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Köln ist mit mehr als einer Million Einwohnern die Liste der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen#Größte und kleinste Kommunen des Nordrhein-Westfalen sowie die Liste der Groß- und Mittelstädte in Deutschland der Deutschland. Die Stadt gehört zum Regierungsbezirk Köln und zur Region Köln/Bonn. Die heutige Großstadt am Rhein wurde in Römische Kaiserzeit unter dem Namen Oppidum Ubiorum gegründet und im Jahr 50 n. Chr. als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA) zur Stadtrechte erhoben. Köln besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung und gilt als einer der führenden Standorte des weltweiten Kunsthandels. Die Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen ist außerdem Sitz vieler Verband (Recht) und Massenmedien mit zahlreichen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagshäusern. Darüber hinaus zählt sie vor allem aufgrund des Kölner Doms, einer über 2000-jährigen Stadtgeschichte, zahlreicher international bedeutender Veranstaltungen sowie ihrem kulturellen und kulinarischen Erbe zu den wichtigsten Tourismus in Deutschland innerhalb Europas. Dank der Universität zu Köln (ca. 50.000 Studenten), der Technische Hochschule Köln (ca. 25.000 Studenten) und Hochschulen in Köln Hochschulen stellt sie des Weiteren den größten Bildungs- und Forschungsstandort innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr dar. Die günstige Lage am Rhein mit der Querung bedeutender West-Ost-Handelsstraßen und dem Sitz weltlicher sowie insbesondere Erzbistum Köln trug im Heiliges Römisches Reich zur überregionalen Geltung Kölns bei. Als Hansestadt wurde sie durch Freihandel zu einem wichtigen Handelsstandort. Ihre Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt zeigen heute der umfangreiche Schienenpersonenfernverkehr sowie der Bahnhof Köln Eifeltor, der zu den größten Umschlagbahnhof für den Kombinierter Verkehr gehört. Ergänzt wird die Infrastruktur durch Häfen und Güterverkehr Köln und den Flughafen Köln/Bonn.

Geographie

Geographische Lage und Klima

Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,17 Quadratmeter#Quadratkilometer, abgerufen am 16. November 2012. (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Ein Liste der flächengrößten Städte und Gemeinden Deutschlands haben in Deutschland die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie vier Kleinstadt und Mittelstadt in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Der Topografie (Kartografie) Referenzpunkt der Stadt, die Spitze des nördlichen Domturms, liegt auf 50° 56′ 33″ nördlicher Breite und 6° 57′ 32″ östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (Monte Troodelöh im Königsforst); der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) Höhe über dem Meeresspiegel.Bezirksregierung Köln: Topografische Karte 1:50.000 (TK 50), Blatt L 5106 Köln. Köln 2012, ISBN 978-3-89439-420-2.Bezirksregierung Köln: Topografische Karte 1:50.000 (TK 50), Blatt L 5108 Köln-Mülheim. Köln 2012, ISBN 978-3-89439-422-6. Die Stadt liegt in der Kölner Bucht, einer trichterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergisches Land und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinisches Schiefergebirge.Herbert Liedtke, Joachim Marcinek (Hrsg.): Niederrhein und Kölner Tieflandsbucht. In: Physische Geographie Deutschlands. Gotha 1995, ISBN 3-623-00840-0, S. 314–315. Diese geschützte, günstige Lage bewirkt für Köln ein mildes Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:Ministerium f. Umwelt, Raumordnung u. Landwirtschaft von Nordrhein-Westfalen: Klima-Atlas von Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 1989, . * Durch die Barriere der Eifel liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwindzone, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können. * Gleichzeitig wird durch den geringen Luftaustausch mit dem Umland eine Erwärmung begünstigt. Die Innenstadt Kölns, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort Deutschlands, noch vor Freiburg im Breisgau. * Damit verbunden ist aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist. Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2,4 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18,3 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 798 Millimeter, liegen damit im Deutschlandmittel und wesentlich höher als im westlich angrenzenden Rhein-Erft-Kreis (Erftstadt-Bliesheim: 631 mm) oder der Jülich-Zülpicher Börde (Zülpich: 582 mm), was bei Pendlern den Eindruck eines „Regenlochs“ erweckt. (338 kB) Laut Eurostat war Köln mit 263 Regentagen (Bezugsjahr 2004) die europäische Stadt mit den zweitmeisten Regentagen, 2001 dagegen lag Köln mit 206 im Mittelfeld von 40 deutschen Städten (Durchschnitt: 194 Regentage).

Geologie

Köln liegt am Südrand der Niederrheinische Bucht zum größten Teil im Bereich der Flussterrasse#Rhein, die vom Rhein aus terrassenartig leicht ansteigen. Der geologische Unterbau wird im Stadtgebiet aus bis zu 35 Meter mächtigen Sedimentation#Natürliche Sedimente des Eiszeitalters (Quartär (Geologie)) gebildet. Sie bestehen aus Kiesen und Sand#Einteilung und Bezeichnungen des Rhein-Maas-Delta.Josef Klostermann: Quartär der Niederrheinischen Bucht. Krefeld 1992, ISBN 3-86029-925-5. Ausläufer des Rheinisches Braunkohlerevier reichen bis Köln-Kalk: Um 1860 wurde dort das Bergwerk Gewerkschaft Neu-Deutz gegründet. Auf dem Gelände befindet sich heute die Brauerei der Brauerei & Brennerei Gebrüder Sünner, die das in den Stollen eindringende Grundwasser verwenden konnte. Status: 12. November 2009, abgerufen am 1. März 2010. Im tieferen Untergrund folgen Schichten des Tertiär und des Devon (Geologie).Harald Frater: Geologische Streifzüge – Köln, Bergisch Gladbach und Umgebung. Köln 2004, ISBN 3-7616-1754-2, S. 24–31. Die Boden (Bodenkunde) ist geprägt durch die Alluvialboden-Ebene (Geographie) am Rhein.Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von NRW 1:50.000, Blatt L5106 Köln. Krefeld 1973, ISBN 3-86029-462-8.Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von NRW 1:50.000, Blatt L5108 Köln-Mülheim. Krefeld 1980, ISBN 3-86029-463-6. In den westlichen Stadtteilen werden sie von Löss überdeckt, der zu ertragreichen, ackerbaulich genutzten Lehmböden (Parabraunerden) verwittert ist. Sie sind oft mit fruchtbaren Kolluvium vergesellschaftet, die in Senke (Geomorphologie) aus abgeschwemmtem Bodenmaterial entstanden. In der östlich anschließenden Rheinebene, die durch verlandete Altwasser (Fluss) gegliedert wird, lagerte der Rhein zum Ende der letzten Eiszeit sandige bis lehmige Sedimente ab. Daraus bildeten sich ertragreiche Parabraunerden und Braunerden, die ebenfalls ackerbaulich genutzt werden. In der Rheinaue entstanden durch periodische Überflutungen aus angeschwemmtem Bodenmaterial fruchtbare Braune Auenböden. Der äußerste Osten des Stadtgebietes zählt bereits zum Sockel des Rheinisches Schiefergebirge. Hier sind geologisch ältere Terrassensande und Düne verbreitet, aus denen meist ärmere Braunerden, saure Podsol-Braunerden und bei dichtem Untergrund staunasse Pseudogleye hervorgingen. Diese eher minderwertigen Böden werden als Heiden beziehungsweise waldwirtschaftlich genutzt. An Bachläufen und in Rinnen bildeten sich dort ebenso wie in der Rheinaue Grundwasser beeinflusste Gleye. Die Verschiedenheiten in Klima#Mikroklima (oder Kleinklima) und Bodenbeschaffenheit sind durch die große Fläche der Stadt erklärbar. Durch Tektonik Bewegungen des RheinGraben (Geologie)-Bruchs, abgerufen am 5. März 2010. entstanden um Köln ausgeprägte Geländekanten, wie etwa die Ville (Rheinland) bei Frechen. Unmittelbar westlich davon schließt sich Erdbebengebiet Kölner Bucht an, deren Epizentrum im Kreis Düren#Räumliche Lage liegt.Rolf Pelzing: Erdbeben in Nordrhein-Westfalen. Krefeld 2008, ISBN 978-3-86029-971-5. Zur Erdbebenvorhersage#Vorläuferphänomene wurde 2006 von der Abteilung Erdbebengeologie der Universität zu Köln ein Messnetz mit 19 „Strong-motion“-Stationen zwischen Aachen, Bensberg, Meckenheim (Rheinland) und Viersen installiert. Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hochschulbauförderung (HBFG), abgerufen am 5. März 2010. Mehrmals im Monat ereignen sich in der Kölner Bucht Richterskala#Einteilung, die nicht wahrnehmbar sind, zum Beispiel am 3. März 2010 um 16:45 Uhr (Stärke 1,6 nach der Richterskala) in zehn Kilometer Tiefe bei Mützenich (Monschau) in der Eifel., abgerufen am 5. März 2010.

Köln und der Rhein

Der Rhein, nach dem Austritt aus dem südlich von Köln gelegenen Schiefergebirge als Rhein#Niederrhein bezeichnet, tritt bei Godorf in die Stadt ein und verlässt sie bei Worringen. Das Gefälle des Rheins beträgt etwa 0,2 Promille. Sein aktueller Pegel (Wasserstandsmessung) lässt sich an der Pegeluhr des Pegel Köln ablesen. Der Normalpegel beträgt 3,48 Meter, was für eine Wassertiefe in der Fahrrinne von ca. 4,48 steht.http://www.steb-koeln.de/hochwasser-und-ueberflutungsschutz/akutes-hochwasser/der-koelner-pegel/der-koelner-pegel.jsp Pegelnull in Köln Mehrfach war Köln von Hochwassern des Rheins betroffen. Das schlimmste aufgezeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach dem extrem langen und kalten Winter 1783/84 ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten für einen Rekordpegel von 13,55 Meter. Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein; es gab 65 Tote. Die rechtsrheinisch gelegene bergische Kreisstadt Köln-Mülheim am Rhein, heute ein Kölner Stadtteil, wurde vollständig zerstört. Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser von 1926, Rheinhochwasser 1993 und 1995 Pegelstände von bis zu 10,69 Meter. Seit 2005 wird ein Hochwasserschutzkonzept umgesetzt, das durch feste oder mobile Wände die Stadt bis zu einem Pegelstand von 11,90 Metern schützt. Mehrfach führte der Rhein Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8 Uhr erreichte der Rhein am Pegel Köln die Marke von 0,80 Meter. Damit wurde der niedrigste aufgezeichnete Wert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 Meter breite Fahrwasser in der Mitte des Flusses noch einen Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschränkungen hinnehmen und wurde nicht, wie auf der Elbe, ganz eingestellt. Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630 Kubikmeter/Sekunde; 3,48 m (Normalwasserstand): 2000 m³/s; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 m³/s; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7200 m³/s; 10,0 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Zündorf): 9700 m³/s; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 m³/s.

Nachbargemeinden

Köln ist Zentrum eines Agglomeration#Agglomerationen in einzelnen europäischen Ländern. In einem geschlossenen Siedlungsraum grenzen folgende Städte im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, unmittelbar an das Stadtgebiet an: Leverkusen (kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Brühl (Rheinland), Hürth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) und Monheim am Rhein (Kreis Mettmann). Die Stadt Wesseling war zum 1. Januar 1975 nach Köln eingemeindet worden, erhielt nach einem Gerichtsentscheid am 1. Juli 1976 ihre Selbständigkeit zurück. 63,1 Prozent aller Einwohner der Stadt Köln wohnen linksrheinisch (Stand 2012).Statistisches Jahrbuch 2013, Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln Da das historische Stadtzentrum linksrheinisch liegt, wird die rechte Rheinseite mundartlich herablassend als „Schäl Sick“ bezeichnet.

Flora und Fauna

Köln verfügt über ausgedehnte Grünflächen, die im städtischen Bereich als Parks gestaltet, in den Außenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Daneben gibt es 22 Naturschutzgebiet (Deutschland), beispielsweise der Worringer Bruch im äußersten linksrheinischen Norden Kölns, ein ehemaliger, heute verlandeter Seitenarm des Rheins. Er bietet eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten und eine charakteristische Auen- und Waldlandschaft. Rechtsrheinisch finden sich hauptsächlich offene Wald- und Heidelandschaften wie beispielsweise die Wahner Heide, das Naturschutzgebiet Königsforst und der Dünnwalder Wald. Insgesamt hat Köln von allen Großstädten des Landes Nordrhein-Westfalen mit etwa 6000 Hektar Wald (15 % des Stadtgebiets) die größte Waldfläche und in Bezug auf die Einwohnerzahl die höchste Walddichte. (PDF) (Zugriff Okt. 2011) Die Fauna weist eine sehr hohe Zahl an Kulturfolgern auf. Neben Tauben, Mäusen und Ratten, die allgegenwärtig sind und oft als Plage wahrgenommen werden, sind Rotfuchs in bedeutender Zahl in das Stadtgebiet eingewandert. Sie sind mittlerweile in der Innenstadt zu finden, in der sie Kleingärten und Parks als Revier nutzen. Der durch Köln fließende Rhein ist infolge der Verbesserung der Wasserqualität wieder Heimat vieler ehemals vorhandener und neu eingewanderter Arten geworden. In den Kölner Grünanlagen haben sich, begünstigt durch das milde Klima, diverse nicht einheimische Tiere angesiedelt. Größere Population (Biologie) von Halsbandsittichen und dem Großen Alexandersittich leben unter anderem auf dem Melaten-Friedhof und dem Gelände der Köln-Riehl Heimstätten. Ursprünglich aus asiatischen Bergregionen (Indien, Afghanistan) für die Zoo- und Wohnungshaltung nach Deutschland eingeführt, haben sich diese Papageien/Sittiche als Neobiota etabliert. Die Angaben über die Größe der Populationen reichen von einigen 100 Exemplaren bis zu über 1000 Stück.

Geschichte

Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina die Jüngere zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ das Oppidum Ubiorum (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben;Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 515–599 () die Stadtrechte wurden offiziell am 8. Juli 50 verliehen. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania inferior. Um 80 n. Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Aus dem lateinischen Colonia, das in den meisten romanischen und einer größeren Zahl anderer Sprachen weiterhin als Name für Köln fungiert (beispielsweise Italienische Sprache und Spanische Sprache Colonia, Portugiesische Sprache Colônia, Katalanische Sprache Colònia, Polnische Sprache Kolonia, Türkische Sprache Kolonya, Arabische Sprache كولونيا beziehungsweise Kulunia; Niederländische Sprache Keulen), entwickelte sich über Coellen, Cöllen, Cölln und Cöln der heutige Name Köln (siehe Abschnitt #französische und preußische Herrschaft). Im Kölner Dialekt Kölsch (Sprache) wird die Stadt Kölle genannt.

Frühmittelalter

Im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken (Volk) die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts war Köln Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging anschließend im Reich Chlodwig I. auf, bewahrte sich starke Eigenständigkeit im Gebiet der Rheinfranken. Die romanische Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Laufe des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die wechselseitige Beeinflussung der fränkischen und lateinischen Dialekte ist anhand von Quelle (Geschichtswissenschaft) nachweisbar. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab Karolinger Zeit war der Bischof beziehungsweise Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich. 862 wurde Köln das erste Mal von Wikingern überfallen, die auf Schiffen anreisten. Es kam zu Verwüstungen und Plünderungen. Die Wikinger siedelten sich nachfolgend an Waal und Lek dauerhaft an, und es entstand ein reges Handelswesen zwischen den Normannen und den Rheinländern. Im Winter 881 endete die friedliche Zeit. Die Wikinger fielen in das Maasgebiet ein und plünderten zahlreiche Ortschaften und Städte. Ende Dezember tauchten mindestens drei ihrer Schiffe vor Köln auf und die nordischen Krieger verlangten Wegegeld. Im Januar 882 zahlte Köln nach zähen Verhandlungen ein hohes Danegeld in Silber an die Normannen. Die Stadt wurde deshalb zunächst verschont. Die Wikinger fuhren dann im Februar den Rhein aufwärts, plünderten und brandschatzten Bonn, Andernach und Trier. Auf der Rückreise oder während ihres Raubzüge der Wikinger in den Rheinlanden forderte die Raubhorde von den Kölnern erneutes Danegeld, das die ausgepressten Kölner nicht aufbringen konnten. Ihre Stadt wurde daraufhin ebenfalls gebrandschatzt. Nach der Verwüstung verstärkten die Kölner die maroden Mauern aus der Römerzeit, was sich im folgenden Jahr, 883, beim nächsten Wikingerbesuch als sehr nützlich erwies. Denn Köln ging in diesem Jahr, anders als die soeben wieder errichteten Städte Bonn und Andernach, nicht in Flammen auf. Unter den Liudolfinger spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des Heiliges Römisches Reich an das Byzantinisches Reich, seit die Kaiserin Theophanu (HRR), gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die romanische Kirchenbauten hervorbrachten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender und politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Der Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Köln war Kurfürst des Mitte des 10. Jahrhunderts gegründeten Kurköln. Die Dreikönigenschrein der Heilige drei Könige von Mailand nach Köln durch Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machte die Stadt zu einem wichtigen Ziel für Pilger.

Größte Stadt im mittelalterlichen Deutschland

Köln wurde im Hochmittelalter mit etwa 40.000 EinwohnernEdith Ennen: Die europäische Stadt des Mittelalters, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1972 (4. Auflage 1987, ISBN 3-525-01341-8), S. 201. größte Stadt des deutschsprachigen Raums, sodass ihre Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten. Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27. Juli und 18. August 1180) wurde die damals längste Stadtmauer (Köln) mit zwölf Torburgen und 52 Wehrtürmen in der Ringmauer, 22 Pforten und kleinen Toren in der Rheinmauer gebaut und etwa 1250 fertiggestellt. Sie war gewaltiger als die fast zur gleichen Zeit errichtete Mauer König Philipp II. (Frankreich) in Paris und 7,5 km lang. Die zwölf Tore - sieben gewaltige Doppelturmtorburgen, (davon erhalten das Eigelsteintorburg und Hahnentorburg), drei riesige Turmtorburgen, (davon erhalten das Severinstorburg), und zwei kleinere Doppelturmpforten (siehe Ulrepforte) – in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert – sollten an das himmlische Jerusalem erinnern. Seit dem 12. Jahrhundert führte Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung Sancta im Stadtnamen: Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia – Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Der Name Dat hillige Coellen oder die hillige Stat van Coellen war ein Begriff dieser Zeit. Noch heute heißt Köln im Volksmund „et hillije Kölle“. Oberbürgermeister Schramma: „Et hillije Kölle“. Abgerufen am 11. August 2011. Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248.

Spätmittelalterliches Köln

Am 7. Mai 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zum Wohlstand der Stadt beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht von Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs Siegfried von Westerburg (1275–1297) gegen das des Grafen Adolf V. (Berg) von Herzogtum Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift, und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur Freie und Reichsstädte dauerte allerdings noch bis 1475. Die Auseinandersetzungen zwischen dem patrizischen Rat und den nicht im Rat vertretenen Zünften führte am 20. November 1371 zum blutigen Kölner Weberaufstand. 1396 wurde durch eine unblutige Revolution die Patrizierherrschaft in Köln endgültig beendet. An ihre Stelle trat eine ständische Verfassung, die sich auf die Organisation der Gaffel (Köln) stützt. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung innerhalb des kölnischen Patriziats, bei dem die Partei der Greifen mit ihrem Führer Hilger Quattermart von der Stesse von der Partei der Freunde des Konstantin von Lyskirchen entmachtet wurde. Hilger Quattermarts Verwandter Heinrich von Stave wurde am 11. Januar 1396 auf dem Neumarkt (Köln) hingerichtet, viele der Greifen wurden zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt. Am 18. Juni 1396 versuchte Konstantin von Lyskirchen, alte patrizische Rechte wiederherzustellen. Die dagegen protestierenden Handwerker- und Kaufleutezünfte wurden von ihm „vom hohen Ross herab“ nach Hause geschickt. Daraufhin nahmen die Zünfte die Freunde in ihrem Versammlungsraum gefangen. Die Greifen wurden befreit. Am 24. Juni 1396 trat ein 48-köpfiger provisorischer Rat aus Kaufleuten, Grundbesitzern und Handwerkern zusammen. Der Stadtschreiber Gerlach von Hauwe formulierte daraufhin den so genannten Kölner Rat bis 1796#Verbundbrief, der am 14. September 1396 von den 22 so genannten Gaffeln unterzeichnet und in Kraft gesetzt wurde. Die Gaffeln sind heterogen zusammengesetzt. In ihnen sind die entmachteten Patrizier, Ämter, Zünfte und Einzelpersonen zusammengefasst, hingegen nicht die zahlenmäßig sehr starke Geistlichkeit; jeder kölnische Bürger musste einer Gaffel beitreten. Der Verbundbrief konstituierte einen 49-köpfigen Rat, mit 36 Ratsherren aus den Gaffeln und 13 Gebrechtsherren, die berufen wurden. Der Verbundbrief blieb bis zum Ende der Freien Reichsstadt 1794 in Kraft.

Frühe Neuzeit

Ab 1500 gehörte Köln zum neu geschaffenen Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis, das Umland (Kurköln) hingegen zum 1512 neu geschaffenen Kurrheinischer Reichskreis. 1582 sagte sich der Kölner Erzbischof Gebhard I. von Waldburg von der katholischen Kirche los, proklamierte die Gleichstellung von Katholizismus und Protestantismus in seinem Herrschaftsgebiet und heiratete später die protestantische Stiftsdame Agnes von Mansfeld-Eisleben. Da er sich jedoch weigerte, die im Augsburger Religionsfrieden von 1555 verankerte Klausel des Reservatum ecclesiasticum (einer Ausnahme des ansonsten geltenden, im Vertragswerk festgelegten Grundsatzes Cuius regio, eius religio) auf sich anzuwenden und somit entsprechend der Klausel auf das ihm übertragene Amt des Kölner Erzbischofs - immerhin einer von drei mit der Kurwürde ausgestatteten Fürstbischof des Reichs und als solcher zugleich in Personalunion Reichserzkanzler von Reichsitalien - zu verzichten, wurde er von Papst Gregor XIII. Exkommunikation und der verlässliche katholische Ernst von Bayern (1554–1612), der bei der Wahl Gebhards zum Kölner Erzbischof unterlegen gewesen war, zu seinem Nachfolger bestimmt. Hätte Gebhard Truchsess von Waldburg seinen Plan verwirklichen können, wäre zudem die katholische Mehrheit im Kurfürstenkollegium gebrochen gewesen. Da er entgegen den Reichstagsbeschlüssen auf seiner Position verharrte, kam es zum Truchsessischer Krieg (Kölner Krieg), der von 1583 bis 1588 dauerte und in dessen Verlauf Köln-Deutz, Bonn und Neuss verwüstet wurden. Der Krieg gab in seiner Zerstörungskraft einen Vorgeschmack auf die kommenden konfessionellen Auseinandersetzungen im Heiligen Römischen Reich. Der Dreißigjähriger Krieg ließ die Stadt unversehrt. Das lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig.Zur Geschichte der Stadt Köln im Dreißigjährigen Krieg vergleiche: Hans-Wolfgang Bergerhausen: Die Stadt Köln im Dreißigjährigen Krieg. In: Stefan Ehrenpreis (Hrsg.): Der Dreißigjährige Krieg im Herzogtum Berg und in seinen Nachbarregionen. Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch 2002 (Bergische Forschungen. Quellen und Forschungen zur bergischen Geschichte, Kunst und Literatur. Bd. 28), S. 102–131. Köln wird zum Fluchtzentrum für hohe Katholikenführer, die von Köln aus versuchen, die gegen Schweden oder andere protestantische Mächte verlorenen Gebiete zurückzuerobern. Außerdem sind reiche Kölner Geschäftsleute als hohe Kreditgeber an die katholischen Mächte in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt – ganz im Sinne des Heiliger Stuhl.Sonderausstellung des Stadtmuseums Köln 2014 „Köln in unheiligen Zeiten. Die Stadt im Dreißigjährigen Krieg“ Bis auf Deutz gehörten die rechtsrheinischen Stadtbezirke Kölns bis 1802 zum Herzogtum Berg. Das Gebiet innerhalb des Bischofsweg (Köln), was in etwa den heutigen vier Stadtteilen zu Alt- und Neustadt entspricht, bildete die Freie Reichsstadt Köln. Die übrigen Stadtbezirke waren Teil des Kurköln.

Französische Herrschaft

Mit dem Einzug der französischen Truppen am 6. Oktober 1794 während der Koalitionskriege endete die Geschichte der freien Reichsstadt. Die Stadt, die versucht hatte, neutral zu bleiben, wurde kampflos an den Befehlshaber des linken Flügels der Rheinarmee, Jean-Étienne Championnet, übergeben.Arnold Stelzmann, Robert Frohn: Illustrierte Geschichte der Stadt Köln. 11. Auflage. Bachem, Köln 1990, ISBN 3-7616-0973-6, S. 233 f. Wie das gesamte linksrheinische Gebiet wurde die Stadt Bestandteil der Frankreich und 1798 in das Département de la Roer eingegliedert, dessen Hauptstadt nicht Köln, sondern Aachen wurde. Köln wurde Sitz eines Unterpräfekten des Arrondissement de Cologne. Viele Kölner Bürger begrüßten die französischen Revolutionstruppen als Befreier, am Neumarkt wurde ein Freiheitsbaum errichtet. Die bis dahin benachteiligten Juden und protestantischen Christen wurden gleichgestellt. Trotz der oft drückenden Kontributionen blieben die Bürger loyal zum Kaiserreich Napoleons. Bei seinem Besuch der Stadt am 13. September 1804 wurde er begeistert empfangen. 1812 wurde der Stadt der Titel einer Bonne ville de l’Empire français verliehen.

Preußische Herrschaft, Schreibweise „Cöln“

1815 wurde das Rheinland mit der Stadt Köln nach den Befreiungskriegen infolge des Wiener Kongresses Teil des Preußen. Mit der Angliederung an Preußen gewann nationalistisches Denken zunehmend an Bedeutung. Die liberalen französischen Gesetze wie der Code civil blieben jedoch in Kraft. Der Name der Stadt wurde sofort „germanisiert“. Der preußische Innenminister bestimmte 1900 durch einen Erlass, hinter dem der König und deutsche Kaiser Wilhelm II. (Deutsches Reich) stand, dass die Stadt fortan nur mit C geschrieben werden durfte. Die liberalen Zeitungen wie die Kölnische Zeitung hielten sich allerdings nicht daran. Nach dem Ende des Kaiserreichs 1918 verkündete das Städtische Nachrichtenamt unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer am 1. Februar 1919: Köln wurde nicht zuletzt wegen des Engagements der Kölner Bankhäuser im Laufe der folgenden Jahrzehnte zur wichtigsten Stadt in Preußen nach Berlin. 1880 wurde nach 632 Jahren auf Betreiben des Königs von Preußen und deutschen Kaisers der Bau des Kölner Doms abgeschlossen – zumindest weitgehend, denn damals waren Reparaturarbeiten aufgrund des jahrhundertelangen Stillstands notwendig, ebenso wie heute infolge insbesondere der Schäden im Zweiten Weltkrieg und Umwelteinflüssen. Weil diese Arbeiten vermutlich nie abgeschlossen sein werden, wird der Dom als die „ewige Baustelle“ bezeichnet, was Heinrich Heine schon 1844 persiflierte: Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt durch Kauf und Schleifung der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Festungsrayon erweitert. Begrenzt wurde die Stadt durch den Festungsring Köln. Die Besiedlung der Neustadt (Köln-Neustadt-Nord, Köln-Neustadt-Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für deren Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont.

20. Jahrhundert

1915 wurde in Köln anlässlich des Erster Weltkrieg ein so genanntes Kriegsnagelungen aufgestellt, Dä kölsche Boor en Iser. Die Figur gilt als eine der künstlerisch wertvollsten in Deutschland und befindet sich heute im Kölner Stadtmuseum. Am 28. September 1917 wurde Konrad Adenauer erstmals zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Anerkennung der größten Hochschule für Musik und Tanz Köln Deutschlands am 5. Oktober 1925 und die Ansiedlung des damals größten Arbeitgebers in Köln, den Ford Deutschland, am 18. Oktober 1929. Köln litt – wie die ganze Weimarer Republik – unter einer Deutsche Inflation 1914 bis 1923. Nach Deutsche Inflation 1914 bis 1923#Die Hyperinflation des Jahres 1923 kam es zu einer Währungsreform: zunächst wurde die Rentenmark und Ende August 1924 die Reichsmark eingeführt. Wie vielerorts gab es in Köln lokales Notgeld. Unter der Weltwirtschaftskrise ab Herbst 1929 litt Köln. Im Mai 1931 begann in ganz Mitteleuropa eine Weltwirtschaftskrise#Bankenkrise.

Köln in der Zeit des Nationalsozialismus

Bei der Reichstagswahl März 1933 erzielte die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei im Wahlkreis Köln-Aachen 30 % (Zentrum 35,9 %); am 6. November 1932 waren es erst 17,4 % gewesen (Zentrum 39,3 %). Adenauer wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialismus am 13. März 1933 beurlaubt und am 17. Juli 1933 endgültig aus seinem Amt entlassen.: „Am 13. März 1933 verließ Adenauer früh morgens Köln Richtung Berlin, das Rathaus wurde besetzt und Regierungspräsident Elfgen beurlaubte ihn. Im April 1933 wurde Adenauer vorläufig vom Dienst suspendiert  Das Dienststrafverfahren gegen ihn wurde am 4. Juni 1934 zu Adenauers Gunsten eingestellt.“ Im Zweiter Weltkrieg fielen die ersten Bomben am 18. Juni 1940 auf Köln. Das britische RAF Bomber Command intensivierte ab 1942 den Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg. Köln war Ende Mai 1942 das Ziel des ersten Angriffs mit Tausend-Bomber-Angriff - der „Operation Millennium“. Am 29. Juni 1943 wurde die Stadt nachts durch Maschinen der Royal Air Force und tagsüber von Bombern der United States Army Air Forces schwer getroffen, durch die Flächenbombardements war die Innenstadt nun zu über 90 Prozent zerstört; dabei wurde der Kölner Dom schwer beschädigt. Am 2. März 1945, wenige Tage vor dem Einmarsch der United States Army, gab es einen letzten Luftangriff auf die Stadt am Rhein. Die Einwohnerentwicklung von Köln#Von 1939 bis 1945 sank von über 772.000 (Mai 1939) bis Kriegsende auf rund 104.000 Einwohner (42.000 linksrheinisch am 4. April 1945, 62.000 rechtsrheinisch am 5. Mai 1945; 491.380 bei der ersten Volkszählung nach dem Krieg am 29. Oktober 1946), die nach dem Einmarsch der US-Truppen am 4. März 1945 registriert wurden.Carl Dietmar, Werner Jung: Kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln. 9. Auflage. Bachem, Köln 2002, ISBN 3-7616-1482-9, S. 271. Die First United States Army erreichte Köln im Rahmen der Operation Lumberjack am 5. März. Im Zuge der Endphaseverbrechen wurden von Januar bis März 1945 in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer und etwa 8000 jüdische Kölner von den Nationalsozialisten ermordet.

Köln nach dem Krieg

Erst im Verlauf des Jahres 1959 erreichte die Bevölkerungszahl Kölns wieder den Stand vom Mai 1939. Mit der durch das Köln-Gesetz 1975 durchgeführten Gebietsreform überschritt die Einwohnerzahl die Millionengrenze und Köln wurde neben West-Berlin, Hamburg und München zur vierten Millionenstadt Deutschlands. Nach der Wiederausgliederung Wesselings am 1. Juli 1976 lag die Einwohnerzahl jedoch bis zum Mai 2010 wieder unter einer Million.

Religionen

Historisch ist Köln wie das gesamte Rheinland, abgesehen von Teilen des Bergisches Land und einigen Städten am Niederrhein (Duisburg, Moers), Römisch-katholische Kirche geprägt; so waren Ende 2014 36,3 Prozent der Einwohner katholisch sowie 15,9 Prozent Evangelische Kirche. 47,8 Prozent sind demnach konfessionslos oder Anhänger einer anderen Religion. (PDF), abgerufen am 11. September 2015

Christentum

Spätestens seit dem Jahr 313 ist Köln Bischofssitz (Erzbistum Köln). Die Bischofskirche dieser Zeit ist nicht bekannt. Der Kölner Dom gilt erst seit der Gotik als das prägende Wahrzeichen der Stadt. Die romanische Kirche des Benediktinerklosters Groß St. Martin und der Rathausturm bestimmten bis zur Fertigstellung des Domes im deutschen Kaiserreich die Silhouette der Stadt maßgeblich mit. Köln hatte nach der Überführung der mutmaßlichen Knochen der Heiligen Drei Könige am 23. Juli 1164 schnell den Rang als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation inne. Die erste Reise der frisch gekrönten Kaiser und Könige führte von Aachen an den Dreikönigenschrein, den Erzbischof Philipp I. von Heinsberg für die Gebeine anfertigen ließ. Die Pilgermassen brachten viel Geld mit in die Stadt, was zu einer verstärkten Ansiedlung und einem sprunghaften Anstieg der Stadtbevölkerung führte. Die Nachfolger Philipp I. von Heinsbergs ließen ab 1248 einen neuen Kölner Dom bauen, dessen Errichtung aufgrund von Streitigkeiten mit dem Stadtrat und der darauf folgenden Vertreibung des Fürstbischofs aus Köln immer langsamer voranging und schließlich völlig zum Erliegen kam. Köln entwickelte sich im Mittelalter zu einem Zentrum des Reliquienhandels, da die mittelalterlichen Menschen hofften, durch den Besitz eines heiligen Gegenstandes oder Knochen einer oder eines Heiligen der Erlösung näher zu kommen. Diese Bedeutung der Stadt brachte ihr den Namen „heiliges Köln“ ein. Die Bedeutung der Religion zeigt sich im Wappen, auf dem die drei Kronen der Heiligen Drei Könige und die elf Flammen der heiligen Ursula von Köln und ihrer Gefährtinnen, die in Köln den Märtyrertod erlitten haben sollen, dargestellt sind.

= Neuzeit

= Einer der zahlreichen Höhepunkte in der jahrtausendelangen Christentum Geschichte Kölns war der Weltjugendtag 2005 vom 15. August bis 21. August 2005. Rund 26.000 Freiwillige aus 160 Staaten begrüßten Gäste aus 196 Staaten in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf. Zu diesem Großereignis der „jungen katholischen Kirche“ waren bis zur Abschlussmesse auf dem Marienfeld (Weltjugendtag), einem stillgelegten Tagebau nahe dem Vorort Frechen, über eine Million Menschen im Kölner Großraum. Papst Benedikt XVI. unternahm zu diesem Anlass seine erste Pontifikalreise nach seiner Amtseinführung und besuchte die Stadt vom 18. August bis 21. August. Bei dieser Gelegenheit bestätigte er den Titel „heiliges Köln“. Köln war vom 6. bis 10. Juni 2007 zum zweiten Mal nach 1965 Gastgeberin für den Deutscher Evangelischer Kirchentag 2007 mit etwa 160.000 Teilnehmern. Der Evangelische Kirchenkreis Köln und Region umfasst 299.000 Protestanten gegenüber 420.000 Katholiken allein im Stadtkreis.

= Wallfahrtsorte

= Für die Stadt Köln haben neben den Heiligen drei Königen und der Ursula von Köln der heilige Albertus Magnus in St. Andreas (Köln) und die heilige Edith Stein (Theresia Benedicta a Cruce), eine von den Nationalsozialisten ermordete Philosophin und Ordensfrau, eine Bedeutung für Wallfahrten. Dazu kommen noch: * der selige Adolph Kolping, „Gesellenvater“, in der Minoritenkirche (Köln) * der selige Johannes Duns Scotus, ein wichtiger Philosoph, ebenfalls in der Minoritenkirche * die Schwarze Mutter Gottes. in der Kirche St. Maria in der Kupfergasse * das Gnadenbild zur Freudenreichen Mutter in der Kirche St. Mariä Geburt (Köln-Stammheim) (PDF; 513 kB) * die Brüder Ewaldi in der Basilika St. Kunibert (Köln) * der heilige Maternus in der St. Maternus-Kapelle in RodenkirchenRodenkirchen erinnert sich – Runder Tisch zur Geschichte Rodenkirchens, Maternuswallfahrten 16. Sept * Schmerzhafte Mutter in St. Marien in Kalk * Heiliger Servatius in St. Servatius in Immendorf * Heiliger Wendelin in Sankt Vitalis in Müngersdorf

Judentum

Die Judentum Gemeinde in Köln ist die älteste nördlich der Alpen.Ernst Weyden: Geschichte der Juden in Köln am Rhein von der Römerzeit bis in die Gegenwart. Nebst Noten und Urkunden. Köln 1867 (). Sie bestand schon 321 zur Zeit von Konstantin der Große. Demnach muss es eine ältere Synagoge Köln gegeben haben. 1183 wies der Erzbischof den Juden ein eigenes Gebiet zu, in dem sie einigermaßen in Frieden leben konnten. Dieses Viertel in der Altstadt, das mit eigenen Toren geschlossen werden konnte, war umrissen von der Portalgasse, der Judengasse, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Es war ausschließlich den Juden vorbehalten. Damit war das erste Ghetto in Köln geschaffen. Die unter dem Rathausvorplatz liegende Mikwe kann über einen separaten Zugang besichtigt werden. In der Bartholomäusnacht 1349 kam es zu einem Pogrom, der als „Judenschlacht“ in die Stadtgeschichte einging. Ein aufgebrachter Mob drang in das Kölner Judenviertel ein und ermordete die meisten Bewohner. In dieser Nacht vergrub eine Familie hier ihr Eigentum. Der Münzschatz wurde bei Ausgrabungen 1954 entdeckt und ist im Kölnisches Stadtmuseum ausgestellt. 1424 wurden die Juden „auf alle Ewigkeit“ aus der Stadt verbannt. Zwischen 1424 und dem Ende des 18. Jahrhunderts durfte sich ohne Erlaubnis des Kölner Rats kein Jude in der Stadt aufhalten. Nach dem Einzug der französischen Revolutionsarmee wurden die jüdischen und protestantischen Bürger den katholischen gleichgestellt. Erst 1801 entstand unter französischer Verwaltung eine neue jüdische Gemeinde. Bis 1933 lebten wieder rund 18.000 Juden in Köln. Sie hatten sich unter preußischer Herrschaft wieder ansiedeln dürfen. Während der Novemberpogrome 1938 wurden die Synagogen Synagoge Glockengasse (Glockengasse), in der Roonstraße, auf der Mülheimer Freiheit und in der Körnerstraße sowie ein Betsaal in Deutz in Brand gesteckt. Die bis 1941 in Köln verbliebenen Kölner jüdischen Glaubens wurden in Sammellagern des Fort IX (eine der ehemaligen preußischen Festungsanlagen im Festungsring Köln im Kölner Grüngürtel) und auf dem Kölner Messegelände eingesperrt und später Deportation von Juden aus Deutschland. 8000 jüdische Kölner wurden in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet. Die heutige Synagogengemeinde hat wieder über 4850 Mitglieder. Sie besitzt einen Friedhof, eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi), ein Jüdische Speisegesetze Restaurant, ein Jugendzentrum und ein Altersheim mit Seniorentreff. Die Gemeinde wird von zwei orthodoxen Rabbinern geleitet. Ihre 1959 wieder aufgebaute große Synagoge steht in der Roonstraße am Rathenauplatz (Köln). Seit 1996 gibt es außerdem die kleine jüdische liberale Gemeinde Gescher Lamassoret („Brücke zur Tradition“), die zur Union progressiver Juden in Deutschland gehört. Ihre Synagoge liegt im Souterrain der evangelischen Kreuzkapelle in Köln-Riehl.

Islam

Wegen des im Verhältnis zur übrigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990) hohen Anteils von Einwanderern aus der Türkei und deren Nachkommen sowie der damals zentralen Lage im Land richteten die wichtigsten Islamische Organisationen in Deutschland ihren Sitz in Köln und Umgebung (Kerpen) ein. Am Hauptsitz der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) entsteht im Kölner Stadtteil Köln-Ehrenfeld die DITIB-Zentralmoschee Köln mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten samt frei zugänglichem Innenhof, die das bisherige Zentrum – ein früheres Fabrikgebäude – ersetzt. Nach Protesten und Diskussionen wurde die Planung modifiziert: Im Innern wurden weniger Geschäfte und Nebenräume eingeplant, die äußerliche Gestaltung nach dem Entwurf des Kölner Architekten Paul Böhm blieb hingegen erhalten. Der Gebetsraum soll bis zu 1200 Gläubigen Platz bieten. Der tägliche Ruf des Muezzins soll ausschließlich im Inneren der Moschee zu hören sein. Am 7. November 2009 fand die Grundsteinlegung für den Neubau statt.

Einwohnerentwicklung

Köln war in den 1970er-Jahren infolge von Eingemeindungen aufgrund des Köln-Gesetzes kurzzeitig Millionenstadt: im Zuge der letzten Eingemeindungen zum 1. Januar 1975 wurde die Bevölkerungszahl von einer Million erreicht. Nachdem die Stadt Wesseling jedoch zum 1. Juli 1976 durch eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen wieder ausgegliedert werden musste, sank die Einwohnerzahl erneut unter die Millionengrenze. Seit dem 31. Mai 2010 ist Köln nach Angaben des Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen mit 1.000.298 Einwohnern (nur Hauptwohnsitze)Stadt Köln: , vom 27. September 2010. wieder offiziell die vierte Millionenstadt Deutschlands.Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen: , vom 27. September 2010. In den kommenden Jahren soll Kölns Bevölkerungszahl weiter wachsen. In der aktuellen Modellrechnung im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen vom 28. April 2015 rechnet der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen mit einer deutlich stärkeren Zunahme der Einwohnerzahl für die Stadt Köln auf rund 1.243.000 bis zum Jahr 2040. Köln ist die größte deutsche Stadt, die weder (wie Berlin und Hamburg) ein eigenes Bundesland bildet, noch die Hauptstadt eines Bundeslandes ist.

Mundart (Kölsch)

Kölsch (Sprache) ist die in der Stadt Köln und im Umland (in verschiedenen Varianten und in unterschiedlicher Ausprägung) gesprochene Mundart. Es zählt zum Ripuarischen innerhalb des Mittelfränkischen, das sich mit der Benrather Linie (maache-make-Grenze) bei Düsseldorf zum Niederfränkisch abgrenzt. Im Süden und Osten von Köln verlaufen weitere Mundartlinien, die im Rheinischer Fächer dargestellt werden (siehe Kölsch (Sprache)). Webseite abgerufenen am 10. Oktober 2013


[ Quelle: Wikipedia | Stand: 02.03.2016 ]