palais umgestaltet. Sie entsagte ihren Ansprüchen in Schleswig-Holstein im Vertrag von Zarskoje Selo vom 27. August 1773. Das Herzogtum Holstein ging nun für die nächsten 89 Jahre ebenfalls an den dänischen König, der feierliche Übergabeakt wurde im Kieler Schloss abgehalten.

Vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg

Im 19. Jahrhundert diente das Schloss unterschiedlichen Zwecken. Es stand zeitweise der Universität zur Verfügung und war von Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851) Sitz der Schleswig-Holsteinische Landesversammlung. Während des Deutsch-Dänischer Krieg diente es als Lazarett und militärisches Hauptquartier. In der Provinz Schleswig-Holstein bekam das Schloss wieder einen bedeutenden Bewohner, von 1888 bis 1918 diente es als Wohnsitz des Prinzen Heinrich von Preußen (1862–1929). Der Prinz diente als Großadmiral in der Kaiserliche Marine (und von 1914 bis 1918 als Oberbefehlshaber der Ostseestreitkräfte), während Kiel zum bedeutendsten Marinehafen des Kaiserreichs aufstieg. Nach dem Erster Weltkrieg verlor das Schloss seine Bedeutung. Prinz Heinrich zog sich auf sein Gut Hemmelmark zurück und das Schloss wurde Verwaltungssitz und nahm die Landesbibliothek auf. In den 1930er Jahren wurde geplant, das Gebäude zu einem Haus der Landeskultur zu machen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg

Das Schloss erlitt in den Luftangriffe auf Kiel des Zweiten Weltkrieges starke Zerstörungen und brannte nach einem Angriff am 4. Januar 1944 bis auf die Grundmauern aus. Dabei wurde auch die wertvolle Möbelsammlung vernichtet, die zum Teil aus anderen holsteinischen Schlössern wie Schloss Plön stammte. Der in den 1960er Jahren neu errichtete Ostflügel beherbergte bis 2003 in den oberen Stockwerken die Landesbibliothek. Die unteren Geschosse mit teilweise sehr hohen Räumen und der daran anschließende Anbau wurden zum Kulturzentrum „Kieler Schloss“. Dort war unter anderem das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein untergebracht. Der Anbau beherbergt einen Konzertsaal und ein Regionalstudio des NDR. Der Westflügel wurde von der Volkshochschule genutzt. An Stelle des abgetragenen Südflügels wurde ein aufgestelzter Flachbau gebaut und Historische Landeshalle genannt. Das Kulturzentrum wurde 2003 privatisiert. Landesbibliothek und Landesamt für Denkmalpflege zogen in den weiter südlich gelegenen Sartori & Berger-Speicher um. Jährlich finden im Schlosskomplex um die 300 verschiedene Veranstaltungen mit bis zu 200.000 Besuchern statt. Seit 2005 steht der gesamte Schlosskomplex – einschließlich der Nachkriegsbauten – unter Denkmalschutz.


[ Quelle: Wikipedia | Stand: 18.02.2016 ]