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Wolfsburg ist eine Kreisfreie Stadt Großstadt im Osten des Landes Niedersachsen. Die Stadt wurde 1938 als Sitz des Volkswagenwerk Wolfsburg gegründet und ist mit rund 123.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Niedersachsens. Wolfsburg zählt zu den wenigen Stadtgründungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Bis Mai 1945 trug die Stadt den Namen Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben (Wolfsburg).Walter Krämer, Götz Trenkler, Denis Krämer: Das neue Lexikon der populären Irrtümer. Eichborn, Frankfurt am Main 1998, S. 365. Die Stadt war als Wohnort für die Mitarbeiter des Volkswagenwerkes konzipiert, in dem der KdF-Wagen – der spätere VW Käfer – produziert werden sollte. 1972 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch Wolfsburg zur Großstadt wurde. Im Jahr 2010 war das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte. spiegel.de vom 29. Juli 2013, abgerufen am 19. April 2015http://www.iwkoeln.de/infodienste/iwd/archiv/beitrag/wirtschaftskraft-der-staedte-gross-ist-nicht-gleich-stark-119810 Wolfsburg bildet mit den Städten Braunschweig und Salzgitter eines der neun Oberzentrum in Niedersachsen und gehört zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Braunschweig rund 26 Kilometer südwestlich, Magdeburg rund 64 Kilometer südöstlich und Hannover rund 74 Kilometer westlich.

Geografie

Das Aller-Urstromtal mit dem Mittellandkanal verläuft in Ost-West-Richtung durch Wolfsburg. Das Stadtgebiet greift im Süden auf die Hochfläche des Ostbraunschweigischen Flachlandes, im Norden auf den Vorsfelder Werder, im Westen auf das Feuchtgebiet Barnbruch und im Osten auf das Niedermoorgebiet Drömling über. Der höchste Punkt liegt mit 140 Metern über Normalhöhennull bei Almke, der niedrigste mit 54 Metern im Ilkerbruch., abgerufen am 29. Januar 2013 Die höchste Erhebung in der Kernstadt ist mit 110 Metern der Klieversberg.

Klima

Der Niederschlag beträgt 532 mm und liegt damit im unteren Zehntel der in Deutschland erfassten Niederschlagsdiagramm (Deutschland); nur an 7 Prozent der Messstationen des Deutscher Wetterdienst werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Oktober, die meisten Niederschläge fallen im Juni; in diesem Monat fallen 1,9-mal mehr Niederschläge als im Oktober. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 17 Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Nachbarkreise und -gemeinden

Die nachfolgenden Landkreise, Stadt und Gemeinde (Deutschland) grenzen an die Stadt Wolfsburg (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): * Landkreis Gifhorn: Calberlah, Osloß, Weyhausen, Tappenbeck, Jembke, Tiddische, Rühen * Landkreis Helmstedt: Danndorf, Velpke, Groß Twülpstedt, Königslutter am Elm, Lehre (Niedersachsen)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Wolfsburg gliedert sich in 40 Stadtteile. Ein Stadtteil allein oder mehrere Stadtteile zusammen bilden die insgesamt 16 Ortschaften, die durch Ortsrat vertreten werden. Jeder Ortsrat hat einen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Ortsräte wurden zunächst nur in den 1972 nach Wolfsburg eingemeindeten Stadtteilen gebildet. Damals wurden elf Ortsräte eingerichtet. Sie übernahmen teilweise die Funktionen der früheren Stadt- und Gemeinderäte dieser Orte. 1991 wurden für Detmerode, Westhagen und für die Nordstadt, die aus mehreren Stadtteilen besteht, weitere Ortsräte gebildet und 2001 erfolgte die Einrichtung der Ortsräte für die ebenfalls aus mehreren Stadtteilen bestehenden Bereiche Stadtmitte und Mitte-West. Somit gibt es in Wolfsburg heute flächendeckend insgesamt 16 Ortsräte. Diese Gremien werden von den Bürgern direkt gewählt und sind in ihrem Gebiet zu allen wichtigen Angelegenheiten anzuhören. Die 16 Ortschaften (PDF zum Herunterladen), abgerufen am 28. September 2015 (mit Einwohnerzahlen im Jahr 2012) und den zugehörigen Stadtteilen: (PDF zum Herunterladen), abgerufen am 28. September 2015 * Almke-Neindorf (2.144) mit den Stadtteilen Almke und Neindorf (Wolfsburg) * Barnstorf-Nordsteimke (3.982) mit den Stadtteilen Barnstorf (Wolfsburg) und Nordsteimke * Brackstedt-Velstove-Warmenau (3.001) mit den Stadtteilen Brackstedt, Velstove und Warmenau (Wolfsburg) * Detmerode (7.640), zugleich Stadtteil * Ehmen-Mörse (8.987) mit den Stadtteilen Ehmen und Mörse * Fallersleben-Sülfeld (14.191) mit den Stadtteilen Fallersleben (Wolfsburg) und Sülfeld (Wolfsburg) * Hattorf-Heiligendorf (4.017) mit den Stadtteilen Hattorf (Wolfsburg) und Heiligendorf * Hehlingen (1.854), zugleich Stadtteil * Kästorf-Sandkamp (1.994) mit den Stadtteilen Kästorf (Wolfsburg) und Sandkamp * Mitte-West (17.942) mit den Stadtteilen Eichelkamp, Hageberg, Hohenstein (Wolfsburg), Klieversberg (Stadtteil), Laagberg, Rabenberg (Wolfsburg) und Wohltberg * Neuhaus-Reislingen (7.718) mit den Stadtteilen Neuhaus (Wolfsburg) und Reislingen * Nordstadt (Wolfsburg) (9.775) mit den Stadtteilen Alt-Wolfsburg, Kreuzheide, Tiergartenbreite und Teichbreite * Stadtmitte (15.122) mit den Stadtteilen Hellwinkel, Heßlingen (Wolfsburg), Köhlerberg (Wolfsburg), Rothenfelde (Wolfsburg), Schillerteich, Stadtmitte (Wolfsburg) und Steimker Berg * Vorsfelde (12.641), zugleich Stadtteil * Wendschott (2.903), zugleich Stadtteil * Westhagen (9.206), zugleich Stadtteil

Sonderbezirk

Einen Sonderfall stellt das Gebiet mit Volkswagenwerk und Allerpark in der Stadtgliederung dar: Obwohl es sich fast mittig im Wolfsburger Stadtgebiet befindet, ist es keiner Ortschaft zugeordnet, sondern wird als „Sonderbezirk“ geführt. Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, langfristig den Allerpark politisch zuzuordnen. Jedoch erhebt die Ortschaft Nordstadt ebenso wie die Stadtmitte Besitzansprüche auf den Allerpark. Der Ostteil des Allersees, der sich im Allerpark befindet, gehört politisch zur Ortschaft Neuhaus-Reislingen. Das liegt an den alten Gemarkungsgrenzen, die durch die Gebietsreform 1972 nicht geändert wurden.

Naturschutzgebiete

Im Wolfsburger Stadtgebiet sind sechs Naturschutzgebiet (Deutschland) (NSG) ausgewiesen. Im Westen liegen im Aller-Urstromtal die Gebiete „Barnbruch“, „Ilkerbruch“, „Düpenwiesen“ und „Düpenwiesen“, im Osten ebenfalls im Aller-Urstromtal das NSG „Wendschotter und Vorsfelder Drömling“ und im Süden das Gebiet „Talniederung im Barnstorfer Wald“., abgerufen am 26. August 2011

Geschichte

Vorgeschichte der Stadt Wolfsburg

1302 wurde die Wolfsburg (Schloss) als Sitz des Adelsgeschlechts derer Bartensleben (Adelsgeschlecht) erstmals urkundlich erwähnt. Anfangs war dies ein Wohnturm an der Aller, der erst in späteren Jahrhunderten seinen wehrhaften Charakter als Wasserburg erhielt. Eine Vorgängeranlage war vermutlich die um 1200 entstandene Motte (Burg) Rothehof (Burg) der Rothehöfer Linie des Geschlechts. 1372 folgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg Neuhaus (Wolfsburg). Nach dem Erlöschen des Geschlechts derer von Bartensleben 1742 ging ihr Besitz einschließlich der Wolfsburg durch Erbgang an die Grafen Schulenburg (Adelsgeschlecht) über. Das gräfliche Gut war ein bedeutender Arbeitgeber für die der Burg nahe liegenden Siedlungen Rothenfelde (Wolfsburg) und Heßlingen (Wolfsburg) sowie den schulenburgischen Gutsweiler Rothehof (Siedlung). Einige der heutigen Ortsteile, darunter Heßlingen mit dem bis 1928 als Gutsbezirk selbständigen Alt-Wolfsburg, gehörten im 18. Jahrhundert zum Herzogtum Magdeburg und bildeten eine Exklave, die zum Holzkreis gehörte. Erst 1932 wurden sie aus dem Landkreis Gardelegen, der zur Preußen Provinz Sachsen gehörte, in den Provinz Hannover Landkreis Gifhorn umgegliedert. Andere Ortsteile, wie Vorsfelde und die vom Landkreis Helmstedt zu Wolfsburg gekommenen Dörfer, gehörten über Jahrhunderte zum Gebiet des späteren Herzogtum Braunschweig, hingegen Fallersleben (Wolfsburg) und die schon vor 1932 zum Landkreis Gifhorn gehörenden Dörfer zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (später Königreich Hannover und Provinz Hannover). Über das heutige Stadtgebiet verlief im 18. und 19. Jahrhundert die Postroute Braunschweig–Calvörde. Schloss Wolfsburg Umland 16. Jahrhundert.jpg|Karte vom Umland von Wolfsburg (Schloss) etwa 16. Jahrhundert (farblich nachkoloriert) Wolfsburg Merian.png|Matthäus Merian-Stich der Gegend um Schloss Wolfsburg um 1654 Schloss Wolfsburg Sued-West.JPG|Schloss Wolfsburg (Südwest-Seite) Alt Wolfsburg-01.jpg|Schlossstraße in Alt-Wolfsburg nahe dem Schloss Wolfsburg

Stadt- und Werksgründung sowie Zweiter Weltkrieg

Am 26. Mai 1938 wurde durch Adolf Hitler der Grundsteinlegung für das Volkswagenwerk Wolfsburg auf der Nordseite des Mittellandkanals gelegt, wo der KdF-Wagen – später VW Käfer genannt – gebaut wurde. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, sollte in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt entstehen. Daher wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1938 durch Verordnung des Oberpräsidenten des Regierungsbezirks Lüneburg die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ im Landkreis Gifhorn gebildet. Sie bestand aus den vormaligen Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) sowie einzelnen Grundstücken der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf, alle zum Landkreis Gifhorn gehörig. Das Zentrum der neuen Stadt sollte in der Gemarkung Heßlingen entstehen. Der Bau von Kirchen wurde ab 1940 bewusst ausgeschlossen, da Wolfsburg eine Stadt ohne Kirchen werden sollte.Katholische Kirche – Dekanat Wolfsburg Gifhorn Helmstedt: Abgerufen am 30. Juni 2013. Bereits zu dieser Zeit wurde der Einsatz von ausländischen Facharbeitern in Erwägung gezogen. Die in Bahnhofsnähe errichtete Tullio-Cianetti-Halle erinnert mit ihrem Namen an ein 1937 ratifiziertes Abkommen mit der italienischen Benito Mussolini. Der an der Berlin-Lehrter Eisenbahn liegende Bahnhof trug weiterhin den Namen Rothenfelde-Wolfsburg. im Kursbuch 1944. Während des Zweiter Weltkrieg diente das neu gebaute Autowerk vor allem der Rüstungsindustrie, auch unter Einsatz Tausender Zwangsarbeiter. In den für die Produktion der KdF-Wagen gebauten Hallen wurden Kübelwagen, Ersatzteile für Panzer und andere Rüstungsgüter wie die Fieseler Fi 103 produziert. Die Zwangsarbeiter wurden im KZ Arbeitsdorf zwangsinterniert. Am 11. April 1945 wurde das Werk Ziel von alliierten Luftkrieg und durch Bomben zu zwei Dritteln zerstört.

Stadtaufbau

Ende 1937 beauftragte die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens (GEZUVOR) den Architekten Peter Koller (Architekt) mit der Planung und dem Bau der neu zu gründenden Stadt mit bis zu 90.000 Einwohnern, die den vorläufigen Namen Stadt des KdF-Wagens trug. Es sollte eine vorbildliche Arbeiterstadt entstehen, um als Muster für andere städtebauliche Maßnahmen im Deutschen Reich zu dienen. Beim Bau der neuen Stadt konnte Koller die herkömmlichen baurechtlichen Beschränkungen umgehen, da das 1937 geschaffene Gesetz über die Neugestaltung deutscher Städte zur Anwendung kam. Koller hatte ab Herbst 1937 zusammen mit dem Garten- und Landschaftsplaner Wilhelm Heintz die Grundzüge der Stadtentwicklung anhand statistischer Untersuchungen des täglichen Bedarfs der zukünftigen Stadtbewohner und anhand eingehender topografischer Untersuchungen des vorhandenen Geländes entwickelt. Koller wurde 1938 Chef des Stadtbaubüros und unterstand im Sinne des „Führerprinzips“ zunächst direkt Generalbauinspektor Albert Speer, später Robert Ley als Leiter der Deutsche Arbeitsfront (DAF). 1938 legte Koller seinen Entwurf („Koller-Plan“) für den Bau der neuen Stadt vor, der nach geringen Änderungen von Adolf Hitler genehmigt wurde. Nach dem „Koller-Plan“ war eine Stadt im Grünen vorgesehen, die sich an die vorhandene Topografie anpasst. Darin stellte der Mittellandkanal die Trennlinie zwischen Wohnen und Arbeiten dar. Während das VW-Werk in dem flachen, baumarmen Niederungsgebiet nördlich des Kanals entstand, war das Südufer mit leichten Anhöhen und ausgedehnten Waldflächen der Stadt vorbehalten. Auf dem Klieversberg als der höchsten Stelle war eine „Stadtkrone“ mit repräsentativen Parteibauten vorgesehen. Baubeginn bei der Wohnbebauung mit 6.700 geplanten Wohnungen im ersten Bauabschnitt war das Jahr 1938. Zuerst entstand die Siedlung Steimker Berg als Wohnquartier für Führungskräfte des Volkswagenwerks und der Stadtverwaltung. Weitere Wohnbauten wurden in den Stadtteilen Wellekamp und Schillerteich für Arbeiter errichtet. Für den Bau war die Neuland WohnungsgesellschaftIm nächsten Jahr wird die Stadt entstehen. In: 50 Jahre Wolfsburg im Spiegel der Presse. Stadt Wolfsburg, Wolfsburg 1988, S. 12. zuständig. Ende 1941 kamen aufgrund der kriegsbedingten Materialknappheit und des Arbeitskräftemangels die Bauarbeiten zum Stillstand. Bis dahin waren lediglich knapp 2.900 Wohnungen fertiggestellt. In die bereits vorbereitete Stadtsilhouette wurden an Stelle der fehlenden festen Wohnbebauung Barackensiedlungen eingefügt. Kollers ursprüngliche Stadtplanung kam aufgrund des Zweiten Weltkriegs nur ansatzweise zur Verwirklichung. Neben den Wohnungen zählt zu den wenigen verwirklichten Bauvorhaben die (heute als Parkplatz genutzte) Prachtstraße am CongressPark Wolfsburg, die nach der ursprünglichen Planung als Paradestraße für die Aufmärsche der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei unterhalb der (geplanten) Residenz des „Führers“ auf dem Klieversberg dienen sollte.

1945 bis 1970

Am 25. Mai 1945 beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf Drängen der britischen Besatzungsmacht die Änderung des bisherigen Städtenamens „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ in „Wolfsburg“., Zeit Online Geschichte. Damit erhielt die Stadt ihren endgültigen Namen nach dem bereits 1302 urkundlich erwähnten Wolfsburg (Schloss)., abgerufen am 27. Mai 2013. Dass die Keimzelle der Stadt bereits in vorvergangener Zeit die topographische Bezeichnung „Wolfsburg“ aufwies, die auch (s. o., „Vorgeschichte der Stadt Wolfsburg“) bis 1928 amtlicher Name des Gutsbezirks war, steht der Behauptung entgegen, Adolf Hitlers Beiname „Wolf“ (enthalten etwa in „Wolfsschanze“) sei inspirierend gewesen, als die Stadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges den Namen „Wolfsburg“ annahm. Das Volkswagen-Werk stand zunächst unter der Leitung des britischen Majors Ivan Hirst. Er verhinderte die Demontage (Reparation) der Fertigungsmaschinen, indem er dem Volkswagenwerk Aufträge der britischen Regierung verschaffte. Nur durch diese Aufträge konnte das Volkswagenwerk nach Kriegsende bestehen bleiben und somit das Wachstum der Stadt Wolfsburg auslösen. Bei den Kommunalwahlen 1948 erhielt die rechtsgerichtete Deutsche Konservative Partei – Deutsche Rechtspartei in Wolfsburg über 60 Prozent der Stimmen. Die Wahl wurde später aus formalen Gründen annulliert.Günter Riederer: ', Bundeszentrale für politische Bildung, bpb.de, 19. März 2013. Zum 1. Oktober 1951 schied die Stadt aus dem Landkreis Gifhorn aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Die kommenden Jahrzehnte waren geprägt durch das Wirtschaftswunder#Deutsches Wirtschaftswunder um 1955. Damit einher ging das schnelle Wachstum der Stadt und des Volkswagenwerks. Wolfsburg verzeichnete einen enormen Zuwachs durch Gastarbeiter, die vor allem aus Italien kamen. Zahlreiche repräsentative öffentliche Gebäude und Kirchen wurden errichtet, teilweise von namhaften Architekten. Am 5. August 1955 lief der einmillionste Volkswagen in Wolfsburg vom Band. Dieses Ereignis wurde mit einem goldfarbenen Käfer gefeiert, bei dem zahlreiche Chromteile mit geschliffenen Glasperlen besetzt sind. 1958 wurde das Rathaus der Stadt eingeweiht. 1960 wurde die Volkswagenwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland) in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

1970 bis heute

Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform von 1972 wurden 20 Orte durch das Wolfsburg-Gesetz nach Wolfsburg eingemeindet (siehe auch unter Eingemeindungen). Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und Wolfsburg erlangte mit nahezu 131.000 Einwohnern den Status einer Großstadt; die Stadtfläche vergrößerte sich von 35 auf 204 Quadratkilometer. Für die eingemeindeten Stadtteile wurden elf direkt gewählte Ortsräte mit jeweils einem Ortsbürgermeister eingerichtet. 1973 wurde mit fast 132.000 die höchste Einwohnerzahl der Stadt erreicht. Mit Wirkung vom 1. Februar 1978 wurde die Stadt Wolfsburg aus dem Regierungsbezirk Lüneburg ausgegliedert und dem Regierungsbezirk Braunschweig zugeordnet, ehe die Regierungsbezirke in Niedersachsen zum 1. Januar 2005 aufgelöst wurden. 1982 erhielt die Stadt mit der Bundesautobahn 39 einen direkten Autobahnanschluss als Abzweigung von der Bundesautobahn 2 (Oberhausen–Hannover–Werder (Havel)) und 1988 wurde Wolfsburg zur Hochschulstadt, als die staatliche Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (heute: Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften) einen Standort hier einrichtete. 1991 kamen zu den elf Ortsräten aus dem Jahre 1972 noch weitere drei hinzu (Detmerode, Westhagen und Nordstadt). Schließlich wurden 2001 noch die Ortsräte Stadtmitte und Mitte-West eingerichtet. Damit gibt es derzeit 16 Ortsräte in der Stadt. In einer „Sympathiekundgebung“ für den neuen VW Golf V begrüßte die Stadt Wolfsburg vom 25. August bis 10. Oktober 2003 im Internet, auf dem Briefpapier der Stadt und auf den Ortsschildern alle Besucher mit dem Namen Golfsburg. Spiegel Online, 23. Juli 2003. Diese Aktion fand ein bundesweites Echo in der Presse, in Rundfunk- und Fernsehnachrichten. In den Jahren 2004 und 2012 war Wolfsburg Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte Wolfsburg im Sommer 2009 durch den Gewinn der deutschen Fußballmeisterschaft durch den VfL Wolfsburg. Die in der Innenstadt gefeierte Party mit etwa 100.000 Menschen war einzigartig in der Wolfsburger Stadtgeschichte.

Eingemeindungen

Mit Wirkung vom 1. Juli 1938 wurden die Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) mit insgesamt 857 Einwohnern sowie zahlreiche Flurstücke der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf (Wolfsburg) (damals alle Landkreis Gifhorn) zur „Stadt des KdF-Wagens“ vereinigt, 1945 wurde sie in „Stadt Wolfsburg“ umbenannt. 1951 verließ sie den Landkreis Gifhorn und wurde kreisfrei. Am 1. Juli 1972 wurden Eingemeindung: * vom Landkreis Gifhorn: ** Stadt Fallersleben (rund 12.000 Einwohner) ** Gemeinden Almke, Barnstorf, Ehmen, Hattorf, Hehlingen, Heiligendorf, Mörse, Neindorf, Sandkamp und Sülfeld * vom Landkreis Helmstedt: ** Stadt Vorsfelde (rund 11.000 Einwohner) ** Gemeinden Brackstedt, Kästorf, Neuhaus, Nordsteimke, Reislingen, Velstove, Warmenau und Wendschott

Einwohnerentwicklung

Von rund 1000 Einwohnern 1938 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt bis 1950 auf 25.000 und verdoppelte sich bis 1958 auf 50.000. Durch Gründung neuer Stadtteile wie Detmerode und Westhagen stieg die Einwohnerzahl weiter rasch an. Am 1. Juli 1972 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Wolfsburg auf Grund der Eingemeindung mehrerer Orte die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1973 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.971 ihren historischen Höchststand. Ende Dezember 2014 lebten in Wolfsburg nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 123.027 Menschen mit Hauptwohnsitz. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen ab 1938 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. * Volkszählungsergebnis

Religionen

Christliche Religionsgemeinschaften

Das Gebiet der heutigen Stadt Wolfsburg gehörte bis 1945 zu den beiden ehemaligen Ländern Provinz Hannover und Land Braunschweig. Daher gehörten die Evangelisch-lutherische Kirchen Kirchengemeinden der Orte im heutigen Stadtgebiet Wolfsburgs auch zu diesen beiden Landeskirchen. An dieser Zugehörigkeit hat sich bis heute nichts geändert. Grob gesehen gehören die Kirchengemeinden der Innenstadt und des westlichen Stadtgebiets zum Kirchenkreis Wolfsburg innerhalb des Sprengels Lüneburg der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Kirchengemeinden des östlichen Stadtgebiets zur Propstei Vorsfelde der Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig. Eine Gemeinde der Evangelisch-reformierte Kirche in Nordwestdeutschland befindet sich ebenfalls in Wolfsburg sowie die Stadtmission und die Evangelische Gemeinschaft Fallersleben, die zum Landeskirchliche Gemeinschaft gehören (Gemeinschaften innerhalb der Evangelischen Kirche). Von Anfang an zogen jedoch auch Römisch-katholische Kirche nach Wolfsburg. Die Region gehört zum Bistum Hildesheim. Wolfsburg ist Sitz des Dekanates Wolfsburg-Helmstedt, es umfasst neben Wolfsburg auch den Landkreis Gifhorn und den Großteil des Landkreises Helmstedt. Zur Pfarrgemeinde St. Christophorus (Wolfsburg) in der Innenstadt gehören heute auch die katholischen Kirchen in den Stadtteilen Alt-Wolfsburg, Detmerode, Rabenberg und Westhagen. Die Kirche im Stadtteil Wohltberg wurde geschlossen. In Fallersleben und Vorsfelde befindet sich je eine weitere katholische Pfarrgemeinde. Neuapostolische Kirchen befinden sich in den Stadtteilen Fallersleben und Köhlerberg, ihre Gemeinden gehören zum Kirchenbezirk Braunschweig. Die neuapostolische Kirche in Vorsfelde wurde aufgegeben. 1950 wurde die Gemeinde Wolfsburg gegründet, bereits ab 1948 fand neuapostolischer Gottesdienst von der schon 1923 gegründeten Gemeinde Fallersleben aus in einer Wolfsburger Schulbaracke statt. Ferner sind in Wolfsburg folgende Konfessionen Freikirche Struktur vertreten: Siebenten-Tags-Adventisten, Baptisten, Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, Mennoniten, Evangelisch-methodistische Kirche und Apostelamt Jesu Christi. Außerdem finden sich in der Stadt die Zeugen Jehovas und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Andere Religionsgemeinschaften

Das Islamisches Kulturzentrum Wolfsburg mit der Al-Salam-Moschee wurde 2006 eröffnet. Entworfen wurde es von dem Wolfsburger Architekturbüro Koller-Heitmann-Schütz. Hauptsponsor des Baus war der Herrscher des Emirats Schardscha (Emirat) Sultan bin Mohamed al-Qasimi.Artikelzitat aus: , Braunschweiger Nachrichten vom 10. Juli 2006. Die Moschee verfügt über kein Minarett. Ferner gibt es in Wolfsburg die Eyüp-Sultan-Moschee der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion in der Stadtmitte. Seit Februar 2005 besteht die Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg-Region Braunschweig. Die Orthodoxes Judentum zu Wolfsburg wurde im Herbst 2007 gegründet. Das jüdische Zentrum mit Gemeindesitz samt Synagoge befindet sich in Sandkamp.

Politik

An die Spitze der jungen „Stadt des KdF-Wagens“ wurde gemäß Verordnung des Oberpräsidenten der Regierung zu Lüneburg Nr. 145 vom 22. Juni 1938 mit Wirkung vom 1. Juli 1938 Regierungsassessor Karl Bock als kommissarischer Bürgermeister bestimmt. Auch seine Nachfolger wurden von der Regierung eingesetzt. Im Jahr 1946 führte die Militärregierung der Britische Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentant der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Stadtdirektor bzw. Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Wolfsburg die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.

Rat

Der Rat der Stadt ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Wolfsburg. Über die Vergabe der 46 Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Der Oberbürgermeister ist Chef der Verwaltung, also Vorgesetzter aller Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Dabei unterstützen ihn vier Dezernenten, die auf seinen Vorschlag hin als Wahlbeamte vom Rat gewählt werden. Sie bilden zusammen den Verwaltungsvorstand, in dem wöchentlich die wichtigsten Entscheidungen der Verwaltung beraten werden. Die Mandatsträger von FDP und WTZ (Wählergemeinschaft Team Zukunft) bilden gemeinsam eine Fraktion.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister(in) seit 1938

Stadtdirektoren und Oberstadtdirektoren 1946–2001

Ortsbürgermeister

* Almke-Neindorf: Hans-Ulrich Achilles (SPD) * Barnstorf-Nordsteimke: Hans-Georg Bachmann (SPD) * Brackstedt-Velstove-Warmenau: Angelika Jahns, MdL (CDU) * Detmerode: Ralf Mühlisch (SPD) * Ehmen-Mörse: Peter Kassel (CDU) * Fallersleben-Sülfeld: Bärbel Weist (P.U.G.) * Hattorf-Heiligendorf: Angela Karp (CDU) * Hehlingen: Ira von Steimker (CDU) * Kästorf-Sandkamp: Ralf Fruet (CDU) * Mitte-West: Adam Ciemniak (SPD) * Neuhaus-Reislingen: Hans-Jürgen Friedrichs (SPD) * Nordstadt: Immacolata Glosemeyer, MdL (SPD) * Stadtmitte: Detlef Conradt (SPD) * Vorsfelde: Günter Lach, MdB (CDU) * Wendschott: Andrea Kienapfel (SPD) * Westhagen: Ludmilla Neuwirth (CDU)

Verschuldung

Die Gesamtsumme der Schulden beim öffentlichen Bereich der Stadt Wolfsburg belief sich zum Jahresende 2012 auf 317,4 Millionen Euro. Jeder Einwohner war damit mit 2.616 Euro verschuldet. Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland lag Wolfsburg damit an Platz 90 der Pro-Kopf-Verschuldung.

Geplante Fusionen

Am 13. März 2013 beschloss der Rat einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit dem Landkreis Helmstedt. Ziel der Verhandlungen soll die Auflösung des Landkreises Helmstedt und die Bildung eines Gemeindeverbandes Wolfsburg sein. Am selben Tag wurde ebenfalls einstimmig die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Nachbarstadt Königslutter am Elm zwecks Eingliederung in die Stadt Wolfsburg beschlossen. Wie im November 2013 bekannt wurde, hat das Land Niedersachsen die bisher geplante Fusion zwischen der Stadt Wolfsburg und dem Landkreis Helmstedt abgelehnt. Nun soll weiter geprüft werden, ob und wie andere Möglichkeiten einer Fusion möglich sind.

Wappen

Das Wappen der Stadt Wolfsburg zeigt über grünem Schildfuß, darin silberne Wellenbalken, in Rot eine zweitürmige silberne Burg mit geschlossenem Tor, über den Mauerzinnen schreitend, ein widersehender blau gezungter goldener Wolf. Die Stadtflagge ist grün-weiß. Das Wappen wurde 1952 durch das Innenministerium des Landes Niedersachsens verliehen, nachdem es bereits 1947 in der Hauptsatzung festgelegt worden war. 1961 wurde es heraldisch verbessert und durch das Regierungspräsidium Lüneburg neu verliehen. Die Symbole Wolf und Burg spiegeln den Namen der Stadt wider (sog. redendes Wappen) und haben keinen direkten historisch überlieferten Bezug. Die Stadtflagge wurde bereits 1955 eingeführt. In Imagekampagnen präsentiert sich die Stadt mit dem Namensgeber der Stadt, dem Wolf. Für offizielle und hoheitliche Anlässe kommt das Wolfsburger Wappen zum Einsatz.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Wolfsburg unterhält folgende Städtepartnerschaften: * Marignane, Frankreich (seit 1963) * Provinz Pesaro und Urbino, Italien (seit 1975) * Halberstadt, Deutschland (seit 1989) * Toljatti, Russland (seit 1991) * Bielsko-Biała, Polen (seit 1998) Ehemalige Partnerstadt: * Luton, Vereinigtes Königreich (1950–2004); von Wolfsburg für beendet erklärt.Lt. der Stadt Wolfsburg seien im Vorfeld der Entscheidung alle Bestrebungen gescheitert, die offiziellen Verbindungen zu Luton wieder zu aktivieren. Quelle:

Städtefreundschaften

* Sarajevo, Bosnien und Herzegowina (seit 1985) * Changchun, Volksrepublik China (seit 2006) * Jiading (Stadtbezirk von Shanghai), Volksrepublik China (seit 2007) * Heroica Puebla de Zaragoza, Mexiko (seit 2010) * Jendouba, Tunesien (seit 2010) * Toyohashi, Japan (seit 2011) * Dalian, Volksrepublik China (seit 2011) * Chattanooga (Tennessee), Vereinigte Staaten (seit 2011) * Popoli, Italien (seit 2012)

Konsularische Vertretungen

* Italienische Konsularagentur

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Landschaftsverbände

Die Stadt Wolfsburg ist Mitglied im Verband Braunschweigische Landschaft e. V. mit Sitz in Braunschweig sowie im Lüneburgischer Landschaftsverband e. V. mit Sitz in Uelzen. Diese Verbände wurden zur Pflege kultureller Einrichtungen in den Regionen gegründet.

Theater und Veranstaltungszentren

* Das nach Plänen des Architekten Hans Scharoun erbaute Theater Wolfsburg wurde 1973 eröffnet. Es bietet 777 Plätze bei Musiktheater-Vorführungen und 833 Plätze im Schauspiel. Jährlich gibt es nur etwa zwei eigene Produktionen, ansonsten handelt es sich um eine Spielstätte für Tourneetheater und anderweitige Gastspiele. * Wolfsburger Figurentheater Compagnie in der Bollmohr-Scheune in Heßlingen * Das Galerie Theater, ebenfalls in Heßlingen * Das Holzbanktheater in Reislingen * CongressPark Wolfsburg in der Stadtmitte * Hallenbad – Kultur am Schachtweg in der Stadtmitte * Das Tanzende Theater Wolfsburg, im Hallenbad – Kultur am Schachtweg * Zaubertheater UNIKUM (Kleine Bühne Hoffmannhaus) in Fallersleben

Museen

Bedeutende Bauwerke

* Die Wolfsburg (Schloss), ein Weserrenaissance-Schloss aus dem 13. Jahrhundert, erstmals erwähnt 1302 als Sitz des Adelsgeschlechts Bartensleben (Adelsgeschlecht), gab der Stadt ihren Namen. Das Schloss gehört seit 1961 der Stadt und beheimatet das Stadtmuseum, die Städtische Galerie, den Kunstverein Wolfsburg, die Lernwerkstatt und das Institut Heidersberger mit wechselnden Ausstellungen. Die im 18. Jahrhundert in den Besitz der preußischen Adelsfamilie Schulenburg (Adelsgeschlecht) gekommene Anlage ist das älteste und kunsthistorisch bedeutendste Bauwerk. Es gilt daher als Wahrzeichen der Stadt. * Die Burg Neuhaus (Wolfsburg) im Stadtteil Neuhaus ist eine mittelalterliche Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert und befindet sich seit 1981 im Besitz der Stadt. * Im Stadtteil Fallersleben befindet sich das Schloss Fallersleben, ein 1551 fertiggestelltes Schloss, das Witwensitz der Herzogin Clara Herzogtum Gifhorn war. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Altstadt von Fallersleben und beheimatet seit 1991 das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum. Nahe dem Schloss befinden sich auch das Altes Brauhaus zu Fallersleben und die Michaeliskirche (Wolfsburg-Fallersleben). * Neben Fallersleben verfügt auch Vorsfelde über ein historisches Zentrum mit zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden, darunter der St.-Petrus-Kirche (Wolfsburg-Vorsfelde). * 1958 wurde am Marktplatz im Südabschnitt der Porschestraße das Rathaus (Wolfsburg) eingeweiht. 1990 wurde der Südkopf ausgebaut, wobei die Einkaufspassage „Südkopf-Center“ (von den Wolfsburgern wegen ihrer Form auch „Schiff“ genannt) entstand. Am Südkopf befindet sich auch die Wolfsburger „Kulturmeile“, bestehend aus Theater, CongressPark Wolfsburg (früher: Stadthalle), Planetarium Wolfsburg, Alvar-Aalto-Kulturhaus (mit Stadtbibliothek) und dem 1994 eröffneten Kunstmuseum Wolfsburg. Das Rathaus wurde 1994 um das „Rathaus B“ erweitert. * Der finnische Architekt und Designer Alvar Aalto erbaute in Wolfsburg das Alvar-Aalto-Kulturhaus mit Bibliothek, die Heilig-Geist-Kirche und Gemeindezentrum im Stadtteil Klieversberg und die Stephanuskirche (Wolfsburg) im Stadtteil Detmerode. Der Architekt Hans Scharoun entwarf das Theater Wolfsburg. * In der Innenstadt wurde 1977–1980 der zuvor noch befahrbare mittlere Abschnitt der Porschestraße zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Der Haupteinkaufsbereich der Innenstadt teilt sich in drei Teile: Porschestraße-Nord (mit dem „Nordkopf“), -Mitte und -Süd (mit dem „Südkopf“). Die Porschestraße-Mitte bietet eine Wasserlandschaft und viele Sitzgelegenheiten. Auch die 2001 fertiggestellte Einkaufspassage „City-Galerie“ mit rund 100 Geschäften befindet sich in diesem Abschnitt der Fußgängerzone. * In Wolfsburg wurden im Jahre 2000 die Autostadt (nördlich des Mittellandkanals) und das CinemaxX eröffnet, 2002 die neue Volkswagen Arena östlich der Autostadt. * Im November 2005 wurde das phæno eröffnet, ein interaktives Wissenschaftsmuseum. Der architektonisch außergewöhnliche Bau entstand nach den Plänen von Zaha Hadid. Auf fast 9.000 m² Ausstellungsfläche sind 250 Experimentierstationen aufgebaut, die naturwissenschaftliche Phänomene erlebbar machen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 80 Millionen Euro. * Neben der Volkswagen Arena liegen die EisArena Wolfsburg, das Heimatstadion der Grizzlys Wolfsburg, das „BadeLand Wolfsburg“ und der Allersee im Allerpark. * Das Einkaufszentrum Designer Outlets Wolfsburg, kurz DOW, wurde am 15. Dezember 2007 eröffnet. Seit einer Erweiterung beträgt die Verkaufsfläche 16.000 m².

Weitere kulturelle Einrichtungen und Gruppen

* Die Italienische Konsularagentur in Wolfsburg unterhält eine Kulturabteilung und beteiligt sich mit Konzerten, Ausstellungen und Seminaren am kulturellen Leben der Stadt. * Die Bands Protector (Band) und Oomph! wurden 1986 bzw. 1989 in Wolfsburg gegründet. * Vom 23. April bis zum 10. Oktober 2004 fand in der Stadt Wolfsburg die zweite Niedersächsische Landesgartenschau statt. * Seit 2009 ist das Delphin-Kino wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Kirchen

* Unweit der Fußgängerzone befinden sich die beiden Hauptkirchen der Kernstadt, die evangelische Christuskirche (Wolfsburg) und die katholische St. Christophorus (Wolfsburg).

Regelmäßige Veranstaltungen

* Saisonbedingt: Eishockey (Grizzly Adams Wolfsburg) in der Eis Arena Wolfsburg; Fußball-Bundesliga in der Volkswagen Arena (Herren) sowie im VfL-Stadion (Damen) * Januar/Februar: ** Hochzeitsmesse im CongressPark Wolfsburg Wolfsburg * April/Mai: Movimentos – Internationales Tanzfestival im Heizkraftwerk Wolfsburg Nord/Süd/Autostadt * Mai: ** Schützen- und Volksfest im Allerpark (pro Jahr etwa 350.000 Besucher), abgerufen am 19. April 2013 ** Campus Open Air am Robert-Koch-Platz, Projekt der Musikschmiede an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ** alle zwei Jahre die Drömling-Messe auf dem Bürgerplatz und im Schützenhaus Vorsfelde * Juni: Internationale Sommerbühne (Wolfsburg (Schloss)) * Juni/Juli: GartenRomantik am Schloss Wolfsburg * Juli/August: Jazz ’n’ more, Open-Air-Konzerte in der Fußgängerzone * August: ** Rock im Allerpark – Open-Air-Rockfestival ** Altstadtfest in der Altstadt Fallersleben ** Eberfest in der Altstadt Vorsfelde * August/September: Gourmetfest viertägige Musik-/Kulturveranstaltung mit kulinarischen Genüssen * September: ** Fest der Kulturen im Schloss Wolfsburg * Oktober: ** Herbstmarkt der Kunsthandwerker auf Burg Neuhaus ** Alle zwei Jahre die IZB (Internationale Zulieferer Börse), die größte Automobilzuliefererbörse Europas im Allerpark * November/Dezember: Weihnachtsmärkte in der Innenstadt, in der Autostadt, im Schloss Wolfsburg und an verschiedenen Plätzen in der Stadt

Sonstiges

Eine bekannte Speise aus Wolfsburg ist die Currywurst#Volkswagen-Currywurst. Das Werksessen der Wolfsburger ist eine von einem Volkswagen-eigenen Wirtschaftsbetrieb schon seit 1973 zubereitete Currywurst bzw. die dazugehörige, nach einem geheimgehaltenen Rezept zubereitete und typischerweise warme Currysauce., abgerufen am 4. März 2015 80 Prozent der Würste werden in den Kantinen der deutschen VW-Werke konsumiert.Werks-Fleischerei will Produktionsrekord brechen. In: Braunschweiger Zeitung vom 13. Juli 2011 Die große Beliebtheit von Wurst und Sauce hat mittlerweile dazu geführt, dass man sie auch außerhalb des Volkswagenwerks kaufen kann. In Berlin ist sie inzwischen im Museum zu sehen. 2014 wurden 6,3 Millionen VW-Currywürste hergestellt. www.faz.net vom 17. Januar 2015, abgerufen am 17. Januar 2015

Freizeit und Sport

Freizeit

* Das phæno ist eines der größten Science Center in Deutschland. * Das größte Erlebnisbad Norddeutschlands, das BadeLand Wolfsburg, befindet sich im Allerpark. * Die Autostadt, ein Themenpark rund um das Thema Auto und Maschine, befindet sich nördlich des Mittellandkanals, unweit vom Hauptbahnhof und der Innenstadt. * Im Allerpark gibt es die einzige Sechs-Mast-Wasserski-Anlage Europas im sogenannten „Arena-See“ und gleich nebenan die größte Skateboard-Funbox Europas. * Wolfsburg besitzt viele Stadtparks, zum Beispiel die Schlossparks in Alt-Wolfsburg und Fallersleben, den Klieversberg, den Allerpark und den Schillerteich-Park. Teilweise besteht die Möglichkeit zum Cross-Golfen. Insgesamt sind die öffentlichen Parkanlagen in Wolfsburg doppelt so groß wie der Central Park in New York. Im Süden der Stadt liegt der ausgedehnte Stadtwald, im Osten der Drömling und im Westen der Barnbruch, die auch als Naherholungsgebiete dienen. * Das Hallenbad – Kultur am Schachtweg im ehemaligen Hallenbad ist eines der größten Kulturzentren Norddeutschlands. Neben Konzerten, Kleinkunst und Programmkino bietet das Haus vielfältige Angebote für Jugendliche (Übungs-/Proberäume) und Kinder (Kinderbetreuung). * Die SoccaFive Arena im Allerpark bietet viele Spiel- und Sportmöglichkeiten. * Das Planetarium Wolfsburg ist mit 15 Meter Kuppeldurchmesser das größte Planetarium Niedersachsens. Technisch gehört es dank Zeiss-Velvet-Projektoren und dem Evans&Sutherland Digistar 5 zu den modernsten der Welt. * Darüber hinaus gibt es in Wolfsburg mehrere Theater (siehe oben), viele Museen, Reitanlagen, Sportplätze, Jugendzentren, Stadien und ähnliches.

Sport

* Wolfsburg ist in den ersten Ligen unter anderem durch die Männer- und Frauen-Fußballteams des VfL Wolfsburg (in der Fußball-Bundesliga bzw. Fußball-Bundesliga (Frauen)) vertreten. Der VfL wurde in der Saison 2008/2009 zum ersten Mal Deutscher Meister. In der Deutsche Eishockey Liga (DEL) spielt die Eishockeymannschaft der Grizzly Adams Wolfsburg. * Im Amateurbereich ist Wolfsburg auch in weiteren amerikanischen Sportarten stark vertreten. So gibt es neben dem American Football-Club Blue Wings, die Wolfsburg Yahoos (Baseball) und den Eishockey-Nachwuchs, die Young Grizzlies des EHC Wolfsburg. Die Wolfsburg Honeybees sind erfolgreich im Damen-Cheerleading – unter anderem wurden sie im Jahr 2001 in Japan Vizeweltmeister. Die PBSG Wolfsburg spielt seit 2014 in der 2. Bundesliga Pool.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftsdaten und ansässige Unternehmen

Wolfsburg hat rund 120.000 Arbeitsplätze. 74.000 Pendler arbeiten in der Stadt. Mit 92.600 Euro (Stand 2013) ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte. Der mit Abstand größte Arbeitgeber ist die Volkswagen AG, die in Verwaltung und Werk über 50.000 Menschen beschäftigt. Durch das Volkswagenwerk und die vielen Zulieferer in Wolfsburg und der näheren Region ist die Wirtschaft stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Um Wolfsburg von dieser Monoindustrie wegzubewegen, die bei Krisen im Automobilsektor sehr anfällig ist, gründeten Stadt und Volkswagen AG 1999 die Wolfsburg AG. Das Konzept sieht die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschafts- und Beschäftigungsperspektive am Standort Wolfsburg vor. Auch weitere in Wolfsburg ansässige Unternehmen haben zumeist den Schwerpunkt Automobilindustrie. So hat auch der internationale IT-Dienstleistung H & D International Group, der auch im Banken-, Versorgungs- und Gesundheitswesen tätig ist, hier seinen Sitz. Weitere Unternehmen wie Sitech oder Autovision sind in der Stadt als VW-Tochterunternehmen ansässig. Eines der zehn größten deutschen Logistikunternehmen, die Schnellecke Group, deren Inhaber der ehemalige Oberbürgermeister Rolf Schnellecke ist, erzielte im Jahr 2012 835 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt fast 19.000 Mitarbeiter. Zudem hat der nach eigenen Angaben größte System-Friseur Deutschlands, Frisör Klier, hier seinen Sitz.

Verkehrsanbindung

Schienenverkehr

Der Wolfsburger Wolfsburg Hauptbahnhof liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin. Der Bahnhof wird von Intercity-Express-Zügen der Linien Berlin – Braunschweig – Kassel – Frankfurt (Main) – Mannheim – Karlsruhe – Basel – Bern – Interlaken und Berlin – Hannover – Hamm – Köln (– Bonn)/Düsseldorf (– Köln/Bonn Flughafen) jeweils im Zwei-Stunden-Takt bedient. Außerdem halten hier Intercity-Züge auf der Strecke (Stettin –) Berlin – Stendal – Hannover – Amsterdam im Zwei-Stunden-Takt. Mit einem DB City Night Line können unter anderem Zürich, Brüssel und Paris ohne Umstieg erreicht werden. Im Regionalverkehr halten hier Regionalbahnen in Richtung Oebisfelde – Stendal (– Rathenow) und Braunschweig im Stundentakt sowie in Richtung Oebisfelde – Haldensleben – Magdeburg mindestens im Zweistundentakt. Ein Regional-Express stellt stündlich eine Verbindung zur Landeshauptstadt Hannover über Gifhorn her. Im Westen der Stadt liegt der Trennungsbahnhof Fallersleben, in dessen Nähe die Bahnstrecke nach Braunschweig (Weddeler Schleife) abzweigt, die auch von ICE-Zügen befahren wird. In Fallersleben halten Regionalzüge in Richtung Braunschweig, Stendal und Hannover. Außerdem zweigt hier eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Strecke ins Volkswagenwerk ab. Die Bahnhöfe Vorsfelde an der Berlin-Lehrter Eisenbahn und Ehmen an der Braunschweiger Strecke wurden in den 1970er Jahren stillgelegt, ebenso wie die Bahnhöfe Almke und Neindorf (Wolfsburg) an der Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde bei der Gesamtstilllegung dieser Strecke., Google Maps

Straßenverkehr

Durch das westliche Stadtgebiet von Wolfsburg führt die Bundesautobahn 39, die nördlich der Stadt bei Weyhausen (Landkreis Gifhorn) beginnt und Richtung Süden zur Bundesautobahn 2 (Oberhausen – Werder (Havel) bei Berlin) führt. Die Weiterführung der A 39 als direkte Verbindung nach Braunschweig, Salzgitter und zur Bundesautobahn 7 wurde Anfang 2009 fertiggestellt. Außerdem ist in Planung, die A 39 bei Weyhausen nördlich weiter bis nach Lüneburg an den nördlichen Teil der A 39, der bis zum Maschener Kreuz südlich von Hamburg führt, heranzubauen. Ferner führen die Bundesstraße 188 Burgdorf (Region Hannover) – Friesack und die Bundesstraße 248 Northeim – Dannenberg (Elbe), die auf dem Stadtgebiet weitgehend durch die A 39 ersetzt wurde, durch Wolfsburg. Der „Berliner Ring“ stellt eine Art Stadt-Peripherie dar, die die Innenstadt mit einer vier- (teilweise auch sechs-)spurigen Straße umgibt und zahlreiche, ebenfalls mehrspurige Abzweigungen, z. B. zur Braunschweiger Straße und zur Heinrich-Nordhoff-Straße, besitzt. Über den Berliner Ring/die Braunschweiger Straße sind alle wichtigen Orte innerhalb Wolfsburgs zu erreichen.

Öffentlicher Personennahverkehr

Den Öffentlicher Personennahverkehr in der Stadt Wolfsburg bedienen zahlreiche Buslinien der Wolfsburger Verkehrs GmbH (WVG) mit einem Fahrgastaufkommen von rund 12,8 Millionen Fahrgästen pro Jahr. Seit dem 26. Oktober 2014 gibt es ein neues Busliniennetz.

Schifffahrt

Auf dem Mittellandkanal werden große Mengen Fracht transportiert. In Fallersleben gibt es einen Hafen mit beträchtlichem Warenumschlag.

Flugverkehr

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, der sich in Braunschweig-Waggum befindet, wird größtenteils von Privatfliegern und Firmen (z.B. Volkswagen Air Service) genutzt. Linienflüge gibt es nicht. Er ist der zweitgrößte Forschungsflughafen Europas. Der nächste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Hannover-Langenhagen in Langenhagen.

Medien

* freischwimmer (Stadtmagazin, erscheint fünf Mal pro Jahr, bis Februar/März 2016) * hallo Wolfsburg (bis September 2014 Wolfsburger Rundblick) (Samstagszeitung, gratis) * indigo (Stadtmagazin, erschien monatlich bis Dezember 2015) * TV38 – Fernsehsender der Region (früher: OKTV) mit Hauptsitz und Sendezentrale in Westhagen * viseo (Onlinemagazin) * wobfreunde (Stadtmagazin, erscheint halbjährlich im Juni und November, gratis) * wob-town (Onlinemagazin) * wobstories.tv (Internetfernsehen mit Wolfsburger Reportagen und Dokumentationen) * Wolfsburg live (Stadtmagazin, erscheint alle zwei Monate) * Wolfsburger Allgemeine Zeitung – WAZ (Tageszeitung) * Wolfsburger Blatt (Internetzeitung) * Wolfsburger Kurier (Sonntagszeitung, gratis) * Braunschweiger Zeitung – WN (Tageszeitung)

Öffentliche Einrichtungen

* Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) * Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) * Klinikum Wolfsburg ** Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS) ** Institut für klinische Pathologie ** Institut für klinische Chemie, Laboratoriums- und Transfusionsmedizin


[ Quelle: Wikipedia | Stand: 23.05.2016 ]