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Nürnberg (Ostfränkische Dialektgruppe Nämberch) ist eine Kreisfreie Stadt Großstadt im Mittelfranken des Freistaat (Republik) Bayern. Sie ist mit Einwohnerentwicklung von Nürnberg (Stand ) nach München die zweitgrößte Stadt Bayerns und gehört zu den Liste der Großstädte in Deutschland. Zusammen mit den Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach leben rund 1,2 Millionen Menschen im Ballungsraum Nürnberg, der in Franken (Region) wirtschaftlich und kulturell auch das Zentrum der 3,5 Millionen Einwohner zählenden Metropolregion Nürnberg darstellt.

Name, Wappen und Signet

Der Name der Stadt leitet sich von nor für steiniger Fels ab und bezeichnete den von weit her sichtbaren Keuperfels mit der Burg. Sie und die zu ihren Füßen entstandene Siedlung wurden wohl nach dem Felsberg benannt.Herbert Maas: Mausgesees und Ochsenschenkel. Kleine nordbayerische Ortsnamenkunde. 3. Auflage. Nürnberg 1995, S. 160 f. Daneben gibt es die These, dass sich der Name der Stadt von dem Personennamen Noro ableitet.
Vgl. Alfred Bammesberger: Weitere Überlegungen zum Namen der Stadt Nürnberg. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Bd. 87 (2000).
Andere Deutungen wie „Nero-berg“, „Nur-ein-Berg“ oder „Neuberg“ erwiesen sich als falsch. Der Beiname Noris kam bereits im Humanismus auf. Erstmals bezeichnete Helius Eobanus Hessus Nürnberg als „noris amoena“ (liebliche Noris). Hessus lehnte sich dabei an die lateinische Schreibung des Stadtnamens in Urkunden als „Noricum“ oder „Norimberg“ an. Der Arzt Johann Helwig personifizierte 1650 in einer Dichtung diesen Beinamen als mythische Nymphe Noris, die seitdem als bildungssprachliche Allegorie der Stadt häufig Verwendung findet. Blasonierung Großes Wappen: „In Blau ein goldener Jungfrauenadler mit naturfarbenem, jugendlichem Haupt mit goldenem, wallendem Haar und goldener Blattkrone.“ Dieses Wappen wurde schon im Siegel von 1220 verwendet und versinnbildlicht das Reich (Reichsstadt). Der Kopf wurde zeitweise als Frauenkopf dargestellt. In seiner heutigen Form wurde das Große Wappen 1936 verliehen und 1963 vom Stadtrat bestätigt. Es wird in der Regel in den Behördensiegeln (nicht jedoch vom Standesamt, welches das amtliche bayerische Wappen führt), von den Bürgermeistern und vom Stadtrat und auf historischen städtischen Gebäuden geführt und darf nur mit einer Ausnahmegenehmigung, die nur selten erteilt wird, von Vereinen oder Firmen verwendet werden.Die Paragraphen 3 bis 9 der regeln die Genehmigungspflicht für die beiden Stadtwappen. Blasonierung Kleines Wappen: „Gespalten, vorne in Gold ein halber, rot gezungter und golden bewehrter schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.“ Die Schrägteilung ist schon seit 1260 nachweisbar. Der Reichsadler kam ab 1350 hinzu und stellte somit das Rücksiegel dar. Seit 1513 wurde diese Abbildung in den Siegeln der Ämter und Außenbehörden Nürnbergs verwendet, wobei die Zahl der Schrägbalken und die Farbgebung mehrmals variierten. Die heute noch gebräuchliche Form wurde 1936 zusammen mit dem Großen Wappen verliehen. Aus dem Kleinen Wappen leitet sich auch die Stadtflagge ab. Das Kleine Wappen darf zu Werbezwecken von in Nürnberg ansässigen Unternehmen geführt oder auf Waren angebracht werden, solange nicht der Eindruck einer amtlichen Verwendung entsteht und das Wappen heraldisch und künstlerisch korrekt wiedergegeben wird. Beide Stadtwappen sind genehmigungspflichtig. Ein Signet verwendet die Stadt neben den traditionellen Wappen seit den 70er Jahren. Das ursprüngliche Signet, auch Logo genannt, zeigte ein stilisiertes N, das an die von Rot und Silber geteilte Seite des Kleinen Stadtwappens erinnert. 1993 wurde dann ein Stadtlogo entwickelt, das die langgezogene Silhouette der Nürnberger Burg aufgriff und sich als Erkennungszeichen der Stadt etablierte. Allerdings gelang es nicht, daraus ein einheitliches Corporate Design zu entwickeln. Außerdem erwies sich das alte Logo wegen seiner horizontalen Ausprägung als unflexibel. 2009 gab es im Rathaus daher Bestrebungen, ein leichter handhabbares Logo und eine einheitlicheres Auftreten zu entwickeln. Seit Juli 2011 wird das neue Stadtlogo und Corporate Design schrittweise eingeführt. Neben dem Stadtlogo wird auch das Logo der gleichnamigen Metropolregion Nürnberg von der Stadt häufig verwendet. Dadurch soll der Zusammenhang zwischen der Städteregion und dem Ballungsraum mit den benachbarten Landkreisen stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Geographie

Geographische Lage

Nürnberg liegt zu beiden Seiten der Pegnitz (Fluss), die etwa 80 Kilometer nordöstlich der Stadt entspringt und das Stadtgebiet auf einer Länge von etwa 14 Kilometern von Ost nach West durchquert. Im Bereich der Altstadt wurde der Fluss stark kanalisiert. Im benachbarten Fürth fließen die Pegnitz und die Rednitz zusammen und bilden die Regnitz. Vor allem im Norden und Nordwesten von Nürnberg ist die Landschaft stark durch die Anschwemmungen der Pegnitz geprägt. Im Norden Nürnbergs befindet sich mit dem Knoblauchsland ein wichtiges Gemüseanbaugebiet. Im Süden, Osten und Norden der Stadt erstreckt sich der Nürnberger Reichswald. Der Unterboden Nürnbergs besteht aus weichem Sandstein, der im Keuper entstanden ist. Nordöstlich von Nürnberg befindet sich die Fränkische Schweiz, ein Mittelgebirge mit einer Höhe von teilweise über 600 Metern über dem Meeresspiegel.

Ausdehnung des Stadtgebietes

Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von 186,38 km². Im Westen ist die Bebauung mit der Nachbarstadt Fürth und im Südwesten mit Stein (Mittelfranken) zusammengewachsen. Nördlich der Stadt liegt relativ flach das fruchtbare Knoblauchsland, das zugleich auch die westliche Anflugschneise für den Flughafen Nürnberg bildet, sowie nach Nordosten hin der Sebalder Reichswald. Die nördliche Begrenzung der Altstadt bildet der Burgberg mit der Nürnberger Burg und der in großen Teilen erhaltenen Stadtmauer (Nürnberg); etwas östlich, ebenfalls auf der Nordseite der Pegnitz, erhebt sich der parkartig gestaltete Rechenberg.

Stadtgliederung

1968 wurde das Stadtgebiet für planerische Zwecke im Sinne einer kleinräumigen Gliederung in 87 Statistische Bezirke und in Blöcke unterteilt. Diese Statistischen Bezirke werden in 10 Statistischen Stadtteilen zusammengefasst. (PDF; 7,7 MB) Diese verwaltungstechnische Einteilung spielt im Bewusstsein der Bevölkerung jedoch kaum eine Rolle, vielmehr orientiert man sich im Alltagsleben an den traditionellen Namen der Orte.

Eingemeindungen

Bis 1825 umfasste das Stadtgebiet 160,84 ha. Seitdem wurden, nachdem die Einwohnerzahl der Stadt infolge der Industrielle Revolution immer mehr gestiegen war und die Stadt sich immer weiter ausgedehnt hatte, mehrere ehemals selbstständige Gemeinden in das Stadtgebiet eingegliedert, so dass die Stadt heute über eine Fläche von etwa 186,4 km² verfügt.

Nachbargemeinden

Die Stadt Nürnberg grenzt an folgende Städte, Gemeinden und Gemeindefreies Gebiet (beginnend im Norden, dem Uhrzeigersinn folgend): Erlangen (kreisfreie Stadt), Neunhofer Forst, Kraftshofer Forst und Erlenstegener Forst (Landkreis Erlangen-Höchstadt), Schwaig bei Nürnberg, Laufamholzer Forst, Zerzabelshofer Forst, Forsthof (gemeindefreies Gebiet), Fischbach (gemeindefreies Gebiet), Feuchter Forst und Feucht (alle Landkreis Nürnberger Land), Wendelstein (Mittelfranken) und Forst Kleinschwarzenlohe (Landkreis Roth), Schwabach (kreisfreie Stadt), Rohr (Mittelfranken) (Landkreis Roth), Stein (Mittelfranken) und Oberasbach (Landkreis Fürth) sowie Fürth (kreisfreie Stadt). An die zur Stadt Nürnberg gehörende Exklave Brunn (Nürnberg) grenzen die gemeindefreien Gebiete Brunn (gemeindefreies Gebiet), Winkelhaid (gemeindefreies Gebiet) und Fischbach (gemeindefreies Gebiet) (alle im Landkreis Nürnberger Land).

Klima

Nürnberg hat ein Humides Klima Kühlgemäßigtes Klima Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ausgeprägt ist. Die monatlichen Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen −1,4 °C im Januar und 18 °C im August, jedoch werden an einigen Tagen im Sommer Spitzentemperaturen von über 35 °C erreicht.Seit Beginn der Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes am Nürnberger Flughafen im Jahr 1955 betrug die (PDF; 46 kB) am 27. Juli 1983 38,6 °C. Die Niederschlagsmenge ist etwas geringer als für die geographische Lage üblich. Ursache dafür ist die Lage Nürnbergs im Fränkischen Becken; diese schwach ausgeprägte Kessellage hält feuchte Luftmassen vom Stadtgebiet fern. Mitunter kommt es über Nürnberg zu heftigen Stürmen und Unwettern, so zuletzt am 28. August 2006, als eine Windhose im Stadtteil Gartenstadt mehrere Häuser zum Teil schwer beschädigte.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein. 1812 lebten in der Stadt erst 26.000 Menschen, so überschritt die Einwohnerzahl Nürnbergs im Laufe des Jahres 1881 die Grenze von 100.000 Einwohnern und machte sie zur Großstadt. 1900 hatte die Stadt über 250.000 Einwohner, bis 1972 verdoppelte sich diese Zahl auf den historischen Höchststand von 515.000. Bis 1985 fiel die Bevölkerungszahl auf 465.000, inzwischen ist sie wieder gestiegen. Am 31. Dezember 2008 betrug die Einwohnerzahl für Nürnberg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 503.638. Am 18. November 2006 wurde in Nürnberg zum dritten Mal innerhalb von 40 Jahren der 500.000ste Bürger geboren.

Lebensqualität

Nürnberg gelangte in der Studie Worldwide Quality of Living Survey des Beratungsunternehmens Mercer (Beratung) zum wiederholten Mal unter die ersten 25 Plätze der Städte mit der besten Lebensqualität weltweit und erreichte 2010 unter den deutschen Städten den sechsten Platz. Dabei flossen unter anderem Sozialkunde, Wirtschaftskunde und umweltorientierte Kriterium sowie Kultur, Bildungsangebot, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung ein. Im Umweltranking schnitt Nürnberg als beste deutsche Stadt auf Platz 13 ab. ; Bevölkerungsstand nach Staatszugehörigkeit In Nürnberg lebten zum 31. Dezember 2014:

Dialekt

Die Nürnbergisch zählt zur Ostfränkische Dialektgruppe, doch trägt sie deutliche Züge des Nordbairischen (beispielsweise gestürzte Diphthonge) und bildet einen Übergang zwischen den beiden Dialektgruppen.Werner Besch, Anne Betten, Oskar Reichmann, Stefan Sonderegger (Hrsg.): Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. Band 3. 2. Auflage. Berlin / New York 2003, S. 2341–2354. In der Forschung geht man heute davon aus, dass im Spätmittelalter der Stadtdialekt noch überwiegend zum Nordbairischen tendierte.Josef Pfanner: Die Deutsche Schreibsprache in Nürnberg von ihrem ersten Auftreten bis zum Ausgang des 14. Jahrhundert. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Bd. 45 (1954). In den letzten 200 Jahren beobachtet man dagegen eine Abkehr von bairischen zu ostfränkischen Merkmalen, obwohl es gerade im industriellen Zeitalter einen hohen Zuzug aus der Oberpfalz gab. Der Dialekt der Nachbarstadt Fürth ist bis auf Unterschiede bei der Pluralbildung und den Verkleinerungsformen sehr ähnlich. Mehrere Autoren wie Fitzgerald Kusz oder Klaus Schamberger pflegen noch den Stadtdialekt. Einige sind Mitglieder des Collegium Nürnberger Mundartdichter. Unter der jüngeren Bevölkerung wird kaum noch die Stadtmundart verwendet. Man begegnet oft in den Medien einem Nürnberger Fränkisch, das eher auf umgangssprachlichen Formen als auf dem zu verschwinden drohenden Stadtdialekt basiert. Dokumentiert wurde die Nürnberger Mundart durch Tonaufnahmen im Rahmen der Erstellung des Bayerischer Sprachatlas und einer 1907 herausgegebenen Grammatik. – hier gibt es mehrere Tondokumente aus der Nürnberger Umgebung anzuhören
August Heinrich Gebhardt, Otto Bremer: Grammatik der Nürnberger Mundart. (Sammlung kurzer Grammatiken deutscher Mundarten; Band 7). Leipzig 1907.

Religionen und Weltanschauungen

Statistik

Von den genau 516.770 Einwohnern der Stadt Nürnberg am 31. Dezember 2014 waren 150.515 (29,1 %) evangelisch, gegenüber fast 160.000 im Jahr 2010. Auch die Zahl der katholischen Einwohner nahm von 2010 bis 2014 trotz der Zuzüge aus Osteuropa ab mit 5000 auf 133.678 (25,9 %). Die größte Gruppe bilden jetzt mit 45,0 % die Religionslosen sowie die Angehörigen sonstiger Religionen.

Christentum

Das Gebiet des späteren Nürnberg gehörte ursprünglich zum Bistum Eichstätt. Ab 1016 wurde das Gebiet nördlich der Pegnitz dem Bistum Bamberg zugeordnet. 1525 führte die Reichsstadt Nürnberg die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Danach blieb sie über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Lediglich das exterritoriale Gebiet der Deutscher Orden blieb katholisch. Nach dem Übergang der Stadt an Bayern 1808 gehörten die protestantischen Einwohner zur Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Im gleichen Jahr wurde das Generaldekanat, 1810 das Dekanat Nürnberg und 1934 der Kirchenkreis Nürnberg eingerichtet. Die Kirchengemeinden der Stadt Nürnberg gehören heute zum Dekanat Nürnberg mit fünf Prodekanaten (Nürnberg-Mitte, -Nord, -Ost, -West und -Süd). Nürnberg ist Bischofssitz des gleichnamigen Kirchenkreises der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die evangelisch-lutherische Kirche unterhält eine kirchliche Schule, die Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg als evangelisch-kooperative Gesamtschule, eine Fachhochschule sowie das Haus Eckstein als Stadtakademie. Diakonische Einrichtungen für ältere Menschen, Kliniken und Fachschulen werden vom Diakoniewerk Neuendettelsau getragen. Die Rummelsberger Diakonie engagiert sich ebenfalls im Raum Nürnberg mit verschiedenen Einrichtungen. Seit dem 19. Jahrhundert gab es auch eine eigene Gemeinde der Reformierte Kirche Gemeindeglieder, die 1853 zusammen mit den anderen reformierten Gemeinden Bayerns eine eigene Konzil erhielt. 1919 trennten sich die reformierten Gemeinden formell von der protestantischen Kirche Bayerns. Seither gab es in Bayern zwei protestantische Landeskirchen, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Reformierte Synode in Bayern rechts des Rheins, die sich seit 1949 Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern nannte und heute Teil der Evangelisch-reformierte Kirche (Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) (Synodalverband XI) ist. Etwa 30 % der Bewohner Nürnbergs sind evangelischer Konfession., Statistisches Infosystem Nürnberg. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Römisch-katholische Kirche in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1810 entstand die erste katholische Gemeinde in Nürnberg seit der Reformation. Sie erhielt 1816 die Frauenkirche zur dauerhaften Nutzung. Seither entstanden weitere Gemeinden. Insbesondere durch die Eingliederung katholischer Vororte in Nürnberg wuchs der Anteil der Katholiken im 20. Jahrhundert auf ein Drittel der Bevölkerung. Die 46 Pfarrgemeinden der Stadt gehören überwiegend zum Dekanat Nürnberg des Erzbistum Bamberg. Die Pfarreien in den südlichen Stadtteilen gehören zum Dekanat Nürnberg-Süd des Bistums Eichstätt. Beide Diözesen haben sich für eine einheitliche Außendarstellung zur Katholischen Stadtkirche Nürnberg zusammengeschlossen. Viele der kirchlichen Einrichtungen sind im Haus der Stadtkirche untergebracht. Etwa 26 % der Einwohner Nürnbergs sind römisch-katholischer Konfession. Neben den Landeskirchen gibt es eine Vielzahl von evangelischen Freikirchen, teils evangelikalenEvangelikalismus Gemeinden, in Nürnberg, darunter neun zum Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden gehörende Pfingstgemeinden, zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, vier Gemeinden der Evangelisch-methodistische Kirche, eine Gemeinde der Mennoniten, eine Mennonitische Brüdergemeinde, eine Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland und sechs Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten. Viele dieser Gemeinden, teils mit, teils ohne Dachverband, haben sich in der Deutsche Evangelische Allianz zusammengeschlossen, um gemeinsame Projekte wie den Gebetsladen beim Christlicher Verein junger Menschen oder andere übergemeindliche Projekte durchzuführen. Die Heilsarmee leistet mit ihrem Sozialwerk in Nürnberg mit rund 300 Bewohnern und 70 MitarbeiternChronik des (aktuelle Zahlen sind nicht verfügbar) in der Obdachlosen- und Drogenabhängigenhilfe einen bedeutenden Beitrag zur örtlichen Sozialarbeit. Ferner sind die Alt-Katholische Kirche in Deutschland und die Apostolische Gemeinschaft (Freikirche) mit jeweils einer Gemeinde vertreten. Beide Kirchen sind, wie einige der oben genannten, Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland der Stadt. Die orthodoxe KonfessionOrthodoxe Kirchen ist in Nürnberg seit Jahrzehnten mit nationalkirchlichen Gemeinden aufgrund verschiedener Einwanderungswellen stark vertreten. Unmittelbar nach dem Zweiter Weltkrieg entstand eine kleine russisch-orthodoxe Gemeinde. in der Folge kamen die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Apostel Paulus, die in der Oberen Kanalstraße 35 eine große Kirche besitzt, sowie die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde der Heiligen Kyrill und Methodius in der Kranichstraße 4 hinzu. Nürnberg ist Sitz der Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa der Rumänisch-Orthodoxe Kirche. Diese unterhält das Kloster Heilige Märtyrer Brâncoveanu und die Pfarrei Heiliger Märtyrer Demetrios. Die Kirche in der Fürther Straße 166 ist mit Fresken im orthodoxen Stil ausgemalt. Nach Jahrhunderten ist Nürnberg erstmals Sitz eines Erzbistums und Metropolitan-Sitz geworden. Mit der Gemeinde der Seligen Xenia von Sankt Petersburg besteht auch eine Gemeinde der Russisch-Orthodoxe Kirche. Der christliche Orient ist durch drei koptische KirchenKoptische Kirche vertreten: die Ägyptische Koptisch-Orthodoxe Gemeinde, die Äthiopisch-Orthodoxe Gemeinde und die Eritreisch-Orthodoxe Gemeinde. Ferner sind die Armenische Orthodoxe Kirche und die irakische christliche Kirche der Chaldäer vertreten. Zu den PfingstkirchenPfingstbewegung gehören vor allem Afrikaner, die in unabhängigen Pfingstkirchen aus Ghana und Nigeria organisiert sind, so in der Church of Pentecost, Nimrodstraße 10 und Lateinamerikaner mit einer portugiesisch-sprachigen Pfingstgemeinde in der Adam-Klein-Straße 26. Die Gottesdienste der AnglikanischenAnglikanische Gemeinschaft Gemeinde, in der Kirche St. Jakob oder der International Baptist Church, in der Baptistischen Kirche,Baptisten Sperberstr. 166 werden vor allem von Briten und Amerikanern besucht. Ebenso gibt es mehrere Gemeinden der Neuapostolische Kirche. In der Hirschelgasse unterhält die Christliche Wissenschaft (Christian Science) ein Kirchengebäude mit Leseraum. Die Zeugen Jehovas und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, auch Mormonen genannt, sind in Nürnberg mit einigen Gemeinden vertreten.

Islam

1616 erschien in Nürnberg die Koranübersetzung von Salomon Schweigger, die erste Übersetzung ins Deutsche. Die meisten Muslime Nürnbergs sind Sunniten. Seit Anfang 1970 gibt es in Nürnberg Gemeinschaften zur Pflege und Förderung des islamischen Glaubens und islamischer Kultur. Die 1974 gegründete Türkische Gemeinschaft e. V. ist der älteste dieser Vereine. Das 1976 gegründete Islamische Kulturzentrum ist seit 1993 im Spittlertorgraben mit der Ayasofya-Cami-Moschee ansässig und gehört zum Verband der islamischen Kulturzentren Köln. Der Türkisch-Islamische Kulturverein existiert seit 1979. 1996 wurde mit der Eyüp-Sultan-Moschee die größte Moschee in Bayern und die drittgrößte in Deutschland eröffnet. Die einzige Moschee in Nürnberg, die in größerem Rahmen auch deutschsprachige Angebote macht, ist die der Islamischen Gemeinde Nürnberg (IGN). Die Schiiten sind in Nürnberg mit Begegnungs- und Gebetszentren präsent.

Aleviten

In Nürnberg besteht eine Gemeinde der Alevitische Gemeinde Deutschland und ein alevitischer Kulturverein.

Judentum

Otto von Freising berichtete als Erster, dass im Jahre 1146 mehrere Juden in Nürnberg Aufnahme fanden, nachdem sie aus dem Rheinland vertrieben worden waren, wo der französische Zisterziensermönch Radulf der Zisterzienser im Vorfeld des Zweiter Kreuzzug zu Pogromen aufrief.
Vgl.
Wahrscheinlich bestand aber bereits früher eine Ansiedlung südöstlich der Sebalduskirche, die wie das Egidienkloster Nürnberg außerhalb der Sebalder Stadtmauern und im Jahre 1150 bei der ersten Stadterweiterung „Dieser Cunrat und sein etliche frawe Flora woneten stets zu Nurenberg und baweten an der gaßen under sant Egidien mit geprenten stainen“ mit eingeschlossen wurde.Vgl. Aktuellere archäologische Untersuchungen konnten dieses Siedlungsgebiet allerdings nicht bestätigen. Eine Ansiedlung in Ghettos hatte es im Hochmittelalter noch nicht gegeben, doch könnte der heutige Obstmarkt als Siedlungskern infrage kommen. Man vermutet daher eine Umsiedlung auf das trockengelegte Gebiet am heutigen Hauptmarkt erst um das Jahr 1250. Die erste Synagoge ist für das Jahr 1296 bezeugt. Im Zuge der Thronstreitigkeiten zwischen Habsburgern und Nassauern setzte die Judenverfolgung mit dem Ausgangspunkt Röttingen auch massiv in Süddeutschland ein und es kam zum Rintfleisch-Pogrom. In Nürnberg floh die jüdische Bevölkerung auf einen Teil der Burg, doch wurde dieser von der wütenden Menge niedergebrannt.U. a.
Vgl.
Das Nürnberger Memorbuch listet 628 Tote auf. Kurze Zeit danach war eine Rückkehr und Neuansiedlung wieder möglich. Doch bereits 1349 kam es infolge der Pestpogrome wieder zu Massakern, bei denen 562 Menschen, wohl etwa ein Drittel der jüdischen Gemeinde, den Ausschreitungen zum Opfer fielen. Nach Konrad von Megenbergs Bericht brach die Pest in der Stadt erst zwei Jahre später aus, sodass neben den vorgebrachten Motiven wohl auch der Neubau des Hauptmarktes und die Bereicherung im Vordergrund standen, wie auch die von Karl IV. (HRR) erteilten Privilegien vermuten lassen. sowie Auf dem Platz der Synagoge wurde auf Geheiß Karls IV. die heutige Frauenkirche errichtet. In: regesta-imperii.de. Abermals folgte der Vertreibung die Wiederaufnahme. Das neue Siedlungsgebiet lag bei dem früheren Judenfriedhof (bei der späteren Judengasse/Wunderburggasse). Ab dem Jahr 1473 gab es wieder Pläne zur Judenausweisung. Im Jahr 1498 befahl Maximilian I. (HRR) auf Anraten der Stadt die Ausweisung und Enteignung. sowie Gleichzeitig versuchte der Stadtrat gewaltsame Übergriffe zu vermeiden, stellte solche unter Strafe und gewährleistete die „Sicherheit“ durch Stadtknechte. Zwischen dem 20. Februar und 10. März 1499 mussten die Juden die Stadt verlassen. Doch entwickelte sich ab 1528 in der unmittelbaren Nachbarstadt Fürth ein aufblühendes jüdisches Gemeindeleben, das sich bis ins 20. Jahrhundert hielt. In Nürnberg wurde erst wieder 1850 eine Ansiedlung zugelassen, doch nahm das Judentum in der Stadt raschen Aufschwung und zählte bereits im Jahr 1871 1831 Mitglieder. Mit Einweihung der neugebauten Synagoge 1874 am heutigen Hans-Sachs-Platz hatte die jüdische Gemeinde ein neues Zuhause. 1902 wurde eine orthodoxe Synagoge in der Essenweinstraße geweiht. 1922 umfasste die jüdische Gemeinde in Nürnberg 9280 Mitglieder. Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wanderten zahlreiche Gemeindemitglieder aus. Die Zahl der jüdischen Nürnberger Bevölkerung verminderte sich über die Jahre 1934 bis 1940 um 5638. Bereits im August 1938 ließ Julius Streicher die Nürnberger Hauptsynagoge abreißen; die Synagoge an der Essenweinstraße wurde im Zuge der Novemberpogrome 1938 in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 abgebrannt. Meist in der Nacht zum 29. Oktober 1938 wurden Juden im Rahmen der „Polenaktion“, wie auch in Nürnberg, aus ihren Wohnungen geholt, in bewachten Zügen und Lastwagen zur deutsch-polnischen Grenze abtransportiert und hinübergejagt.Feinermann/Thalmann, Die Kristallnacht S. 37 ff.Bella Rosenkranz, Michael Kerstan: Bella. Odyssee einer Fürtherin in der Sowjetunion. Berlin 2005, S. 13 ff. Insgesamt wurden 1631 Nürnberger jüdischen Glaubens Opfer des Nationalsozialismus. Die heutige Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg hat seit 1984 in der Johann-Priem-Straße ihren Sitz gefunden. Jedoch ist die räumliche Kapazität dieser Synagoge nach eigenen AngabenGeschichte der Nürnberger Juden. Siehe unter Jahr mit derzeit 1999 Mitgliedern (Stand 2013) nicht mehr ausreichend. Zur Orthodoxes Judentum Richtung des Judentums gehört die Synagoge Adass Israel, zur Chassidismus Richtung des Judentums die Synagoge Chabad.

Bahai-Religion

Die Bahaitum ist in Nürnberg mit einer Gemeinde vertreten.

Hinduismus

Die Hindu-ReligionHinduismus ist in Nürnberg mit einem Tempel, Sri Sithivinayagar präsent, der von einer vorwiegend tamilischen Gemeinde getragen wird.

Buddhismus

Verschiedene Buddhismus Gemeinden des Theravada, Mahayana und Vajrayana sind in Nürnberg mit Studien- und Meditationsgruppen aktiv. Zum Vajrayana-Buddhismus gehört das Buddhistische Zentrum in der Bismarckstraße 14, zum Theravada-Buddhismus das Buddhistische Zentrum Nürnberger LAND e. V., Lenzstraße 5. Im Jahr 2009 hat die thailändische Gemeinde ihren zweiten buddhistischen Tempel, das Wat Thepwongsaram, an der Rothenburger Straße eingeweiht. Seit September 2012 gibt es in Nürnberg-Eibach das buddhistische Kloster Vinh Nghiem, das von der Vietnamesisch-Buddhistischen Gemeinde Franken unter Leitung von Mönchen aus Vietnam und Deutschland geführt wird. Das Kloster gehört zum Mahayana-Buddhismus.

Weitere Religionsgemeinschaften

Zuflucht gefunden hat in Nürnberg die fast ausgestorbene Religionsgemeinschaft der Mandäer Gemeinde.

Anthroposophie

Die Anthroposophie, die in Nürnberg eigene Wurzeln hat, ist als Glaubensgemeinschaft in der Krelingstraße 26, mit der „Rudolf-Steiner-Schule“ und einem Kulturhaus, dem Rudolf-Steiner-Haus, Rieterstraße 20, präsent.

Humanistischer Verband Deutschlands

In Nürnberg gibt es einen aktiven Landesverband des Humanistischer Verband Deutschlands (HVD), der eine anerkannte Weltanschauungsgemeinschaft nichtreligiöser Menschen ist. Seine Angehörigen berufen sich auf eine mehr als 160-jährige Geschichte in der Region. 1994 benannte sich der bfg Nürnberg Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland) in HVD Nürnberg Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland) um und schloss sich dem ein Jahr zuvor gegründeten Bundesverband an. 2011 wurde der Verband mit Sitz in Nürnberg durch das bayerische Kultusministerium als Landesverband anerkannt. Der Verband betreibt außerdem den Turm der Sinne am Westtor der Nürnberger Stadtmauer.

Geschichte

Anfänge der Stadt

Erste Siedlungsspuren in der Nähe des heutigen Hauptmarktes werden um das Jahr 850 datiert.http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/sensationsfund-nurnberg-100-jahre-alter-als-gedacht-1.4246238 Wann die Stadt gegründet wurde, ist nicht überliefert, es könnte zwischen 1000 und 1040 im Zuge der Sicherung des Grenzgebietes zwischen Sachsen, Bayern, Ostfranken und Böhmen am Schnittpunkt wichtiger Straßen gewesen sein. Es lassen sich heute mehrere frühe Siedlungszentren ausmachen. Dazu gehören vermutlich zwei Königshöfe um St. Egidien (Nürnberg) und St. Jakob (Nürnberg) sowie das Areal zwischen St. Sebald (Nürnberg) und Nürnberger Burg. Die Siedlung hatte jedenfalls von Anfang an Marktrecht. Die Stadt wurde 1050 als nuorenberc in der so genannten Sigena-Urkunde von Heinrich III. (HRR) erstmals erwähnt. Als kaiserlicher Stützpunkt war die Nürnberger Burg (Kaiserburg) bald bedeutsam für das Heiliges Römisches Reich. 1065 bildete Heinrich IV. (HRR) aus dem Reichsgut Nürnberg und Umland einen eigenen Hochgerichts- und Verwaltungsbezirk. Konrad III. (HRR) verlieh die neu errichtete Burggrafschaft mit Gericht und Verwaltung an die Raabs (Adelsgeschlecht) (aus Niederösterreich), 1190/91 wurde sie von Friedrich I. (Nürnberg) übernommen. Mit dem Großen Freiheitsbrief machte Friedrich II. (HRR) Nürnberg 1219 zur Freie Reichsstadt. Der Einfluss der Burggrafschaft Nürnberg beschränkte sich bald auf die Burggrafenburg und endete vollständig, als der letzte Burggraf Friedrich I. (Brandenburg) die Burggrafenburg 1427 an den Rat der Stadt Nürnberg verkaufte. Von da an bis zum Übergang an das Königreich Bayern lagen die politischen Geschicke der Stadt komplett in der Hand dieses Rates, wobei das Haus Hohenzollern den Titel Burggraf von Nürnberg bis 1918 führte.

Spätmittelalter und Frühe Neuzeit

Viele Kaiser wählten Nürnberg gern als Aufenthaltsort, darunter Karl IV. (HRR), der 1356 in Nürnberg die Goldene Bulle erließ. 1423 übergab Sigismund (HRR) die Reichskleinodien der Stadt, von der sie bis Anfang des 19. Jahrhunderts aufbewahrt wurden. Die Jahre zwischen 1470 und 1530 gelten allgemein als die Blütezeit der Stadt – trotz immer wiederkehrender Fehden und Konflikten mit Rittern wie Götz von Berlichingen und Conz Schott von Schottenstein, die aber nach 1512 durch das Heer des Fränkischer Reichskreis unterbunden wurden. Der Reichtum der Stadt kam durch das ausgezeichnete Handwerk sowie die günstige Lage als Handelsplatz in der Mitte Europas zustande. Die Nürnberger Börse diente als Bindeglied im Handel zwischen Italien und anderen europäischen Wirtschaftszentren. Über Venedig wurde ein reger Warenaustausch mit der Levante betrieben. In dieser Zeit zählte Nürnberg zusammen mit Köln und Prag zu den größten Städten des Heiliges Römisches Reich. Im Dreißigjähriger Krieg war die Gegend um Nürnberg Schauplatz eines mehrere Jahre andauernden Stellungskriegs der Kriegsparteien. Zwar wurde die Stadt nicht erobert, aber durch die Verwüstungen im Umland dauerhaft wirtschaftlich geschwächt. Nach dem Krieg fand 1649 in Nürnberg das „Friedensmahl“ statt, bei dem die Konfliktparteien in mehrere Tage andauernden Feierlichkeiten den Frieden besiegelten. Durch die Reichsdefensionsordnung von 1681 wurde Nürnberg verpflichtet, neun Kompanien zu den drei Infanterieregimentern des Fränkischer Reichskreis zu stellen, die im Falle einer Reichsexekution dem Reichsarmee eingegliedert würden. Am 13. Oktober 1792 wird mit dem Kunstverein Nürnberg der erste Kunstverein Deutschlands gegründet.

19. und frühes 20. Jahrhundert

Einschneidende Ereignisse spielten sich von 1796 bis 1806 ab. Nach Drängen der Preußen Verwaltung im benachbarten Ansbach unterstellte sich Nürnberg schließlich der preußischen Herrschaft. Der Vertrag wurde nicht vollzogen, da Preußen von Nürnbergs Schulden abgeschreckt wurde. Gleichzeitig hatte sich in der Nürnberger Bevölkerung großer Unmut gegen die zunehmend als Korruption empfundene Herrschaft der Patriziat Familien aufgestaut. Diese Vorgänge erschütterten die reichsstädtische Verfassung in ihren Grundfesten und brachten die Stadt an den Rand eines Umsturzes. Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 blieb Nürnberg dennoch zunächst weiter unabhängig, bis nach Unterzeichnung der Rheinbundakte und dem Ende des Alten Reiches französische Truppen Nürnberg besetzten. Am 15. September 1806 übergab die französische Armee schließlich die Stadt dem Königreich Bayern, das alsbald eine Zivilverwaltung installierte und die Stadt administrativ in das Königreich eingliederte. Das Königreich Bayern übernahm 1806 die exorbitanten Schulden der Reichsstadt Nürnberg als Teil der gesamtbayerischen Staatsverschuldung und sorgte damit für deren Konsolidierung und Tilgung. Durch die bayerische Gesetzgebung wurden die Katholiken, die bisher in der Stadt nur geduldet waren, den Protestanten rechtlich gleichgestellt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Nürnberg zu einem der industriellen Zentren in Bayern. So fuhr 1835 als erste Eisenbahn für den Personenverkehr in Deutschland der „Adler (Lokomotive)“ von Nürnberg nach Fürth. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Nürnberg das Rauschgold erfunden. Nürnberg entwickelte sich zwischen 1870 und 1939 zu einem Zentrum der Spielwaren- und Modelleisenbahnindustrie. Viele kleine Werkstätten bis hin zu Großbetrieben produzierten Blechspielwaren (Tinplate-Spielwaren). Dabei tat sich besonders die Firma Bing (Unternehmen) hervor, die den Sprung von der handwerklichen Fertigung (Schneiden, Löten, Bemalen) zur industriellen Fertigung (Lithographieren, Stanzen, Verlaschen) vollzog und durch die kostengünstigen Produkte zum weltweit größten Spielwarenhersteller heranwuchs. Viele dieser Spielwarenhersteller waren im jüdischen Besitz und wurden in den Jahren 1936 bis 1938 Opfer der von den Nationalsozialisten erzwungenen „Arisierung“. Nuremberg-Adlerstrasse-1901.jpg|Adlerstraße, 1901 Plärrer 1905.jpg|Der Plärrer mit der Industrieansiedlung, 1905 Nürnberg (7535136774).jpg|Häuser an der Pegnitz, 1901 Nürnberg (7501323856).jpg|Moritzkapelle und Bratwurstglöcklein, 1910 Nürnberg (7535134144).jpg|Hauptmarkt mit altem Rathaus, 1906 Nürnberg (7535133934).jpg|Hauptmarkt mit Frauenkirche, 1906 Nürnberg (7493633956).jpg|Obstmarkt, 1907 Nürnberg (7493639704).jpg|Südliche Stadtmauer, 1901 Nürnberg (7499542202).jpg|Dürerplatz, 1906 Nürnberg (7499542474).jpg|Lorenzer Platz, 1906 Nürnberg (7499533940).jpg|Ludwigsplatz, 1910 Nürnberg (7501330826).jpg|Schildgasse, 1910 In den 1920er-Jahren fanden in Nürnberg die ersten Reichsparteitage der Nationalsozialisten statt. In Nürnberg selbst konnte die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei bei Wahlen nie gewinnen. Die Stadt wurde überwiegend von der liberalen Deutsche Demokratische Partei regiert. Gleichzeitig war Nürnberg aufgrund seiner Bedeutung als Industriestandort ein Zentrum der bayerischen Sozialdemokratie.

Zeit des Nationalsozialismus

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Nürnberg von den Nationalsozialisten als „Stadt der Reichsparteitage“ zu einem der wichtigsten Orte nationalsozialistischer Propaganda. Darüber orientiert seit 2001 vor Ort das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Die Nürnberger Gesetze, auch Nürnberger Rassegesetze genannt, wurden am 15. September 1935 vom Reichstag auf dem 7. Reichsparteitag der NSDAP („Reichsparteitag der Freiheit“) in Nürnberg einstimmig beschlossen. Mit ihnen stellten die Nationalsozialisten ihre antisemitische Ideologie auf eine juristische Grundlage. Im Zweiter Weltkrieg war Nürnberg eines der häufigen Ziele alliierter Luftangriffe auf Nürnberg, die die Stadt schwer beschädigten. Am 2. Januar 1945 wurde die Nürnberger Altstadt fast vollständig zerstört. Auch in der fünftägigen Schlacht um Nürnberg im April 1945 wurde historische Bausubstanz zerstört. Nach dem Krieg gab es Überlegungen, die zerstörte Stadt komplett aufzugeben und an anderer Stelle neu aufzubauen.

Nachkriegszeit und Wiederaufbau

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschten Lebensmittelknappheit und Wohnraummangel in der Stadt. Von den 134.000 Wohnungen vor Kriegsbeginn waren nur 14.500 unbeschädigt geblieben. Martin Treu und Hans Ziegler wurden von der amerikanischen Militärregierung im Juli 1945 zu den neuen Oberbürgermeistern der Stadt ernannt. Parallel zur Entnazifizierung auf kommunaler Ebene fanden auch ab November 1945 im Justizpalast (Nürnberg) an der Fürther Straße die Nürnberger Prozesse gegen führende Kriegsverbrecher der Nationalsozialismus Diktatur statt. Da der Justizpalast mit dem angrenzenden Gefängnis den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden hatte, wählte man Nürnberg anstatt Berlin als Ort der Prozesse, zumal auch Nürnberg als Stadt der Reichsparteitage eine ähnlich symbolische Bedeutung hatte wie die Hauptstadt oder München. Anfang 1948 wurde in einem Architekturwettbewerb entschieden, die weitgehend zerstörte Stadt nach Bebauungsplänen von Heinz Schmeißner und Wilhelm Schlegtendal wiederaufzubauen, 1949 fand in Nürnberg die Deutsche Bauausstellung unter dem Motto „Wir müssen bauen“ statt. Beim Wiederaufbau orientierte man sich weitestgehend an den historischen Stadtstrukturen, so dass diese an vielen Plätzen trotz der überwiegend zerstörten Bausubstanz noch immer ablesbar sind. Besonders die Dachlandschaft ist wieder ähnlich dem Vorkriegszustand ausgebildet worden. Auch viele bedeutende Liste der Sakralbauten in Nürnberg wurden weitgehend Rekonstruktion (Architektur), ebenso Bauten entlang der Historische Meile Nürnberg wie die Nürnberger Burg. Bedeutende Bürgerhäuser wie das Toplerhaus (Nürnberg) und das Pellerhaus oder die Bauten am Hauptmarkt (Nürnberg) wurden allerdings nicht oder nur teilweise wiederaufgebaut.

Vom Wirtschaftswunder bis zur Wende

Nach dem Krieg änderte sich das wirtschaftliche Profil der Stadt. Traditionsreiche Wirtschaftszweige wie die Nürnberger Motorradindustrie (siehe auch: Zweirad Union und Hercules (Fahrzeughersteller)) konnten nicht mehr an die Erfolge in der ersten Jahrhunderthälfte anknüpfen. Dagegen expandierten Firmen wie die AEG oder Photo Porst. Ende der 50er Jahre fehlten noch immer 47.000 Wohnungen. 1957 wurde von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft der Grundstein für den neuen Stadtteil Langwasser gelegt, dessen Bau das größte Projekt zur Erweiterung einer Stadt in der Bundesrepublik war. 1967 wurde die letzte Baulücke am Hauptmarkt geschlossen.. Nürnberger Unternehmen wie Siemens-Schuckertwerke, Theo Schöller, MAN, Zündapp sowie der 1957 von den Fürther Grundig AG übernommene Bürogerätehersteller Triumph-Adler hatten maßgeblichen Anteil am sogenannten Wirtschaftswunder. Die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie stieg von 77.000 (1950) auf 120.000 (1960). Besondere Bedeutung hat Nürnberg durch die seit 1950 jährlich stattfindende Nürnberger Spielwarenmesse gewonnen, die heute im 1973 vollendeten Messezentrum in Langwasser stattfindet. Weitere bedeutende Infrastrukturprojekte der Nachkriegszeit waren: 1955 die Eröffnung des Flughafen Nürnberg, 1967 der Baubeginn einer U-Bahn Nürnberg und 1972 die Fertigstellung des Bayernhafen Nürnberg am Main-Donau-Kanal.

Bauwerke

Bis zum Zweiten Weltkrieg war Nürnberg die einzige Großstadt Deutschlands, in der sich der historische Stadtkern samt Befestigungsanlagen fast unverändert erhalten hatte. Im Bewusstsein dieser herausragenden kultur- und kunsthistorischen Bedeutung wurden bereits vor der Zerstörung Maßnahmen zur Rettung und originalgetreuen Wiederherstellung der wichtigsten Gebäude ergriffen. Am Ende hatten nur zehn Prozent der Baumasse die Bombardierungen unbeschadet überstanden. Die Stadt Nürnberg entschied sich beim Wiederaufbau, anders als die meisten anderen deutschen Städte dieser Zeit, die Struktur der Altstadt zu bewahren, und schaffte es, die wertvolle historische Bausubstanz in einen angemessenen neueren Kontext einzubinden. Daher ist die Altstadt nicht nur Zeugnis des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, sondern auch des Wiederaufbaus und der Moderne.

Romanik (bis ca. 1250)

Die Nürnberger Burg zählt mit ihrer Geschichte und Architektur zu den bedeutendsten Wehranlagen Europas. Die Kaiserburg, die unter Konrad III. (HRR) sowie Friedrich I. (HRR) gebaut wurde, behielt vor allem mit der Kaiserkapelle und dem Heidenturm ihre romanische Bauform über die Jahrhunderte. Das Nassauer Haus ist das älteste Gebäude im Lorenzer Stadtteil und datiert mit seinen beiden unteren Geschossen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Die St. Sebald (Nürnberg) ist die ältere der beiden Hauptkirchen und entstand auf dem Platz eines Vorgängerkirchenbaus im Ausklang der Romanik (Langschiff) etwa von 1230 bis 1275.

Gotik (bis ca. 1500)

Zwischen 1332 und 1339 wurde das Heilig-Geist-Spital (Nürnberg) als Stiftung des reichen Bürgers Konrad Groß erbaut. Nach den Judenpogromen entstand ab 1349 im Auftrag von Karl IV. (HRR) die Frauenkirche (Nürnberg) auf dem Platz der früheren Synagoge. Der Schöner Brunnen (Nürnberg) wurde zwischen 1389 und 1396 geschaffen und zeigt mit 40 Personenskulpturen die Institutionen der damaligen Zeit in einer hierarchisierenden Darstellung. Der Bau der St. Lorenz (Nürnberg) wurde um 1250 begonnen und erstreckte sich über drei Bauabschnitte bis 1477. Auch sie wurde auf dem Platz eines Vorgängerbaus errichtet. Die Sebalduskirche erhielt den gotischen Hallenchor. Der Reichtum der Stadt zeigte sich an der Wohnkultur der reichen Bürger, sodass gegen Ende der Gotik zahlreiche mächtige Bürgerhäuser das Stadtbild prägten. Es entwickelte sich eine Innenhofkultur, die in der Renaissance zu voller Blüte kam.Siehe auch: Pablo de la Riesa: Arkadenhäfe. Nürnberger Häuser um 1500 und später. In: Nürnberger Altstadtberichte. Nr. 34 (2009) S. 57–80.

Renaissance

Die Freie und Reichsstädte verfolgte eine für diese Zeit typische Expansionsstrategie, sodass ab 1500 auch mehrere Patrizierfamilien Herrensitze außerhalb der damaligen Stadtmauern erwarben. Erhalten und sehenswert sind das Grundherrenschloss, der Herrensitz Hummelstein, das Petzenschloss, der Herrensitz Schoppershof, Schübelsberg, das Tucherschloss, der Weigelshof und das Zeltnerschlösschen. Das Pellerhaus (1602–1605) galt als ein Hauptwerk der deutschen Hochrenaissance (im Krieg teilzerstört und modern wiederaufgebaut; es ist vorgesehen, das Haus teilweise zu rekonstruieren). Der Hirsvogelsaal (1534) als Beispiel der Festarchitektur des Patriziats wurde wiederaufgebaut. Die Fleischbrücke wurde 1596–1598 vom Ratsbaumeister Wolf-Jacob Stromer wegen der Strömung nach dem Vorbild der Rialto-Brücke in einem Bogen errichtet. Da sie als Hauptverkehrsader diente, musste sie wesentlich flacher verlaufen und galt lange Zeit als außergewöhnlich in der Brückenbaukunst. Der mächtige Nürnberger Rathaus wurde in den Jahren 1616 bis 1622 errichtet und deutet mit seinen Stilelementen bereits den Übergang zum späteren Barock an. Er wurde während des Zweiter Weltkrieg zum Teil zerstört und wurde in einer längeren Rekonstruktionsphase erst relativ spät in den 1960er Jahren wieder komplett hergestellt.

Barock und Rokoko

Das Barockzeitalter prägte das gotisch und im Stil der Renaissance dominierte Stadtbild nicht um. Einzige Barockkirche in der Altstadt ist die St. Egidien (Nürnberg) (barocker Umbau 1711–1718); sie zeigt bereits den stilistischen Übergang zum Rokoko. Barocke Bürgerhauser sind in der Altstadt nur vereinzelt erhalten geblieben. Der Maxplatz (Nürnberg) ist noch ein rudimentär erhaltener planmäßig angelegter Barockplatz in der nordwestlichen Altstadt. Im außerhalb der Altstadt gelegenen Stadtteil St. Johannis (Nürnberg) befinden sich zahlreiche barocke Bürgerhäuser und Gartenanlagen (Hesperidengärten). Der Neptunbrunnen (Nürnberg) (1660–1668), größte barocke Brunnenanlage nördlich der Alpen, wurde 1797 an das Schloss Peterhof (Russland) verkauft, ein Zweitguss stand von 1902 bis 1934 auf dem Hauptmarkt und befindet sich heute im Stadtpark.

Klassizismus

Die klassizistische Kirche St. Elisabeth (Nürnberg) trägt eine 1803 fertiggestellte 50 Meter hohe Kuppel. Innerhalb des Kirchenraumes befinden sich 40 Korinthische Ordnung Säulen. Ihre Anordnung führt dazu, dass jeder der drei Kirchenbereiche wie ein eigenständiger Raum wirkt. Klassizistisch ist auch das Tucher’sche Palais am Egidienberg.

Frühes Industriezeitalter

* Kettensteg

Historismus

Dem Stil des Historismus gehören die 1890 entstandene Villa Spaeth (Nürnberg), der 1904 gebaute Nürnberg Hauptbahnhof, das 1906 fertiggestellte Staatstheater Nürnberg an. Des Weiteren finden sich in der Ludwigstraße das Kaufhaus Weißer Turm, das sich am Bahnhofsplatz befindliche Grand-Hotel und der Justizpalast an der Fürther Straße. Der Historismus in Nürnberg strebte mit dem Nürnberger Stil die Wiederaufnahme der nürnbergischen Bautradition der Spätgotik und Renaissance an. Dieser hat eine besondere lokale Ausprägung erfahren. Hierzu gehörten das 1888 bis 1889 erbaute Hotel Deutscher Kaiser (Nürnberg), das 1899 erbaute Schloss Stein und das von 1893 bis 1895 entstandene Hansa-Haus (Nürnberg).

Jugendstil und Reformarchitektur

Der Jugendstil entfaltete sich in Nürnberg zunächst als Kunsthandwerk mit Gebrauchsgegenständen. Als Baustil dauerte er nur verhältnismäßig kurz an. Viele Jugendstilgroßbauten wurden bereits in der nationalsozialistischen Ära abgerissen (Ausstellungshallen am Dutzendteich) und fielen dem Zweiten Weltkrieg und Abbrüchen in den 1950er und 1960er Jahren zu Opfer. Erhalten ist das Gärten hinter der Veste, das Volksbad Nürnberg, die Bismarck-Schule und die alte Eingangshalle des Germanisches Nationalmuseum. Die Reformideen der Gartenstadt-Bewegung von Ebenezer Howard wurden von der Ende des 19. Jahrhunderts schnell gewachsenen und verdichteten Stadt aufgegriffen. Dabei entstanden kurz vor dem Erster Weltkrieg die Wohnkolonie Rangierbahnhof, die Gartenstadt Nürnberg, die MAN-Werksiedlung Werderau und die Fliegersiedlung an der Regensburger Straße.

Klassische Moderne

* Kaufhaus Schocken am Aufseßplatz (1926, zerstört, Erich Mendelsohn) * Planetarium am Rathenauplatz (1927 Otto Ernst Schweizer), 1934 auf Betreiben Julius Streichers abgerissen * Städtisches Gaswerk (1927, heute verändert, Walter Brugmann) * Gynäkologische Klinik im Nordklinikum (1928–1931, Robert Erdmannsdörfer) * Milchhof Nürnberg (1930, nur noch in Teilen erhalten, Otto Ernst Schweizer) * Poststadt an der Allersberger Straße (1928–1930, Georg Kohl) * Großwohnanlage Gibitzenhof, Dr.-Luppe-Platz (1929, Ludwig Wagner-Speyer) * Großsiedlung am Siedlung Nordostbahnhof (1929–1931, Karl Sorg u. a.) * Plärrer-Automat („Plärrer-Automat“) 1931, (abgetragen 1977, Walter Brugmann) * Verwaltungsgebäude der Fränkischen Überlandwerke in der Hainstraße (heute N-Ergie) 1930 (heute aufgestockt und teilweise architekturfremd überformt)

Nationalsozialismus

* Reichsparteitagsgelände mit Zeppelintribüne, Märzfeld und Großer Straße * Kongresshalle (ab 1935, unvollendet, Ludwig Ruff) * SS-Kaserne (Nürnberg) (ehem. SS-Unterkunft, 1938, Franz Ruff) * Transformatorengebäude Ecke Hans-Kalb-Straße/ Regensburger Straße * Unterkunftsgebäude an der Regensburger Straße (heute Altenheim) * ehem. Gauleitergebäude am Willy-Brandt-Platz (heute Verlag Nürnberger Presse)

Moderne und Postmoderne

* Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Die Akademie der Bildenden Künste von Sep Ruf ist die erste denkmalgeschützte Nachkriegsarchitektur Süddeutschlands. * Gemeindehaus der Ev. Pfarrkirche St. Leonhard (Nürnberg), erbaut als Bartning-Notkirche (Typ B) 1949 * Ev. Gnadenkirche in Nürnberg-Schafhof, Gemeindezentren und Diasporakapellen von Otto Bartning, eingeweiht 1951 * Theodor-Heuss-Bau des Germanisches Nationalmuseum * Plärrer-Hochhaus, ältestes Hochhaus Bayerns * Nicolaus-Copernicus-Planetarium * Hochhaus der Fränkischen Überlandwerke am Platz der Opfer des Faschismus (heute N-Ergie) * Alcan-Werke in Nürnberg-Sandreuth * Erweiterungsbau und neues Eingangsfoyer des Germanisches Nationalmuseum in der Kartäusergasse mit der Straße der Menschenrechte * Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände * Neues Museum Nürnberg * Business-Tower (Nürnberg), zweithöchstes Bürogebäude Bayerns Zwischen 1975 und 1977 wurde im Stadtteil Schweinau der Fernmeldeturm Nürnberg errichtet. Dieser ist nach einem Austausch der Turmantennen im Jahr 2005 292,80 Meter hoch und der drittgrößte Fernmeldeturm Deutschlands. Der in 185 Meter Höhe befindliche eiförmige Turmkorb gibt dem Turm den Spitznamen „Nürnberger Ei“. Erst seit 1988 werden die Programme von Sat.1 und RTL Television ausgestrahlt.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Sehenswert in der Innenstadt sind außerdem: * Felsengänge (Nürnberg) im Untergrund des Burgbergs – Führungen: Förderverein Nürnberger Felsengänge e. V. * Der Henkersteg * Grübelbunker * Der Weißer Turm (Nürnberg) mit dem Ehekarussell-Brunnen * Der Gänsemännchenbrunnen (Nürnberg), ein kleiner Brunnen hinter der Kirche Unserer lieben Frauen * Johannisfriedhof (Nürnberg) * Rochusfriedhof (Nürnberg) In Nürnberg befinden sich zahlreiche Steinkreuze die zum größten Teil auch als Baudenkmal ausgewiesen sind.

Politik

Stadtrat und Bürgermeister

Nürnberg wird (mit einer Unterbrechung Ergebnisse der Kommunalwahlen in Nürnberg) von SPD-Oberbürgermeistern regiert. Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Nürnberg. Über die Vergabe der 71 Sitze (70 Stadträte und der Oberbürgermeister) entscheiden die Bürger alle sechs Jahre bei den Kommunalwahlrecht (Bayern). SPD, CSU und Grüne bilden jeweils eine Fraktion (Politik). FDP, Freie Wähler (1 von 2 gewählten FW-Mitgliedern des Rats), Piraten und ÖDP bilden zusammen eine Ausschussgemeinschaft. Oberbürgermeister ist seit 2002 Ulrich Maly (SPD). Bei der Kommunalwahlen in Bayern 2008 und Kommunalwahlen in Bayern 2014 wurde Ulrich Maly im ersten Wahlgang für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Zweiter Bürgermeister ist Christian Vogel (Politiker) (SPD), zuständig für das Referat Bürgerämter, Tiergarten und Feuerwehr. Dritter Bürgermeister ist Klemens Gsell (CSU), zuständig für das Referat Schule.

Städtepartnerschaften

Nürnberg hat insgesamt 13 Städtepartnerschaften, Vertreter dieser und befreundeter Städte präsentieren alljährlich eigene Erzeugnisse (Kunsthandwerk, Spezialitäten, Textilien etc.) auf dem „Markt der Partnerstädte“ im Rahmen des Christkindlesmarktes. Private Freundeskreise und Jugendaustausche intensivieren die Kontakte ebenso wie praktische Hilfe, so wurden den Städten Krakau und Antalya ausgemusterte betriebsbereite Straßenbahnen geschenkt. Die erste Städtepartnerschaft wurde 1954 mit Nizza geschlossen und 2004 nochmals bekräftigt. Die 1979 geschlossene Partnerschaft mit Krakau stellt die Stadt Nürnberg auf ihren Internetseiten als „erfolgreiches Beispiel für die Zusammenarbeit von zwei Städten, die als Beitrag zur Normalisierung der Beziehungen zweier Völker begründet wurde“ dar. Als wirtschaftliche und kulturelle Repräsentanz existiert im Nürnberger Tratzenzwingerturm das Krakauer Haus und ein Nürnberger Haus im Krakauer Stadtteil Kazimierz. Eine der laut Stadt intensivsten Partnerschaftsbeziehungen besteht seit 1982 mit Skopje. Neben Jugendaustauschen und gegenseitigen Künstlerbesuchen existiert mit der gemeinsamen Ausgrabung des antiken Skopje durch mazedonische Archäologen zusammen mit der Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg ein weiteres Partnerschaftsprojekt. Es startete im Frühjahr 1998 und wird voraussichtlich 50 Jahre in Anspruch nehmen. Die Partnerschaft mit San Carlos (Nicaragua) in Nicaragua wurde 1984 von einer Nürnberger Bürgerinitiative angeregt und noch während des Contra-Krieges 1985 abgeschlossen. Insbesondere durch Jugendaustausche wurde die Stadt gefördert. So verfügen die Sancarleños unter anderem über eine ausgebaute Wasserversorgung, einen Krankenhausneubau, Humuslatrinen, eine Oberschule und ein Kulturhaus. Seit demselben Jahr verbindet Nürnberg und Glasgow nach über 30 Jahren intensiver Jugendaustausche eine Partnerschaft. Hilfeleistung stand im Mittelpunkt der Anfang 1990 geschlossenen Partnerschaft zwischen Charkiw und Nürnberg, da viele der nach der Katastrophe von Tschernobyl eingesetzten Liquidator (Tschernobyl) von dort kamen. Mit Unterstützung des Chemischen Untersuchungsamts Nürnberg baut die Charkiwer Akademie für Lebensmitteltechnologie und Management in einem Pilotprojekt ein Labor zur Untersuchung von Lebensmitteln für die ganze Ukraine auf. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts bestanden zwischen Nürnberg und Prag Handelsbeziehungen, 1990 wurde ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Lange dauerte es, bis es zur Partnerschaft mit Hadera kam. Seit 1974 fanden regelmäßige Austausche zwischen Deutschen und Israelis statt. Arno Hamburger, Sozialdemokratische Partei Deutschlands-Stadtrat und Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnbergs, brachte von einem dieser Austausche 1986 einen unterschriebenen Freundschaftsvertrag mit, dem 1995 ein offizieller Städtepartnerschaftsvertrag folgte. 1988 wurde mit dem damals in der Deutschen Demokratischen Republik liegenden Thüringen Gera ein Städtepartnerschaftsvertrag unterzeichnet, der 1990 in ein Freundschaftsabkommen umgewandelt und 1997 noch einmal aktualisiert wurde. Ebenfalls 1997 entstand eine Partnerschaft mit Antalya. Im Rahmen einer Regionalpartnerschaft der Städte und Landkreise in der Planungsregion Industrieregion Mittelfranken mit der Sonderwirtschaftszone Shenzhen entstand die Städtepartnerschaft mit Nürnberg. Engen Austausch gibt es zwischen den Zoos der Städte und zwischen der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und dem Shenzhen Polytechnic. 1998 wurden die Partnerschaften mit Kavala in Griechenland und Atlanta in den Vereinigte Staaten geschlossen. Bereits im frühen 14. Jahrhundert bestanden Handelsbeziehungen mit Venedig. Die Nürnberger Kaufmannschaft erlangte starken Einfluss auf die mitteleuropäischen Märkte für Gewürze, Seide und Baumwolle. Sie exportierten aber auch über Venedig Tand, Tuche, Leder, Honig und Bernstein. An diese Beziehung anknüpfend wurde 1999 eine Partnerschaft vereinbart. Nach dem Seebeben im Indischen Ozean 2004 übernahm die Stadt Nürnberg 2005 die Patenschaft für Kalkudah auf Sri Lanka. 2007 wurde Nürnberg für seine Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken mit dem Europapreis der Europäische Union ausgezeichnet. Bereits am 20. Oktober 1954 leisteten die Bürgermeister von Venedig und Nürnberg zusammen mit den Vertretern von Nizza, Locarno und Brügge auf dem Markusplatz den so genannten „Verbrüderungseid“, in dem es (in der deutschen Übersetzung) heißt: „… Verpflichten uns am heutigen Tage feierlich, die ständigen Bande zwischen den Städteverwaltungen unserer Städte zu bewahren, auf allen Gebieten den Austausch ihrer Einwohner zu unterstützen und durch eine bessere gegenseitige Verständigung das wache Gefühl der europäischen Brüderlichkeit zu fördern …“. Am 25. September 1999 wurde auf dieser Grundlage zwischen Venedig und Nürnberg lediglich eine „Neuaufnahme ihrer freundschaftlichen Beziehungen“ beschlossen. Am 6. Mai 2010 wurde ein Städtepartnerschaftsvertrag mit der spanischen Stadt Córdoba (Spanien) geschlossen, der einen Austausch und Kooperation auf verschiedenen Ebenen vorsieht. (PDF) Die Initiative zu dieser Partnerschaft gingen vom seit 1961 bestehenden Verein Centro Español und seiner interkulturellen Arbeit aus.Pressemitteilung des Amts für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg In: nuernberg.de.

Städtefreundschaften

* (Italien), seit 1999 (1954) * (Deutschland) seit 1988/1997 * (Chiusa), seit 1970 * und Kalmunai (Sri Lanka), seit 2005, Patenschaft nach der Erdbeben im Indischen Ozean 2004#Sri Lanka * , (Italien), seit 2006 * (Volksrepublik China), seit 2006 * (Kronstadt, Rumänien), seit 2006 * , seit 2006

Stadt des Friedens und der Menschenrechte

Durch die Rolle Nürnbergs während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft fühlt sich die Stadt in besonderem Maße verpflichtet, einen aktiven Beitrag zum Frieden und zur Verwirklichung der Menschenrechte zu leisten. Zu diesem Zwecke wurden unter anderem die Straße der Menschenrechte, ein Mahnmal für die Würde des Menschen sowie das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, das über die Zeit des Nationalsozialismus in Nürnberg informiert, errichtet. Seit 1995 wird der Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis an Personen verliehen, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Das Nürnberger Menschenrechtszentrum, ein Verein, der sich für die Würde des Menschen einsetzt und das Nürnberger Menschenrechtsbüro wurden gegründet. Alle zwei Jahre wird der Deutscher Menschenrechts-Filmpreis verliehen. Das Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte ist ein fester Bestandteil des Kulturprogramms der Stadt. Die Stadt Nürnberg wurde am 10. Dezember 2000 in Paris mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Damit würdigte die UNESCO den vorbildlichen Einsatz der Stadt Nürnberg für Frieden und Achtung der Menschenrechte. Die Stadt Nürnberg bewirbt sich um Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der Unesco mit dem Saal 600 im Justizgebäude, in dem ab 20. November 1945 das Nürnberger Prozesse tagte. Alle ein bis zwei Jahre wird der Preis der Stadt Nürnberg an Personen mit herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft verliehen.

Wirtschaft

Über Standortkompetenzen verfügt Nürnberg insbesondere in den Bereichen Kommunikationstechnik, Marktforschung, Druck, Energie und Leistungselektronik sowie Verkehr und Logistik. Für das Jahr 2007 fand auf dem Stadtgebiet eine Bruttowertschöpfung von 20,3 Milliarden Euro statt. Dazu trug der Dienstleistungsbereich zu etwa 75 Prozent und das produzierende Gewerbe zu 25 Prozent bei. Die Arbeitslosenquote lag etwa auf Bundesdurchschnitt, jedoch deutlich über dem Schnitt in Bayern. (PDF; 9,8 MB) Der Einzelhandelsumsatz beträgt 3,5 Milliarden Euro (Stand: 2008), was pro Kopf gerechnet der dritthöchste Wert nach München und Düsseldorf in Deutschland ist.

Landwirtschaft und Bodenschätze

Mit dem Knoblauchsland verfügt Nürnberg im Norden über ein großes Gemüseanbaugebiet von überregionaler Bedeutung, das vor allem für seinen Spargelanbau bekannt ist. Des Weiteren befindet sich in der Umgebung des eingemeindeten Worzeldorf ein Sandsteinvorkommen aus Worzeldorfer Sandstein, das für Nürnberg große kunsthistorische Bedeutung hat, da zahlreiche Bauwerke aus diesem Baustoff errichtet wurden. Der auf gemeindefreiem Gebiet um Nürnberg befindliche Nürnberger Reichswald ist seit Jahrhunderten ein Lieferant von Holz; auch befinden sich hier große Tagebaue für Bausand.

Industrie

Nürnberg ist ein Zentrum in den Bereichen Informations- und Kommunikationsindustrie, Verkehr und Logistik, Energietechnologie und Leistungselektronik. Nürnberg ist noch vor Hamburg bedeutendster Druckstandort Deutschlands. Im Norden der Stadt unterhält die Firma Alcatel-Lucent das Optical Center of Excellence, ihr größtes Forschungszentrum außerhalb der USA. Dennoch musste Nürnberg in den letzten 25 Jahren immer wieder Werkschließungen und die Verlagerung von Arbeitsplätzen hinnehmen. Besonders betroffen war davon die Sparte Maschinenbau und Haushaltselektronik. So wurde das Gelände der MAN im Süden Nürnbergs im Laufe der Zeit stetig verkleinert. Ende der 1990er Jahre wurden bei Tochtergesellschaften und Ausgründungen 3000 Mitarbeiter entlassen. Mitte der 1980er Jahre begann der Niedergang des Büromaschinenherstellers Triumph-Adler. 2003 gingen im Rahmen der Auflösung des Grundig AG-Konzerns rund 1300 Stellen in Nürnberg verloren. Zwischen der ersten Hälfte des Jahres 2006 und März 2007 schloss das Nürnberger AEG-Werk mit einem Verlust von 1750 Stellen.Süddeutsche Zeitung: Eine Region in der Schockstarre, 22. Oktober 2009, S. 45.

Dienstleistungen

Im Bereich der Marktforschung ist Nürnberg bundesweit führend: jeder dritte deutsche Marktforscher arbeitet hier. So verfügt Nürnberg beispielsweise mit der Nürnberger Versicherungsgruppe, der DATEV oder der Gesellschaft für Konsumforschung über mehrere Großunternehmen im Dienstleistungssektor. Darüber hinaus ist Nürnberg ein bedeutender Standort für Call-Center und für Unternehmen aus dem Bereich Neue Medien. So haben hotel.de und Immowelt hier ihren Sitz. Der ehemals weltgrößte Versandhaus-Konzern Quelle GmbH ging im Juni 2009 in Insolvenz und wurde ab Oktober aufgelöst. 3700 Mitarbeiter wurden in Nürnberg und Fürth arbeitslos, weitere Arbeitsplatzverluste gibt es bei Dienstleistern wie DHL und Zulieferern.

Gewerbegebiete bzw. Gewerbeparks

Insbesondere in den letzten 15 Jahren sind in Nürnberg zahlreiche Gewerbegebiete und Gewerbeparks entstanden. Grund für die Schaffung war oft eine innerstädtische Raumneuordnung, da ehemalige Industriegebiete nach dem Weggang der Industrie aufgelassen worden waren. * Eurocom im Stadtteil Langwasser * FrankenCampus auf dem ehemaligen MAN-Verwaltungsgelände an der Frankenstraße in der Südstadt * Gewerbegebiet Altenfurt * Gewerbegebiet Moorenbrunn: Hier hat die Siemens AG ein großes Verwaltungszentrum geschaffen. * Gewerbepark Nürnberg-Feucht auf einem ehemaligen Nuernberg Military Community nördlich der Munitionsanstalt * Hansapark im Stadtteil Schweinau * Herkules-Park an der Nopitschstraße auf dem früheren Gelände der Hercules (Zweiradmarke)-Werke, später befanden sich dort die Sachs Bikes-Werke. * HighTech Center Nürnberg * Maxtorhof in der Pirckheimerstraße, ehemals stand dort die Bleistiftfabrik Schwan-Stabilo. * Nordostpark * Nürbanum in der Allersberger Straße, ehemals Felten & Guilleaume#1900 bis 1945/Lucent Technologies#TeKaDe (1912–1949), später Philips Kommunikations Industrie (PKI) * Südwestpark im Stadtteil Gebersdorf (Nürnberg) * TA-Gelände an der Fürther Straße. Früher Standort des Motorradherstellers Triumph (Nürnberg) und der Triumph-Adler-Schreibmaschinenwerke * Tilly-Park an der Gustav-Adolf-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Infanteriekaserne * VDM-Areal im Stadtteil Schweinau

Messe

Die Messe Nürnberg ist einer der bedeutendsten Kongress- und Messe (Wirtschaft) Deutschlands und steht weltweit in der Liste der Top 20. Hier findet unter anderem jährlich Fachmessen wie die Nürnberger Spielwarenmesse oder die BIOFACH sowie Publikumsveranstaltungen (beispielsweise die Consumenta) statt.

Medien

Zeitungen, Zeitschriften und regelmäßige Publikationen

Die großen Nürnberger Tageszeitungen sind die Nürnberger Nachrichten (NN), die Nürnberger Zeitung (
[ Quelle: Wikipedia | Stand: 26.04.2016 ]


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