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Die Stadtrecht Bremen ist die Landeshauptstadt (Deutschland) des Land (Deutschland) Freie Hansestadt Bremen (kurz auch „Bremen“, ). Zu dem Stadtstaat gehören die beiden Großstadt Bremen und das 53 km nördlich gelegene Bremerhaven. Die Stadtgemeinde Bremen ist mit rund 550.000 Einwohnern die Liste der Großstädte in Deutschland in Deutschland. Bremen gehört zur Europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg, einer von insgesamt elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland. Das Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven ist eine Exklave der Stadt Bremen innerhalb von Bremerhaven.

Geographie

Bremen liegt zu beiden Seiten der Weser, etwa 60 Kilometer vor deren Mündung in die Nordsee bzw. deren Übergang in die Außenweser bei Bremerhaven. In Höhe der Mitte (Bremen)#Altstadt geht die Mittelweser in die Unterweser über, die ab dem Bremer Hafengebiet zur Seeschifffahrtsstraße ausgebaut ist. Die von der Ochtum durchzogene Landschaft links der Unterweser wird als Wesermarsch bezeichnet, die Landschaft rechts der Unterweser gehört zum Elbe-Weser-Dreieck. Die Lesum, mit ihren Quellflüssen Wümme und Hamme (Fluss), die Schönebecker Aue und die Blumenthaler Aue bilden von hier aus die Zuflüsse der Weser. Das Stadtgebiet ist etwa 38 Kilometer lang und 16 Kilometer breit. Bremen ist bezogen auf die Fläche (siehe: Liste der flächengrößten Städte und Gemeinden Deutschlands) die dreizehntgrößte Stadt Deutschlands und bezogen auf die Einwohnerzahl nach Hamburg die zweitgrößte Stadt im Nordwesten Deutschlands und die zehntgrößte in ganz Deutschland (siehe: Liste der Großstädte in Deutschland). Bremen liegt etwa 50 Kilometer östlich von Oldenburg (Oldenburg), 110 Kilometer südwestlich von Hamburg, 120 Kilometer nordwestlich von Hannover, 100 Kilometer nördlich von Minden und 105 Kilometer nordöstlich von Osnabrück. Ein Teil des Bremerhavener Hafengeländes, das Stadtbremische Überseehafengebiet, bildet eine Exklave der Stadt Bremen.

Nachbargemeinden

Die Stadt Bremen ( Einwohner) ist ganz von Niedersachsen Staatsgebiet umschlossen (mit Ausnahme der Exklave Häfen (Bremen)#Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven, die vom Stadtgebiet Bremerhavens umgeben ist). Im Westen grenzen die kreisfreie Stadt Delmenhorst (75.672 Einwohner) sowie der Landkreis Wesermarsch (93.725 Einwohner) mit den Gemeinden Lemwerder, Berne und Elsfleth an, im Norden der Landkreis Osterholz (112.587 Einwohner) mit den Gemeinden Schwanewede, Ritterhude und Lilienthal, im Osten der Landkreis Verden (134.084 Einwohner) mit den Gemeinden Ottersberg, Oyten, Achim (Landkreis Verden) und im Süden der Landkreis Diepholz (215.648 Einwohner) mit den Gemeinden Weyhe und Stuhr. Diese Ansammlung von Gemeinden wird als „Speckgürtel“ bezeichnet, da ein Teil ihrer Einwohner Einkünfte im Bundesland Bremen bezieht, aber Einkommensteuer, Grundsteuer und andere Abgaben an den Staat in Niedersachsen bezahlt. Die nächstgrößeren Städte im Umkreis von etwa 50 km sind im Westen die Stadt Oldenburg (Oldenburg) (160.279 Einwohner) und im Norden die Seestadt Bremerhaven (114.506 Einwohner). Für die Agglomeration Bremen wurden knapp 850.000 EinwohnerSiehe Tabelle Agglomeration#Deutschland gezählt, für die weiter gefasste Metropolregion Bremen/Oldenburg über 2,37 Millionen.Siehe Metropolregion Bremen/Oldenburg Von den 239.063 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt Bremen Pendler 103.206 beziehungsweise 43,2 % aller Beschäftigten von außerhalb ein. Von den 168.443 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in der Stadt Bremen wohnen, pendeln 32.586 zu und von ihrem Arbeitsplatz außerhalb der Stadtgemeinde.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Bremens ist in fünf Stadtbezirke eingeteilt. Von den insgesamt 88 Ortsteilen sind vier direkt einem Stadtbezirk zugeordnet, die anderen sind in 18 Stadtteilen zusammengefasst, die ihrerseits den Stadtbezirken zugeordnet sind. Oberneuland ist aufgrund seiner hohen Einwohnerzahl ein Stadtteil, obwohl es nicht aus mehreren Ortsteilen besteht. Die Namen der Stadt- und Ortsteile gehen weitgehend auf historisch gewachsene Bezeichnungen zurück. Für bestimmte örtliche Verwaltungsaufgaben sind 17 Ortsamt zuständig, davon vier als gemeinsame Ortsämter für jeweils mehrere Stadt- bzw. Ortsteile. Für die Stadtteile und selbständigen Ortsteile ist auf kommunalpolitischer Ebene jeweils ein Beirat zuständig. Ausnahme: Die Ortsteile des Stadtteils Häfen werden aufgrund ihrer geringen Einwohnerzahl von anderen Beiräten betreut oder sind beiratsfrei. Die 22 Beiräte werden alle vier Jahre von den Bürgern direkt gewählt und tagen mehrmals im Jahr öffentlich. Die Befugnisse des Beirats sind ähnlich beschränkt wie die der Bezirksversammlung oder Bezirksverordnetenversammlung anderer Stadtstaaten. Zur Stadt Bremen gehört auch das etwa 8 km² große Überseehafen Bremerhaven, für das die Stadt Bremerhaven im Rahmen von Verträgen mit der Stadt Bremen als Gemeindeverwaltung zuständig ist. Derzeit bestehen Verträge über die Müllabfuhr sowie über Brandschutz, Hilfeleistung und Rettungsdienst. Das Gebiet gehört zum Stadtteil Häfen, ist aber aufgrund der fehlenden geografischen Nähe zu anderen Bremer Ortsteilen keinem Beirat zugeordnet. Damit ist das Überseehafengebiet der einzige Ortsteil der Stadtgemeinde Bremen, in dem die Bürger keinen Beirat wählen.

Gewässer

Die Bundeswasserstraße der Weser, die durch die Innenstadt fließt, stellt eine geschichtlich gewachsene Grenze dar: So wird noch heute in vielen Bezeichnungen unterschieden zwischen „links der Weser“ (südliches Stadtgebiet) und „rechts der Weser“. Geographisch, historisch und für das Alltagsleben bedeutsam ist die Grenze zwischen Bremen-Stadt und Bremen-Nord entlang der Lesum, einem Nebenfluss der Weser. Südlich der Lesum ist Marschland, das Werderland, nördlich davon Geest, die Bremer Schweiz. Die politische Grenze des Stadtbezirks Bremen-Nord liegt allerdings etwas weiter südlich. Ein weiterer Nebenfluss der Weser, die Ochtum, bildet die natürliche südliche Grenze der Stadtgemeinde Bremen. Die Wümme fließt durch Borgfeld und ist dann Grenzfluss bis zur Mündung (zusammen mit der Hamme (Fluss)) in die Lesum.

Naturschutzgebiete

Bremen hat 18 :Kategorie:Naturschutzgebiet in Bremen, die eine Gesamtfläche von 2126,9 ha und damit 6,69 % der Stadtfläche ausmachen. Zu den größten gehören die Borgfelder Wümmewiesen (677 ha), die Ochtumniederung bei Brokhuchting (375 ha), das Werderland (Naturschutzgebiet) (330,7 ha) und das Hollerland (293 ha).

Erhebungen in Bremen

Die Innenstadt liegt auf einer Weserdüne, die am Bremer Dom eine natürliche Höhe von erreicht; der höchste Punkt mit liegt östlich davon beim Polizeihaus (Am Wall 196). Die mit höchste natürliche Erhebung in der heutigen Stadtgemeinde Bremen (und auch in der Freien Hansestadt Bremen) befindet sich dagegen im Friedehorstpark des nordwestlich gelegenen Stadtteils Burglesum. Damit hat (die Freie Hansestadt) Bremen die niedrigste Liste der höchsten Berge der deutschen Länder.100 schräge Fakten über diese Stadt. In: Zitty 16/2012, S. 15. Der Gipfel der Mülldeponie im Ortsteil Walle (Bremen)#Hohweg des Bremer Stadtteils Walle (Bremen), der unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen und hoch ist, überragt die Parkerhebung.

Klima

Bremen hat wie der Großteil Deutschlands außer den höheren Mittelgebirgs- und Alpenregionen ein Kühlgemäßigtes Klima mit deutlichen maritimen Einflüssen aufgrund seiner Nähe zur Nordsee, so dass die Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer geringer ausfallen als weiter landeinwärts. Trotzdem können zu jeder Jahreszeit Perioden unter dem Einfluss kontinentaler Luftmassen auftreten, die im Sommer zu Hitzewellen und im Winter zu längeren Frostperioden führen. Im allgemeinen sind Temperaturextreme aber selten und Temperaturen unter -15 °C und über 35 °C treten nur alle paar Jahre auf. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,0 °C und der kälteste der Januar mit 1,8 °C. Die höchste je gemessene Temperatur in Bremen lag bei 37,6 °C am 09.08.1992, die tiefste je gemessene Temperatur betrug -23,6 °C am 13.02.1940. Wie im Rest des Landes sind die Durchschnittstemperaturen in Bremen in den letzten Jahren angestiegen, was zu einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur um 0,6 °C zwischen den beiden Klimareferenzperioden 1961-90 und 1981-2010 geführt hat. So war z.B. das Jahr 2014 mit einer Durchschnittstemperatur von 11,1 °C wie in den meisten Regionen des Landes auch in Bremen das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Trotz seiner Lage in der vergleichsweise sonnenscheinarmen Nordwesthälfte Deutschlands ist es in Bremen über die letzten Jahre zu einem Anstieg der jährlichen Sonnenscheindauer um 62 Stunden zwischen den Perioden 1961-90 und 1981-2010 gekommen, wovon am meisten die Monate April, Mai und Juli profitiert haben. Dieser Trend hat sich etwa seit der Jahrtausendwende nochmals verstärkt, so dass die Jahre 2001-2015 nun eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von 1609 Stunden aufweisen, knapp 130 mehr als in der alten Referenzperiode 1961-90. Wie in den meisten anderen Regionen des Landes bleiben vor allem die Winter jedoch sehr trüb und sonnenscheinarm, im Dezember wird durchschnittlich pro Tag nur etwas mehr als eine Stunde Sonne registriert (von 7 astronomisch möglichen). Während Bremen im Sommer etwas weniger Sonnenschein verzeichnet als im deutschen Flächenmittel, sind gerade die Frühjahre im Vergleich zu weiter landeinwärts liegenden Regionen eher sonnig, da die noch kühlen Meere eine Wolkenbildung verhindern. Der sonnigste Monat des Jahres im Durchschnitt 1981-2010 ist in Bremen entsprechend dann auch der Mai und nicht der Juli, wie an den meisten Stationen des Binnenlandes. Die Niederschläge fallen über das ganze Jahr verteilt mit einer leichten Tendenz zu eher trockenen Frühjahren und eher feuchteren Sommern, letzteres hauptsächlich aufgrund von Schauern und Gewittern. Im Laufe eines Jahres fallen am Flughafen durchschnittlich 696 mm Niederschlag, wobei innerhalb des Stadtgebietes nicht unerhebliche Unterschiede bestehen. Die Niederschlagsmengen in Form von Schnee sind hingegen vergleichsweise gering und schwanken sehr von Jahr zu Jahr - während in manchen Jahren nur an wenigen Tagen überhaupt eine geringe Schneedecke zu verzeichnen ist, gibt es immer wieder (zuletzt 2010 mit 87 Schneedeckentagen ) auch Jahre mit sehr langlebigen Schneedecken. Im Durchschnitt 1977-2007 liegt an 19,3 Tagen im Jahr Schnee , der Schneedeckenrekord liegt bei 68 cm am 18. Februar 1979. Dies war - trotz Bremens vergleichsweise wintermilder und schneearmer Lage im nordwestdeutschen Tiefland - interessanterweise gleichzeitig die höchste Schneedecke, die seit dem 2. Weltkrieg in einer deutschen Stadt mit über 500.000 Einwohnern gemessen wurde.

Umweltsituation

Nach einer vom Institut für Weltwirtschaft der Universität Kiel im Jahr 2012 erstellten Untersuchung lag Bremen im Städtevergleich hinsichtlich der Umweltsituation auf hinteren Rängen. Beim „Umweltkapital“ landete es auf Platz 66 der 100 größten kreisfreien Städte. Dabei wurden mehrere Indikatoren erfasst und deutschlandweit miteinander verglichen: Luftqualität (Feinstaubbelastung, Ozonbelastung, Stickstoffdioxidbelastung), Flächennutzung (Anteil Siedlungs- und Verkehrsfläche, Anteil naturbelassene Fläche) und Abfallmanagement (Hausmüllaufkommen, Recyclingquote). Beim Feinstaub und bei der Ozonbelastung wurde im Gegensatz zur Stickstoffdioxidbelastung nicht die Durchschnittskonzentration, sondern die Zahl Tage mit Grenzwertüberschreitungen als Maßstab verwendet. Der Indikator „naturbelassene Fläche“ ist nicht definiert. Andererseits ist zu bedenken, dass ein Großteil der elektrischen Energie in der Stadt Bremen aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, was einen relativ höheren CO2-Ausstoß zur Folge hat. (PDF; 596 kB) In der Stadt Bremen werden die Luftschadstoffe seit 1987 durch das Bremer Luftüberwachungssystem (BLUES) gemessen. Der Straßenlärm wurde erstmals im Jahre 1977 durch ein Lärmkataster systematisch erfasst.http://www.umwelt.bremen.de/de/detail.php?gsid=bremen179.c.3070.de Ein Umweltinformationssystem bietet eine detaillierte Zustandsbeschreibung zu verschiedenen Themen wie Naturschutzgebiet (Deutschland) und Gewässerqualität.http://www.geoviewer.umwelt.bremen.de/

Geschichte

Name

Der Ortsname ist im 9./10. Jahrhundert bezeugt als Brema, Bremae, Bremun; die letztere Form, Grundlage der heutigen Gestalt des Namens, wird als lokativisch verwendeter Dativ des Plurals des altsächsischen/mittelniederdeutschen Wortes brem ‚Einfassung, Rand (des Landes/des Wassers/der Düne)‘ gedeutet.Herbert Schwarzwälder: Das große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.Hugo Meyer: Der Name Bremen. In: Historische Gesellschaft Bremen#Bremisches Jahrbuch, Band 1, Bremen 1863, S. 272–284.Adolf Bach, Deutsche Namenkunde II/1: Einleitung. Zur Laut- und Formenlehre, zur Satzfügung, Wortbildung und -bedeutung der deutschen Ortsnamen, Heidelberg 1953, p. 303.

Erste Siedlungen bis zur Christianisierung

Zwischen dem 1. und dem 8. Jahrhundert n. Chr. entstanden an der Weser erste Siedlungen, die auf einer langen Düne Schutz vor Hochwasser und gleichzeitig guten Zugang zu einer Furt boten. Bereits 150 n. Chr. erwähnte der alexandrinische Geograph Ptolemäus eine dieser Siedlungen (Fabiranum, auch Phabiranum geschrieben).

Bistum

Als Bischofsstadt und Kaufmannssiedlung reicht Bremens Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurück.Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, Sie war aber zunächst noch unsicheres Missionsgebiet. So schrieb der Missionar Willehad 782: „… hat man uns aus Bremen vertrieben und zwei Priester erschlagen.“ Die Stadt wurde 787 von Karl der Große zum Diözese erhoben Seit 845 Erzbistum, erlangte Bremen unter Erzbischof Adalbert von Bremen (1043–1072) erstmals Einfluss auf Reichsebene.

Reichsfreiheit und Hanse

Mit dem Gelnhauser Privileg Kaiser Friedrich I. (HRR) von 1186 wurde Bremen Freie Reichsstadt (im Volksmund freie Reichsstadt), nicht jedoch reichsunmittelbar. 1260 trat die Stadt der Hanse bei, war in der Hanse aber zeitweise ein unsicherer Bündnispartner. Durch den mit der Mitgliedschaft im Hansebund verbundenen Freihandel blühte Bremen auf, wovon bis heute prächtige Liste der Kulturdenkmäler in der Freien Hansestadt Bremen zeugen. Die vermehrt zu wirtschaftlicher Bedeutung gelangende Stadt schüttelte teilweise die kirchlich dominierte Herrschaft des Bistum Bremen ab und errichtete als Zeichen ihrer weltlichen Freiheit den Bremer Roland (1404) und ihr Bremer Rathaus (1409) auf dem Bremer Marktplatz, welche heute zum UNESCO-Welterbe zählen.

Ausdehnung der Stadt

Zum Schutz des zwischen 1574 und 1590 angelegten Weserhafens wurde am Westufer der Weser die befestigte Neustadt angelegt. Die Weser versandete jedoch zunehmend, und für die Handelsschiffe wurde es immer schwieriger, an der seit dem 13. Jahrhundert als Hochseekai genutzten Schlachte (Bremen) anzulegen. Von 1619 bis 1623 bauten deshalb im flussabwärts gelegenen Vegesack niederländische Konstrukteure den ersten künstlichen Hafen Deutschlands.

Reichsunmittelbarkeit

Während des Dreißigjähriger Krieg konnte Bremen die Anerkennung seiner Reichsunmittelbarkeit durch das Linzer Diplom erreichen, das von Kaiser Ferdinand III. (HRR) ausgestellt wurde. Diese Reichsunmittelbarkeit blieb dennoch bedroht. So musste Bremen durch Konzessionen 1741 im Zweiter Stader Vergleich mit dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg eine Einigung über die Herrschaftsansprüche und das Kontributionsrecht erreichen. 1783 begannen Bremer Kaufleute einen direkten Transatlantikhandel mit den Vereinigte Staaten. 1802 beauftragte die Stadt den Landschaftsgärtner Isaak Altmann, die frühere Stadtbefestigung in die heutigen Bremer Wallanlagen umzugestalten.

Französische Besetzung, Erwerb Bremerhavens

1811 ließ Napoleon Bonaparte Bremen besetzen und integrierte es als Hauptstadt des Département des Bouches du Weser in den französischen Staat. Nach ihrer Niederlage in den Befreiungskriegen verließen die französischen Truppen 1814 Bremen. Im 19. Jahrhundert hatte Bremen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des deutschen Überseehandels. Auf der Werft von Johann Lange (Schiffbauer) wurde 1817 das erste von Deutschen gebaute Dampfschiff gebaut. Der Raddampfer Die Weser verkehrte als Passagier- und Postschiff zwischen Bremen, Vegesack, Elsfleth und Brake (Unterweser), später auch Geestemünde bis 1833. Wegen der zunehmenden Versandung der Weser wurde 1827 die Siedlung Bremerhaven als Außenposten auf einem vom Königreich Hannover angekauften Grund angelegt. Den Vertrag zum Erwerb des Hafengeländes unterzeichneten am 11. Januar 1827 für Hannover Minister des Königreichs Hannover#Departements 1816–1832 und der Bremer Bürgermeister Johann Smidt.Sonderausgabe Nordsee-Zeitung „150 Jahre Bremerhaven“ Juni 1977. Das Schließen der Stadttore bei Sonnenuntergang, die Torsperre, wurde 1848 abgeschafft und bot damit Raum für die industrielle Entwicklung der Stadt. Die gemeinschaftlich von der Freien Hansestadt Bremen und den Königlich Hannöversche Staatseisenbahnen finanzierte Bahnstrecke Wunstorf–Bremen ging 1847 in Betrieb. Nach großzügiger Eindeichung des umliegenden Marschlandes begann 1853 in den Vorstädten die bis ins 20. Jahrhundert für Bremen typische Reihenhausbebauung mit sogenannten Bremer Haus.

Industrialisierung

1812 hatte Bremen rund 35.000 Einwohner; 1875 wurde die Grenze von 100.000 überschritt. 1911 hatte die Stadt bereits 250.000 Einwohner. 1857 erfolgte die Gründung des Norddeutscher Lloyd, später auch anderer Schifffahrtsgesellschaften. 1867 wurde Bremen Gliedstaat des Norddeutscher Bund und 1871 des Deutsches Kaiserreich. Aufgrund der Seehäfen blieben die Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck nach 1870/71 noch Zollausland. Sie traten erst 1888 dem Deutscher Zollverein bei. Die Freihafen von Bremen und Hamburg blieben danach außerhalb des deutschen Zollgebiets. 1886 bis 1895 wurde durch eine Korrektur der Fahrrinne die Schiffbarkeit der Weser für Seeschiffe bis Bremen gesichert. 1890 fand auf dem Gelände des Bürgerparks die Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung statt. Die wirtschaftliche Entwicklung Bremens schritt in der Weimarer Republik fort. Auf dem Flughafen Bremen begannen 1920 Linienflüge. 1928 wurde die Columbuskaje in Bremerhaven eingeweiht. Von hier ausgehend gewann das Passagierschiff Bremen (Schiff, 1929) das Blaues Band für die schnellste Atlantiküberquerung. Mit der wirtschaftlichen Bedeutung wuchs auch die Einwohnerzahl beträchtlich. 1939 verlor Bremen die Stadt Bremerhaven (außer dem Überseehafengebiet), die mit dem preußisch-hannoverschen Wesermünde vereinigt wurde. Das stadtbremische Gebiet wurde dafür um Bremen-Nord (dort gehörte nur Vegesack schon vorher zu Bremen), Hemelingen, Arbergen und Mahndorf vergrößert. Einige Randgemeinden wurden dabei schlicht vergessen (Beckedorf). Andere Zuweisungen, welche die amerikanische Besatzungsadministration nach 1945 vorgeschlagen hatte, lehnte der Bürgermeister Kaisen ab (Syke, Weyhe, Stuhr).

Diktatur und Zweiter Weltkrieg

Anfang 1933 hatte die Jüdische Gemeinde im Lande Bremen 1438 Mitglieder.Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, 2003, ISBN 3-86108-693-X, S. 442. Während der Novemberpogrome 1938 wurden Geschäfte und Privathäuser geplündert sowie der jüdische Friedhof verwüstet. Dabei wurden fünf Juden ermordet sowie Hunderte verhaftet. Sturmabteilung zerstörten die beiden Synagoge (Bremen). Bis 1941 gelang es etwa 930 Bremer Juden, das Deutsches Reich 1933 bis 1945 zu verlassen. Im Herbst 1941 wurden 50 Kinder während eines „Schulausflugs“ in ein Konzentrationslager verschleppt. Am 18. November 1941 wurden 440Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, 2003, ISBN 3-86108-693-X, S. 443. Juden ins Ghetto Minsk Deportation von Juden aus Deutschland und 434 von ihnen am 28. oder 29. Juli 1942 Holocaust.Alfred B. Gottwaldt, Diana Schulle: Die Judendeportationen aus dem Deutschen Reich 1941–1945. Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539-059-5, S. 95. Schon 1933 wurde das erste KZ Mißler errichtet, in dem zunächst 170 Häftlinge interniert wurden, meist Kommunismus und Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Spätere Lager waren für NS-Zwangsarbeit vorgesehen, wie etwa das KZ Farge, das zum Bau des U-Boot-Bunker Valentin ab etwa Oktober 1943 für 13.000 polnische, französische und sowjetische Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges errichtet wurde. Im Zweiter Weltkrieg erlitt Bremen schwere Zerstörungen. Insbesondere der Nordwesten mit den Werften AG Weser, Bremer Vulkan und Vegesacker Werft, der Focke-Wulf-Flugzeugbau am Flughafen Bremen, die des Borgward – Werke in Hastedt und Hemelingen#Sebaldsbrück waren im Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg Ziel alliierter Bomber. Bei 173 Angriffen wurden 62 % der städtebaulichen Substanz zerstört und es kamen rund 4000 Menschen ums Leben. Mit dem Einmarsch britischer Truppen am 26. April 1945 endete die Gewaltherrschaft.

Bundesland Bremen

Um als Port of Embarkation den Nachschub für die United States Army zu sichern, wurde das in der Britische Besatzungszone gelegene Bremen mit Bremerhaven zur US-amerikanischen Exklave. Von 1945 bis 1965 war Wilhelm Kaisen Präsident des Senats. 1947 gaben sich die Bremer Bürger die Verfassung der Freien Hansestadt Bremen. 1949 wurde Bremen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. 2004 wurden das Bremer Rathaus und der steinerne Bremer Roland zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung (Deutschland) verliehenen Titel Ort der Vielfalt. Im Hafenareal baut Bremen seit 2000 auf einer Fläche von 300 Hektar das neue Stadtviertel Überseestadt. 1998 wurde das Becken des Überseehafens verfüllt und überbaut., Merian, Dezember 2010.

Bevölkerungsentwicklung

1969 erreichte die Einwohnerzahl mit 607.184 ihren historischen Höchststand. Bis Ende 1986 ging die Zahl der Erstwohnsitze auf 521.976 zurück. Im Zuge der Wiedervereinigung wuchs die Bevölkerung schnell auf 554.377 im Dezember 1992. Bis Ende des Jahrhunderts sank die Zahl der Erstwohnsitze wieder auf 540.330. Am 31. Dezember 2014 waren 551.767 Einwohner gemeldet.


[ Quelle: Wikipedia | Stand: 02.03.2016 ]

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