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Die Freie Stadt und Hansestadt Hamburg (; regional auch , , ISO 3166-2:DE: HH, Abkürzung: FHH oder FuHH) ist als Stadtstaat eine Gemeinde (Deutschland) und zugleich ein Land (Deutschland) der Deutschland. Ferner ist Hamburg eine Einheitsgemeinde und eine kreisfreie Stadt. Hamburg ist mit 1,77 Millionen Einwohnern die Liste der Großstädte in Deutschland Stadt Deutschlands, die drittgrößte im Deutsche Sprache#Verbreitung und rechtlicher Status sowie die Liste der größten Städte der Europäischen Union in der Europäische Union und dabei die größte, die nicht Hauptstadt eines Staates ist. Hamburg gliedert sich in Bezirke in Hamburg. Die Stadt bildet das Zentrum der fünf Millionen Einwohner zählenden Metropolregion Hamburg. Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands und gehört zu den zwanzig größten Containerhäfen weltweit. Seit 1996 ist Hamburg Sitz des Internationaler Seegerichtshof (ISGH). Die gesamte Hansestadt ist einschließlich ihrem Flughafen Hamburg als Verkehrsknotenpunkt einer der bedeutendsten Logistikstandorte in Europa. Sie ist zudem wirtschaftlich und wissenschaftlich im Bereich der Spitzentechnologien wie der Luft- und Raumfahrttechnik (drittgrößter Standort weltweit, u. a. Airbus und seine Zulieferer), den Biowissenschaften und der Informationstechnik, für die Konsumgut (u. a. DAX-Unternehmen Beiersdorf AG und Unilever), sowie für die Medien in Hamburg und die Kulturwirtschaft bedeutend. Der heute gültige offizielle Langname Hamburgs ist Zeugnis der langen Geschichte als Mitglied der Hanse, als Freie und Reichsstädte des Heiliges Römisches Reich ab 1189, als unabhängiger Stadtstaat bis zur Deutsche Reichsgründung 1871 und als eigenständiges Land der Bundesrepublik ab 1946. Zusammen mit Lübeck und weiteren Städten war Hamburg ein Wegbereiter der Hanse, als Mitglied dieses europaweiten Bundes blühte die Stadt durch den Freihandel auf, wovon bis heute wertvolle Liste der Kulturdenkmäler in Hamburg zeugen. Im Juli 2015 wurden die Speicherstadt aus der Zeit der Industrielle Revolution in Deutschland und das angrenzende Kontorhausviertel (vor allem in den Goldene Zwanziger entstanden) von der UNESCO zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Allgemeines

Die älteste urkundliche Erwähnung datiert aus dem 7. Jahrhundert. Durch seinen Vertrag mit Lübeck im Jahr 1241 wurde Hamburg einer der Gründungsorte der Hanse. Hamburg ist Industrie- und Handelsstandort. Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt zeigt sich in der Metropolregion Hamburg, einer der insgesamt elf Metropolregion#In Europa in Deutschland, der Stellung des Hafens, als der zweitgrößte in Europa und vierzehntgrößte weltweit (Stand 2011) und als einer der wichtigsten Medien in Hamburg Deutschlands. Mit mehr als 111 Millionen Tagesbesuchern, über fünf Millionen Gästen und über 9,5 Millionen Übernachtungen jährlich (2012) ist Hamburg eines der attraktivsten Tourismus in Deutschland. Zu den Zielen der Besucher gehören die Hamburger Innenstadt samt Binnenalster, der Hamburger Hafen mit den St. Pauli-Landungsbrücken und der modernen Hamburg-HafenCity samt der Elbphilharmonie, St. Pauli mit der „sündigen Meile“ Reeperbahn, und weitere bekannte Bauwerke in Hamburg wie die historischen Wahrzeichen Hauptkirche Sankt Michaelis (Hamburg) und Hamburger Rathaus. Darüber hinaus sind Veranstaltungen wie der Hafengeburtstag, der Altonaer Fischmarkt, der Hamburger Dom (Volksfest) und die Cruise Days mit der Parade der Traumschiffe Anziehungspunkte. Am weltweit bedeutenden Musical-Theater#Deutschland Hamburg werden Musicals wie beispielsweise Der König der Löwen (Musical) und Wunder von Bern#Musical aufgeführt. Hamburg hat über 60 :Kategorie:Theater (Hamburg), mehr als 60 Liste der Museen in Hamburg und international bekannte Galerien wie die Hamburger Kunsthalle und das Bucerius Kunst Forum. Bedeutende Messen wie die hanseboot oder die Internorga finden regelmäßig statt. Hamburg gilt als Sportstadt, weil neben den Fußballspielen des Hamburger SV und des FC St. Pauli, den Handballspielen des HSV Hamburg, den Radrennen der Vattenfall Cyclassics, den ATP Hamburg im Tennis auch das Deutsches Spring Derby ausgetragen wird und jährlich der Hamburg-Marathon stattfindet.

Geographie

Hamburg liegt in Norddeutschland an den Mündungen der Bille und der Alster in die Unterelbe, die etwa 100 km weiter nordwestlich in die Nordsee mündet. Nahe dieser Mündung befindet sich der aus drei Inseln bestehende Stadtteil Hamburg-Neuwerk. An der Elbe erstreckt sich der Seehafen etwa von der Veddel bis Hamburg-Finkenwerder, hauptsächlich auf dem Südufer der Norderelbe, gegenüber den Stadtteilen Hamburg-Sankt Pauli und Hamburg-Altona. Die beiden Ufer sind durch die Hamburger Elbbrücken im Osten sowie durch den St. Pauli-Elbtunnel und Neuer Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marsch (Schwemmland) wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte von Nebenarmen der Elbe durchzogen und vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt, wobei sich Sand und Schlick abgelagert haben. Inzwischen ist die Elbe beidseitig Eindeichung, Nebenarme wurden trockengelegt, umgeleitet, kanalisiert oder abgedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel unter Wasser standen. Höchste Erhebung ist mit der Hasselbrack in einem Nordausläufer der Harburger Berge. Die Alster wird in der Hamburger Innenstadt zu einem künstlichen See aufgestaut. Dieser teilt sich in die größere Außenalster und die kleinere, vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster. Die Zuflüsse zur Alster wie die Alster selbst sind im Stadtgebiet zum Teil kanalisiert. Sie sind zumeist von ausgedehnten öffentlichen Parkanlagen gesäumt. Die zahlreichen Fleete, Flüsschen und Kanäle der Stadt werden von mehr als 2500 #Brücken überspannt. Weithin unbekannt ist, dass sich auf der größten Flussinsel der Elbe, in Hamburg-Wilhelmsburg, einer der letzten Heuckenlock Europas befindet. Hamburg grenzt im Norden an Schleswig-Holstein und im Süden an Niedersachsen. Bis auf einige kleinere „Gebietsbereinigungen“, wie den Erwerb der Insel Neuwerk (Insel) und von Flurstücken beim Stauwerk Geesthacht,siehe auch Cuxhaven-Vertrag bestehen die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das am 1. April 1937 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl hinsichtlich ihrer Einwohnerzahl als auch ihrer Liste der flächengrößten Städte Deutschlands die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Südlich der Binnenalster liegt das historische Zentrum der Stadt. Der Liste geographischer Mittelpunkte von Hamburg in seinen gegenwärtigen politischen Grenzen soll ein Ort am Kuhmühlenteich im Stadtteil Hamburg-Uhlenhorst sein. Der nördlichste Punkt Hamburgs ist die Insel Scharhörn, der östlichste Altengamme, der südlichste der Krauel und der westlichste die Insel Nigehörn. ; Fließgewässer in Hamburg * Elbe (Unterelbe) mit Norderelbe, Süderelbe, Köhlbrand, Reiherstieg, Rethe, Dove Elbe und Gose Elbe * Nebenflüsse der Elbe: Seevekanal, Bille, Alster, Flottbek (Fluss) und Este (Fluss) * Nebenflüsse der Alster: Wandse (Wandse), Osterbek, Goldbekkanal, Isebekkanal, Tarpenbek, Saselbek, Rodenbek (Fluss), Bredenbek (Alster), Ammersbek (Fluss)

Verwaltungsgliederung

Die Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg legt fest, dass Bezirksämter zu bilden sind. Die Stadt ist verwaltungstechnisch in sieben Bezirke aufgeteilt. Jeder Bezirk gliedert sich in mehrere Stadtteile, von denen es in ganz Hamburg insgesamt 104 gibt; viele Stadtteile sind nochmals in Ortsteile gegliedert, deren Zahl seit 1. Januar 2011 auf 181 festgesetzt wurde. Einige Stadtteile im Kernbereich des Bezirks wurden bis 2008 direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks gab es jeweils ein eigenes Ortsamt. Insgesamt waren Ortsamt (Hamburg) eingerichtet. Anfang 2008 wurden durch eine Gebietsreform die Grenzen einzelner Stadtteile und Bezirke neu gezogen. So fiel der Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg vom Bezirk Harburg an Bezirk Hamburg-Mitte, und die Stadtteile Hamburg-Sternschanze im Bezirk Altona und Hamburg-HafenCity im Bezirk Hamburg-Mitte wurden neu geschaffen.

Exklaven

Zu Hamburg gehören die Nordseeinseln Neuwerk (Insel), Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Als Stadtteil Hamburg-Neuwerk unterstehen sie administrativ dem Bezirk Hamburg-Mitte, der deshalb nördlichster und westlichster Bezirk Hamburgs ist.

Nachbarstädte und Gemeinden

Folgende Städte und Gemeinde (Deutschland) grenzen an die Stadt Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt: * in Schleswig-Holstein: ** im Kreis Pinneberg (PI): Wedel, Appen, Pinneberg, Schenefeld (Kreis Pinneberg), Halstenbek, Rellingen, Ellerbek (Amt Pinnau) und Bönningstedt ** im Kreis Segeberg (SE): Norderstedt ** im Kreis Stormarn (OD): Tangstedt (Stormarn), Jersbek (Amt Bargteheide-Land), Ammersbek, Ahrensburg, Stapelfeld (Amt Siek), Barsbüttel, Oststeinbek, Glinde und Reinbek ** im Kreis Herzogtum Lauenburg (RZ): Wentorf bei Hamburg, Börnsen und Escheburg (beide Amt Hohe Elbgeest) und Geesthacht * in Niedersachsen: ** im Landkreis Harburg (WL): Drage (Elbe) (Samtgemeinde Elbmarsch), Winsen (Luhe), Stelle (Landkreis Harburg), Seevetal, Rosengarten (Landkreis Harburg) und Neu Wulmstorf ** im Landkreis Stade (STD): Jork ** im Landkreis Cuxhaven (CUX): Cuxhaven (Festland bei Neuwerk (Insel))

Klima

Hamburg liegt in der warmgemäßigten Klimazone und ist durch ein Seeklima geprägt. Aufgrund der durch vorherrschende Westwinde maritimen Einflüsse ist das Klima im Winter milder, im Sommer kühler als im östlichen Hinterland. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,4 °C, der kälteste der Januar mit 1,3 °C. Temperaturen um die 28 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. An der Wetterstation Hamburg-Fuhlsbüttel wurde ein Maximalwert von 37,3 °C (9. August 1992) gemessen. Das Klima ist ganzjährig feucht. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 773 mm Niederschlag, an durchschnittlich 52 Tagen im Jahr herrscht Nebel. Im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Sprichwörtlich ist das Hamburger Schmuddelwetter.

Geschichte

Die ältesten festen Behausungen datieren auf das 4. Jahrhundert v. Chr. für die Ortschaft, die von dem antiken Wissenschaftler Claudius Ptolemäus noch als Treva bezeichnet wurde. Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert siedelten sich Sachsen (Volk) im nordelbischen Raum an. Im 8. Jahrhundert entstand die Hammaburg, in der Karl der Große im Jahr 810 eine Taufkirche errichten ließ, um den heidnischen Norden zu missionieren. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Vertrag von Verdun überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Abodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen. Adolf III. (Schauenburg und Holstein) war im 12. Jahrhundert der Gründer einer Handels- und Marktsiedlung am westlichen Alsterufer. Maßgeblich durch das von Friedrich I. (HRR) 1189 verliehene Hafenrecht an diese SiedlungHamburger Geschichte am 10. Juli 2006. und die Handelsprivilegien für die ganze Unterelbe entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und galt mit ihren zeitweilig 600 Brauereien als „Brauhaus der Hanse“. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Ab 1510 galt Hamburg endgültig als Freie Reichsstadt. 1558 wurde die Hamburger Börse als eine der ersten Deutschlands eröffnet, im Jahre 1678 unter dem Namen Oper am Gänsemarkt die erste deutsche Oper am Gänsemarkt. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch. Die Stadt Hamburg erlebte ihre kulturelle Blüte vor allem im 17. und 18. Jahrhundert unter anderem mit der Gründung des Hamburgische Entreprise (1767). Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der Aufklärung und der Industrialisierung blieb die Stadt neben Berlin das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands. Hamburg blieb von den Auswirkungen des Dreißigjähriger Krieg verschont und konnte diesen zum Vorteil nutzen, um seine Vormachtstellung im Handel auszubauen. In ihrer wechselvollen Geschichte unterstand die Stadt der dänischen Königskrone (aber nie von Hamburg formal anerkannt), war Teil des Heiliges Römisches Reich und Hauptstadt des Départements Elbmündung (Département des Bouches de l’Elbe) im französischen Kaiserreich (Hamburger Franzosenzeit). 1813–1814 wurde Hamburg vom russischen Levin August von Bennigsen belagert. Als Freie Stadt trat es 1815 nach dem Wiener Kongress dem Deutscher Bund bei. 1867 wurde es Mitglied des von Otto von Bismarck initiierten Norddeutscher Bund und blieb 1871 Gliedstaat des nun in Deutsches Reich umbenannten Bundesstaates. Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger Brand 1842, die Choleraepidemie von 1892, der erhebliche Flächen- und Bevölkerungszuwachs 1937/38 durch das Groß-Hamburg-Gesetz, die Operation Gomorrha, die Zerstörung der Jüdische Gemeinde Hamburg (→ Geschichte der Juden in Hamburg), die Errichtung des KZ Neuengamme und seiner KZ Neuengamme#Die Außenlager im Stadtgebiet, die kampflose Übergabe an die englischen Truppen am 3. Mai 1945, die Sturmflut 1962, die Anbindung an das internationale Straßennetz und den Flugverkehr (Flugplatz Hamburg-Finkenwerder und Flughafen Hamburg), die Veränderung im Hafen und die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße in den 1980er-Jahren. Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet. Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitgehend selbständig und bietet dem Handel mit dem größten deutschen Seehafen gute Voraussetzungen.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Den bislang höchsten Einwohnerstand mit 1,86 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 1964. Stadtflucht und Suburbanisierung führten anschließend zu einem Bevölkerungsrückgang bis 1986 auf rund 1,6 Millionen Einwohner. Seitdem ist die Bevölkerungszahl auf 1,76 Millionen (November 2014) angestiegen. Für die kommenden Jahre (bis 2030) wird für Hamburg ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt, in der mittleren Projektion auf etwa 1,9 Millionen Einwohner. Neuerdings (2013) wird auch ein Wachstum auf über zwei Millionen Einwohner diskutiert. Rede vor dem Übersee-Klub Hamburg (PDF; 78 kB) 2010 und 2011 wurden in Hamburg erstmals seit Jahrzehnten wieder Geburtenüberschüsse verzeichnet. 2010 brachten Frauen in Hamburg 17.377 Kinder zur Welt, 2011 waren es 17.125. Dem standen 2010 17.060 und 2011 ebenfalls 17.060 Sterbefälle gegenüber. Daraus ergab sich 2011 ein positiver Saldo von 65 Einwohnern. Außerdem sorgten 93.466 Zuzüge bei nur 81.231 Fortzügen zu einer Bevölkerungszunahme von 12.235 Einwohnern gegenüber 2010.

Bevölkerungsstruktur

Herkunft

Ende 2013 hatten 550.000 Einwohner einen Migrationshintergrund (melderechtlich registrierte Personen mit Deutsche Staatsangehörigkeit und zugleich ausländischer Herkunft), dies sind ca. 31 Prozent aller Einwohner Hamburgs. Die Zahl an Ausländern (melderechtlich registrierte Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit) bezifferte sich Ende 2012 auf 238.000 Einwohner. Ende 2012 wurden 197.000 Personen eingebürgert und 78.000 waren Aussiedler und Spätaussiedler. Der Ausländeranteil betrug Ende 2013 13,2 Prozent. Vertreten waren 183 Staatsangehörigkeiten. Von den Einwohnern ohne deutsche Staatsangehörigkeit kamen Ende 2012 51.799 Personen aus der Türkei, 20.635 aus Polen, 11.732 aus Afghanistan und 11.081 aus dem ehemaligen Serbien und Montenegro. Aus Mitgliedsländern der Europäischen Union kamen mehr als ein Viertel aller in Hamburg gemeldeten Ausländer.

Beschäftigung

2012 waren in Hamburg insgesamt 1.161.100 Menschen erwerbstätig. 328.500 davon waren bei Öffentlicher Dienst und Unternehmen Dienstleistern, 386.900 im Handel, Verkehr, Gastgewerbe, sowie im Informations- und Kommunikationsbereich, 296.000 im Unternehmensdienstleistungsbereich (Finanzwesen, Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen), 108.900 im produzierenden Gewerbe, 39.100 im Baugewerbe sowie 2.300 in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft beschäftigt. (PDF; 1,4 MB)

Einkommen

2007 betrug das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen 35.887 Euro brutto jährlich. Weibliche Arbeitnehmer verdienten in Hamburg 2010 durchschnittlich rund 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. (PDF; abgerufen am 25. Oktober 2014) An den Flüssen und an der waldreichen Peripherie des Nordostens haben sich drei größere Gebiete etabliert, in denen die Einwohner durchschnittlich über ein besonders hohes Einkommen verfügen: in den Elbvororten im Westen, in den im Nordosten gelegenen Stadtteilen samt den Walddörfern und rund um die Außenalster bzw. nördlich von ihr im Bereich der nördlichen Stadtmitte. Hinzu kommt der im Osten liegende Stadtteil Hamburg-Marienthal. Die höchsten durchschnittlichen Einkünfte haben die Einwohner der Elbvororte. Hamburg-Nienstedten liegt mit durchschnittlich 170.408 Euro (2007) weit vorn, gefolgt von Hamburg-Blankenese mit 110.108 Euro. In den Walddörfern erreichen die Einwohner Hamburg-Wohldorf-Ohlstedt mit durchschnittlich 105.305 Euro (2007) die höchsten Einkommen. In den Stadtteilen rund um die Außenalster verfügen die Hamburg-Harvestehude über 88.746 Euro (2007). Hamburg ist die Stadt mit den meisten Millionären Deutschlands. Der Gürtel der einkommensschwachen Gegenden zieht sich von Hamburg-Billstedt im Osten bis an die östliche Hamburger Innenstadt; die Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg mit der Hamburg-Veddel und das südlich der Elbe gelegene Hamburg-Harburg; die westlichen Stadtteile Hamburg-Altona-Altstadt, Hamburg-Altona-Nord und Hamburg-St. Pauli. Darüber hinaus sind die östlichen Stadtteile Hamburg-Dulsberg, Hamburg-Barmbek-Nord und Hamburg-Steilshoop und der westliche Stadtteil Hamburg-Lurup betroffen. Das geringste durchschnittliche Einkommen haben die Einwohner der auf der Elbinsel gelegenen Stadtteile Veddel, Hamburg-Kleiner Grasbrook und Hamburg-Steinwerder mit 11.756 bis 15.491 Euro (2007). Danach folgt der Stadtteil Hamburg-Rothenburgsort mit 18.850 Euro. All diesen Stadtteilen ist die Nähe zum Hamburger Hafen und zu den Industrie- und Gewerbegebieten gemein. Der einkommensschwächste Stadtteil im zentralen Stadtgebiet ist Dulsberg mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 18.927 Euro. Der Stadtteil weist eine ältere, sehr dichte Bebauung auf.

Leistungsempfänger

Die Quote der Leistungsempfänger nach dem Zweites Buch Sozialgesetzbuch (kurz SGB II), die Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich Hartz IV) beziehen, lag hamburgweit im März 2013 bei durchschnittlich 10,3 Prozent und damit unter dem Durchschnitt des Stadtstaates Berlin und des Landes Freie Hansestadt Bremen von 14,5 Prozent. In den einkommensstarken Gebieten, in den nördlichen Stadtteilen, südlichen Randgebieten und im größten Teil des Bezirk Bergedorf sind vergleichsweise wenige Leistungsempfänger registriert. Die Quote liegt dabei teilweise bei unter einem Prozent. In den einkommensschwachen dichtbesiedelten Altbau-Stadtteilen Altona und St. Pauli sowie in Stadtteilen mit Hochhaussiedlungen wie Hamburg-Steilshoop, Lurup und Hamburg-Hausbruch liegt der Anteil der Hilfeempfänger höher. Bei über 22 Prozent Hilfeempfänger liegen die Stadtteile, die sich im Osten von Hamburg-Jenfeld bis in den Süden nach Wilhelmsburg ziehen und durch Industrie und/oder Hochhaussiedlungen wie Mümmelmannsberg oder Kirchdorf Süd geprägt sind. (PDF, S. 70/71)

Religionen und Weltanschauungen

Hamburg ist seit der Reformation eine Evangelische Kirche geprägte Stadt. Der Rat der Stadt Hamburg unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von 1577.Vgl. Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche (BSLK), S. 766; vgl, S. 17. Heute gehören fast 29 Prozent der Bevölkerung der evangelischen Kirche an, zehn Prozent bekennen sich zum Römisch-katholische Kirche Glauben. Allerdings ist die Zahl der evangelischen Glaubensanhänger in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, während die Mitgliederzahl der Katholischen Kirche konstant blieb. Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen für andere Konfessionen. So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. In Altona wurde bereits 1601 die heute noch bestehende Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona gegründet. Auch für die :Kategorie:Apostolische Gemeinschaften ist die Hansestadt ein wichtiger Ort. Von hier aus erfolgte die Trennung der Allgemeine christliche apostolische Mission von den Katholisch-apostolische Gemeinden und die Entwicklung zur Neuapostolische Kirche. Heute gibt es 16 Neuapostolische Kirchen in Hamburg, ebenso ist in Hamburg der Sitz der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland. Hamburg ist außerdem seit 1995 Sitz des Römisch-katholische Kirche Erzbistum Hamburg mit seinem Zentrum im Neuer Mariendom (Hamburg). Ende 2004 lag der Anteil der römisch-katholischen Bürger bei 10,1 %. (PDF; 351 kB) Evangelische Kirche in Deutschland: Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2004. korrigierte Ausgabe, Dezember 2005, hier: S. 7. Hamburg ist auch der Geburtsort der Jesus Freaks und der Flussschifferkirche, einem Kirchenboot im Binnenhafen (Hamburg). Seit 1910 gibt es auch in Hamburg Jehovas Zeugen. Darüber hinaus gibt es seit den 1960er-Jahren einen bedeutenden Anteil an muslimischer Bevölkerung sowie eine Judentum. Am 22. Juni 1957 wurde in Stellingen mit der Fazle-Omar-Moschee die erste Moschee Deutschlands nach dem Zweiter Weltkrieg von der Ahmadiyya Muslim Jamaat eröffnet. Auch asiatische Religionen sind in Hamburg in zunehmendem Maße vertreten. Die Anhängerschaft des Buddhismus besteht sowohl aus asiatischen Einwanderern als auch aus deutschstämmigen Konvertiten. Insbesondere die buddhistischen Richtungen Zen und Buddhismus in Tibet genießen eine gewisse Popularität.

Sprache und Mundarten

Bis weit ins 19. Jahrhundert war Niederdeutsche Sprache die allgemeine Umgangssprache in der Stadt. Dann wurde es vom Deutsche Sprache, das schon seit dem 16. Jahrhundert zunehmend als Schriftsprache Verwendung fand, immer stärker zurückgedrängt und verschwand um die Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich weitgehend aus dem öffentlichen Gebrauch. Gegen diesen Trend veröffentlichte die Pressestelle der Bürgerschaft 1980 eine plattdeutsche Fassung der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg. Der niederdeutsche Einfluss bleibt jedoch auch im Hochdeutschen allgegenwärtig und manifestiert sich besonders im „Missingsch“. Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie in Literatur, Zeitungskolumnen usw. gepflegt. Dokumentiert wird es im Hamburgisches Wörterbuch sowie in einigen dialektologischen Dissertationen.Gesinus Kloeke: Der Vokalismus der Mundart von Finkenwärder bei Hamburg. Phil. Diss. Leipzig. Hamburg 1913 (Mitteilungen aus dem Deutschen Seminar zu Hamburg I: 11. Beiheft zum Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalt XXX, 1912); Hugo Larsson: Lautstand der Mundart der Gemeinde Altengamme (in den Vierlanden bei Hamburg). Hamburg 1917 (1. Beiheft zum Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten XXXIV. 1916: Mitteilungen aus dem Deutschen Seminar zu Hamburg III). Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg-Theater, das Aufführungen in niederdeutscher Sprache anbietet. Infolge der starken Einwanderung seit den 1960er-Jahren sind in einigen Stadtteilen neben der deutschen Sprache auch andere Sprachen im öffentlichen Raum gegenwärtig (Portugiesisch im Hafenviertel („Portugiesenviertel“), Türkisch, Persisch, Paschto, Kurdisch und Albanisch in Hamburg-Altona, Hamburg-St. Georg, Harburg, Veddel und Hamburg-Wilhelmsburg) oder vor allem durch Teile der deutschstämmigen Aussiedler bzw. Spätaussiedler auch Russisch und Polnisch. Nach der Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2015 gehören rund 25.000 Hamburger der Dänische Minderheit in Deutschland an.

Persönlichkeiten

Die lange Geschichte Hamburgs weist eine große Anzahl von wichtigen Personen aus allen Bereichen auf. Die Liste von Persönlichkeiten der Stadt Hamburg kann daher nur eine Auswahl ohne Bewertung bieten und steht stellvertretend für die zahllosen ungenannten Menschen, die die Stadt prägten und von ihr geprägt wurden.


[ Quelle: Wikipedia | Stand: 02.03.2016 ]